09. Juni 2010 21:54
Es war der absolut schlimmste Albtraum für die 34-jährige Mutter Nina Z.
Fünf Stunden lang bangte sie um das Leben ihres kleinen Babys
. Eine Blitzaktion der Polizei in Österreich und Deutschland beendete die
Entführung kurz vor 15 Uhr.
Verletzt wurde bei diesem Kidnapping glücklicherweise niemand.
Erstmal keine Spur.
Die Suche
nach dem Baby und der Täterin begann ohne gute Vorzeichen: Das
Einkaufszentrum Europark in Salzburg wurde abgeriegelt, doch es gab keine
Spur. Erst die veröffentlichten Fahndungsfotos brachten brauchbare
Ergebnisse.
Vor allem die Mittags-Zeit im Bild brachte entscheidende Hinweise: Aus
Kitzbühel in Tirol meldeten sich Dutzende Personen, die die Täterin kannten.
Erfolg in Bayern.
Bald war klar: gesucht wird nach Elisabeth S.
(32). Flüchtig in einem silbernen Peugeot 206.
Salzburger Polizisten alarmierten sofort ihre bayrischen Kollegen. Das
Tiroler Kennzeichen wurde an alle Polizisten in Österreich und in Bayern
ausgeteilt.
In Deutschland hatten Polizisten den ersten Sichtkontakt mit der Frau: In
Unterwössen nahm ein Streifenwagen die Verfolgung auf. Die Kidnapperin fuhr
auf einen Supermarkt-Parkplatz. In Panik setzte sie das Kind ab und gab
wieder Vollgas.
Die Polizisten und zwei 16-jährige Teenager fanden das weinende Kind hinter
einem roten Pkw.
Sofort untersuchten Notärzte das Kind.
Minuten später
wimmelte es am Parkplatz des Lebensmittelhändlers von Blaulicht. Das drei
Monate alte Kind wurde von Notärzten in einem Rettungswagen untersucht.
Polizisten sicherten sofort alle Spuren. Das Fluchtauto wurde zur weiteren
Untersuchung abgeschleppt.
Am späten Nachmittag kam es dann zu rührenden Szenen. Auf der Polizeistation
in Grassau konnten Mama Nina und Ehemann Michael die kleine Nora in die Arme
schließen.
Wenige Türen weiter
wurde die mutmaßliche Täterin von der Polizei befragt.