Österreich hat die ersten 3 Kältetoten

Winter 2009/10

© AP

Österreich hat die ersten 3 Kältetoten

Das erste Erfrierungsopfer in diesem Winter in Österreich dürfte ein 43-jähriger Installateur aus der Oststeiermark sein, der in der Nacht auf Samstag zu Fuß auf dem Heimweg von einer Diskothek war. Nach einer Abgängigkeitsanzeige entdeckte die Freiwillige Feuerwehr den Mann tot auf einem Acker liegend. Fremdverschulden konnte ausgeschlossen werden.

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Am Samstag hatten die intensiven Schneefälle ein Verkehrschaos in Österreich ausgelöst.

Viel gefeiert
Der Arbeiter hatte am Freitag seine Firmenweihnachtsfeier und ließ den Abend in der Diskothek in Mühldorf (Bezirk Feldbach) ausklingen. Gegen 2.00 Uhr machte er sich auf den Weg nach Hause, das nur rund 1,5 Kilometer entfernt in Leitersdorf (ebenfalls Bezirk Feldbach) liegt. Dabei kürzte er den Weg ab und ging über die Schlossallee des Schlosses Hainfeld und dann über einen Acker in Richtung Steinberg. Dort blieb er liegen. Ob er gestürzt und in Ohnmacht gefallen oder einfach eingeschlafen war, ist noch unbekannt.

Der strenge Winter hat ganz Europa im Griff. Hier die besten Bilder:

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Erfrierungstod
Gegen 12.15 Uhr wurde bei der Polizei eine Abgängigkeitsanzeige erstattet. Eine Suchaktion lief sofort an. Nach rund zwei Stunden fanden die Helfer den Oststeirer auf dem Acker. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Die Beamten gehen von einem Erfrierungstod aus, müssen aber noch die näheren Umstände klären.

Zweites Kältetodesopfer
Auch ein 19-jähriger Südsteirer überstand den Weg von einem Lokal zu seinem Wohnsitz in der Nacht auf Sonntag nicht lebend. Der Bursche war bei minus 23 Grad Celsius auf einem Acker gestürzt und gleich wie der 43-jährige Oststeirer liegen geblieben. Der 19-Jährige wurde am Sonntagmorgen tot gefunden.

Minus 23 Grad Celsius
Der Bursche aus Oberhaag (Bezirk Leibnitz) wollte gegen 1.30 Uhr von einer Diskothek nach Hause gehen und war lediglich mit Turnschuhen, Jeans und einem leichten Pullover bekleidet. Da rund 15 Zentimeter Neuschnee lagen, rutschte der junge Mann mehrmals beim Überqueren eines Ackers aus und blieb schließlich auf dem Bauch liegen. Als man ihn gegen 7.40 Uhr fand, konnte der Distriktsarzt nur noch den Tod feststellen.

Pensionist im Pongau
Auch in Salzburg ist ein 59-jähriger Pensionist aus Werfen (Pongau) am Heimweg von einem Gasthausbesuch in Pfarrwerfen aufgrund der Kälte erfroren. Der Mann kam Samstag zu Sturz, fiel eine Böschung hinunter, verletzte sich dabei, rappelte sich kurz auf und brach dann zusammen. Der 59-Jährige wurde Sonntagvormittag von einem Jäger gefunden.

Der Rentner verließ gegen 20.30 Uhr ein Gasthaus in Pfarrwerfen und machte sich zu Fuß auf den Heimweg. Etwa 50 Meter vom Gasthaus entfernt stürzte er ca. sieben Meter eine steile Grasböschung hinab und blieb vorerst auf einer Asphaltstraße liegen. Der Pensionist kam danach wieder auf die Beine und offensichtlich schwer verletzt torkelte er noch 50 Meter die äußerst schwach befahrene Straße talabwärts. Der Pensionist brach dann zusammen und dürfte aufgrund der tiefen Temperaturen erfroren sein.

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