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Drei Bergtote in der Steiermark

Alpin-Unfälle

Drei Bergtote in der Steiermark

In der Steiermark sind bei Bergunfällen drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei Bergsteiger dürften bereits am Freitag in der Dachstein-Südwand aus großer Höhe abgestürzt sein, einer hatte laut Polizei offenbar den anderen mit in die Tiefe gerissen. Im Raxgebiet (Bezirk Mürzzuschlag) ist am Samstagnachmittag eine Wanderin aus Niederösterreich auf einem Steig ausgerutscht und rund 100 Meter in felsigem Gelände gestürzt. Die 48-Jährige dürfte auf der Stelle tot gewesen sein, ihre Mutter musste das Unglück mitansehen.

Einsatzkräfte von Alpinpolizei und Bergrettung haben am Samstag in der Früh zwei steirische Kletterer gefunden, die bei einem Absturz aus der Dachstein-Südwand am Freitag ums Leben gekommen waren. Die beiden Männer waren am Freitagabend von Angehörigen als abgängig gemeldet worden, eine Suche in der Nacht musste eingestellt werden. In der Früh wurden die beiden von einer Hubschrauberbesatzung entdeckt. Laut Polizei dürfte einer der Kletterer im Vorstieg gestürzt sein und durch sein Gewicht die Sicherungshaken ausgerissen haben. Sein Kollege wurde daraufhin mit in den Tod gerissen.

Die Steirer - ein 57-Jähriger aus Thal bei Graz sowie ein 41 Jahre alter Grazer - galten als erfahrene Kletterer, sonst hätten sie auch gar nicht die Route "Extrem Klassiker" des Schwierigkeitsgrades 6 in der Südwand des Dachstein (2.995 Meter) gehen können, so der Polizist. Die Alpinisten wollten am Freitag den Dachstein über die stellenweise Hunderte Meter senkrechte Südwand bezwingen. Als sie sich am Abend nicht bei ihren Angehörigen gemeldet hatten, schlug diese gegen 19.45 Uhr bei der Polizeiinspektion Ramsau am Dachstein Alarm.

Die Polizisten brachten in Erfahrung, dass die Kletterer die Route "Extrem Klassiker" in der Südwand begehen wollten. Der Sucheinsatz mit Kräften der Bergrettung Ramsau, der Alpinpolizei und des "Flir"-Hubschraubers der Flugeinsatzstelle Salzburg der Polizei - ausgerüstet mit einem Infrarot-Wärmebildgerät - verlief vorerst erfolglos. Als die Suche im Samstag in der Früh fortgesetzt wurde, entdeckte die Besatzung des Hubschraubers die beiden Alpinisten gegen 7.15 Uhr tot am Wandfuß.

Bei dem Unfall im Raxgebiet war die Niederösterreicherin mit ihrer Mutter am sogenannten Bismarcksteig im Bereich des Predigtstuhl (Bezirk Mürzzuschlag) auf einer Wanderung. Als ihnen andere Wanderer entgegenkamen, wollte die 48-Jährige ausweichen, rutschte aus und stürzte rund 100 Meter tief in felsiges Gelände. Die Wanderer verständigten die Alpinpolizei, die Mutter erlitt einen Schock und musste von einem Kriseninterventionsteam betreut werden. Alpinpolizisten brachten die Leiche der Tochter zu Tal.
 

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