Lawinenabgang fordert einen Toten

Kleinwalsertal

© Reuters

Lawinenabgang fordert einen Toten

Bei einem Lawinenabgang im Kleinwalsertal (Bezirk Bregenz) sind am Sonntag zwei Personen verschüttet worden. Die Rettungsmannschaften konnten einen Belgier nur noch tot aus den Schneemassen bergen, die Suche nach dem zweiten Verschütteten, ebenfalls ein Belgier, musste wegen Lawinengefahr abgebrochen werden.

Eine rund zehnköpfige belgische Jugendgruppe fuhr am Sonntag gegen 14.30 Uhr in den Westhang des Fellhorns bei Riezlern ein. Dabei wurden die beiden erwachsenen Anführer der Gruppe von einer Lawine erfasst und in die Tiefe gerissen. Die alarmierten Rettungsmannschaften zogen einen Verschütteten tot aus dem Schnee, während die Suche nach dem zweiten Opfer eingestellt werden musste.

Sehr selektiver Hang
Jörg Bantel, Gebietsstellenleiter der Bergrettung Kleinwalsertal, berichtete: "Es hingen noch große Schneemassen im Hang. Wir konnten daher vorerst nur mit Lawinenhunden in den Schneebrettkegel, weil die Gefahr für die Rettungskräfte zu groß war." Für den Verschütteten bestand kaum noch Hoffnung, lebendig geborgen zu werden.

Einheimische Einsatzkräfte beschrieben den Hang als sehr selektiv und ausgesetzt. Er wird daher von Einheimischen nur sehr selten befahren. Zur Zeit des Unglückes herrschte im Gebiet Lawinenwarnstufe 3 (Erhebliche Gefahr). Vor diesem Unglück sind in Vorarlberg seit Anfang Februar bereits drei weitere Personen bei Lawinenabgängen ums Leben gekommen.

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