Angeklagte im Ofen-Explosions-Prozess schuldig

Geldstrafe

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Angeklagte im Ofen-Explosions-Prozess schuldig

Jene zwei Angeklagte, die sich am Freitag am Landesgericht Leoben nach der Explosion eines Ferienhauses im obersteirischen Pruggern vergangenen Sommer verantworten mussten, sind vom Gericht für schuldig befunden und zu einer unbedingten Geldstrafe verurteilt worden.

Heizungsanlage mangelhaft installiert
Die beiden Männer - ein 48-jähriger Hafner und der 60-jährige Ehemann der Hausbesitzerin - hatten in mangelhafter Art und Weise eine Heizungsanlage installiert, die letztlich explodierte und drei Studenten das Leben kostete. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Einbau nicht der Baubehörde gemeldet
Richterin Sabine Anzenberger erklärte, dass der Hafner, der sich in der Verhandlung gleich wie der Pensionist für nicht schuldig gekannt hatte, über bessere technische Kenntnisse verfügt habe als der 60-Jährige. Dieser hingegen habe einen Hafner mit der Installation einer Anlage beauftragt, welche dieser nicht errichten hätte dürfen. Zudem habe der Pensionist es unterlassen, den Einbau der Baubehörde zu melden, wodurch das Unglück vom 10. August 2007 ebenfalls noch verhindert hätte werden können.

Unbedingte Geldstrafe
Beide Angeklagten wurden zu einer unbedingten Geldstrafe von 240 beziehungsweise 300 Tagessätzen sowie bedingte Freiheitsstrafen von jeweils vier Monaten verurteilt. Dabei wurde auch das dritte Todesopfer, das erst Anfang März nach monatelangem Koma verstorben war, beim Urteil berücksichtigt. Die Männer baten um Bedenkzeit - der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab, das Urteil ist somit nicht rechtskräftig.

Was genau passiert ist
Eine achtköpfige Studenten-Gruppe aus Wien und Niederösterreich war im August vergangenen Jahres nach einer Wanderung in einem Ferienhaus in Pruggern (Bezirk Liezen) eingekehrt und wollte den Ofen darin anheizen. Einige Zeit danach explodierte der Kessel, das Haus brach ein. Zwei der jungen Männer starben sofort, ein dritter verlor nach einem Jahr im Wachkoma Anfang des Monats sein Leben, wie erst am Freitag vor Gericht bekannt wurde.

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