Vorwürfe gegen Ex-Ministerin

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100.000 €: Zeugin belastet 
Ex-Ministerin Gastinger

Seiten: 12

Mittwoch, 12.58 Uhr, Wiener Parlament: Im Vorraum des parlamentarischen U-Ausschusses sitzt Karin Gastin­ger, ehemalige Justizministerin und Vize-Chefin des BZÖ. Sie ist nervös. Weniger Medieninteresse habe sie sich heute gewünscht. „Die ganze Sache ist nicht erfreulich, aber ich bin entspannt“, erklärt sie gegenüber ÖSTERREICH und wirkt doch ganz anders.

Erinnerungslücken
Am Morgen ist eine Zeugin aufgetreten, die sie und das BZÖ massiv belastet. Sie habe im Auftrag von Gastinger-Sprecher Christoph Pöchinger für die Telekom „Scheinrechnungen ausgestellt“. Hintergrund: 2006 hat die Telekom mindestens 100.000 Euro in den Vorzugsstimmenwahlkampf der ehemaligen BZÖ-Spitzenpolitikerin investiert. Wer von dem Deal wusste und wer nicht, soll heute geklärt werden. Schnell ist aber klar: Die meisten Beteiligten leiden fast sechs Jahre nach den Geschehnissen unter erstaunlichen Erinnerungslücken.

Kein Verdacht
„Ich habe nicht gewusst, dass Geld von der Telekom in den Wahlkampf geflossen ist. Ich hatte nicht den Funken eines Verdachts“, erklärte Gastinger im U-Ausschuss. Für die Organisation ihres Wahlkampfes sei damals einzig Pöchinger zuständig gewesen. Nachgefragt, woher die 100.000 Euro mysteriöse Wahlkampfunterstützung stammten, habe Gastinger damals nicht. „Heute bin ich sicher nicht mehr so blauäugig“, so die 47-Jährige.

Aber: Auch Christoph Pöchinger will mit der Geldbeschaffung nichts zu tun gehabt haben. „Darin war ich nie involviert“, erklärte Pöchinger vor dem Ausschuss. Monatelang habe er gedacht, es handele sich um „BZÖ-Geld“. Dass dies aber von der Telekom kam, habe er erst durch die mit der Wahlkampf-Kampagne beauftragte Tina Haslinger erfahren.

Lüge
Die allerdings sagte gestern ebenfalls vor den Abgeordneten aus – und zwar genau das Gegenteil. Im Auftrag von keinem anderen als von Christoph Pöchinger habe sie Scheinrechnungen an die Telekom Austria gestellt. Einer von beiden lügt also. Wer es ist, bleibt offen. Vorerst noch.

Zum Nachlesen auf der nächsten Seite: Der oe24-Liveticker vom U-Ausschuss!

 

Autor: Dana Müllejans
Seiten: 12
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