1.000 Unterschriften für BZÖ-Chef Bucher

Druck auf Scheuch

1.000 Unterschriften für BZÖ-Chef Bucher

Keinen Weihnachtsfrieden gab es für das BZÖ. Mittels Unterschriftenaktion hatte BZÖ-Chef Josef Bucher bei den Kärntner Mitgliedern für den Verbleib beim BZÖ geworben. Landesparteichef Uwe Scheuch hatte ja verkündet, dass die Freiheitlichen in Kärnten, bisher beim BZÖ, unter das Dach der FPÖ wechseln. Doch 1.000 von 5.800 Kärntner Mitgliedern wollen dar­über mittels Urabstimmung selbst entscheiden, so Bucher. Er sei mit dieser „Zwischenbilanz sehr zufrieden. Immerhin sind das fast 18 Prozent".

Scheuch zeigte sich indes wenig beeindruckt: „Die Unterschriften, die ich noch nicht gesehen habe, ändern nichts daran, dass das Statut keine Urabstimmung vorsieht.“ Am Parteitag am 16. Jänner seien daher nur Delegierte stimmberechtigt.

Scheuch: "Nicht im Statut"

ÖSTERREICH: 1.000 Mitglieder haben für eine Urabstimmung unterschrieben …
Uwe Scheuch: Die Unterschriften, die ich noch nicht gesehen habe, ändern nichts daran, dass das Statut keine Urabstimmung vorsieht. Ich nehme die Menschen ernst, aber der Parteitag muss auch statutenkonform sein.

Fürchten Sie sich vor einer Urabstimmung?
Erst hat das BZÖ einen Delegiertenparteitag gefordert. Jetzt merken sie, dass sie keine Mehrheit haben, und behaupten auf einmal, die Delegierten wären befangen. Ich bin ein echter Demokrat und stelle mich dem Parteitag. BZÖ-Chef Josef Bucher hat weder über seine liberale Parteilinie noch über die Zustimmung zur Homo-Ehe auf einem Parteitag abstimmen lassen.

Petzner: „Scheuch lügt“
„Scheuch sollte es besser wissen“, meint hingegen BZÖ-General Stefan Petzner im Gespräch mit ÖSTERREICH. „Bucher selbst ist in geheimer Abstimmung von der Basis gewählt worden. Es braucht nur zu Beginn einen Geschäftsordnungsbeschluss, dass alle anwesenden Mitglieder stimmberechtigt sind. Scheuch lügt.“

Auch Scheuch schlägt scharfe Töne gegenüber dem ehemaligen Parteikollegen an: „Ich habe die Unterschriften nicht gesehen und weiß das nur aus der Aussendung des BZÖ. Es wäre aber nicht das erste Mal, dass eine Aussendung von Herrn Petzner nicht ganz richtig ist.“

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