29-Jähriger ertrinkt in Badesee

Geistig beeinträchtigt

29-Jähriger ertrinkt in Badesee

Während ein 29-jähriger, geistig beeinträchtigter Urlauber aus Münster in Deutschland im "Erlebnisbadesee" Uttendorf im Salzburger Pinzgau am Mittwoch ertrunken ist, konnten am Vormittag zwei italienische Studenten im Alter von 21 und 20 Jahren in Seekirchen am Wallersee (Flachgau) von zwei Badegästen vor dem Ertrinken gerettet werden. Die zwei jungen Männer wurden vom Roten Kreuz zur Kontrolle ins Salzburger Landeskrankenhaus gebracht, sagte Polizeisprecher Anton Schentz.

Schlechte Sicht
Keine Rettung mehr gab es hingegen für den deutschen Badegast in Uttendorf: Ein Mann hatte gegen 12.20 Uhr beobachtet, wie ein männlicher Schwimmer in der Seemitte unterging. Der Zeuge alarmierte die Einsatzkräfte. 29 Wasserretter suchten den Natursee - die Wasseroberfläche beträgt 50.000 Quadratmeter - nach dem Vermissten ab. "Die Sicht unter Wasser war schlecht. Taucher haben ihn gegen 14.20 Uhr auf dem Seegrund im südwestlichen Bereich des Badesees leblos gefunden. Er wurde sofort ans Ufer gebracht und von einem Notarztteam betreut. Es konnte aber nur mehr der Tod festgestellt werden", sagte Polizeisprecher Mario Rieder.

Geistig beeinträchtigt
Der Ertrunkene gehörte einer Gruppe geistig beeinträchtigter Menschen aus Deutschland an, die in Neukirchen am Großvenediger (Pinzgau) auf Urlaub weilen und heute einen Badeausflug nach Uttendorf gemacht hatten. Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes kümmerte sich um die geschockten Betreuer des Mannes. An dem Rettungseinsatz beteiligten sich auch zehn Feuerwehrleute, vier Polizisten, die Besatzung des Rettungshubschraubers "Martin 6" und drei Helfer des Roten Kreuzes. Mehrere Badegäste hatte sich ebenfalls an der Suche nach dem Ertrunkenen beteiligt.

Der Vorfall am Wallersee ereignete sich im Strandbad Seekirchen. Einer der beiden Studenten erlitt im Wasser einen Schwächeanfall. "Der andere wollte ihn retten. Dabei wäre auch er fast ertrunken", sagte Polizeisprecher Schentz. Die zwei Badegäste hatten die dramatischen Szenen beobachtet und zogen die beiden ans Ufer. Die Studenten wurden in der internen Notaufnahme des Landeskrankenhauses versorgt. Laut dem behandelnden Arzt sind die beiden wieder wohlauf. "Sie können noch heute das Spital verlassen", erklärte Krankenhaussprecherin Beate Erfurth.

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