30. Dezember 2008 18:37
Beinahe täglich korrigieren die Wirtschaftsforscher ihre Wachstumsprognosen
für 2009 herunter. Rot-Schwarz neu schrauben im Gegenzug die Staatsausgaben
hinauf. Aber auch in den Bereichen Justiz und Gesundheit tut sich einiges:
- Steuerreform: Zwar wird das Paket erst im März beschlossen werden,
doch soll es rückwirkend in Kraft treten. Hier die Eckpunkte: Die
Bemessungsgrundlage, ab der Lohnsteuer zu zahlen ist, steigt von jährlich
10.000 auf 11.000 € brutto nach Abzug von Sozialversicherung und
Absetzbeträgen. Der Einstiegssteuersatz sinkt von 38,3 auf 36,5
Prozent, der mittlere Steuersatz für Einkommen von 25.000 bis
60.000 € von 43,6 auf 43,2 Prozent. Der Spitzensteuersatz wird
erst ab 60.000 Euro statt bisher 50.000 € angewandt. Kinderbetreuungskosten
außer Haus sollen ebenso abgesetzt werden können wie Spenden.
- Arbeitslose für Selbstständige: Gerade rechtzeitig tritt mit
1. Jänner ein Gesetz noch aus der Gusenbauer-Ära in Kraft:
Selbstständige können sich künftig freiwillig gegen
Arbeitslosigkeit versichern – die Beitragshöhe wurde mit
sechs Prozent festgelegt. Die Versicherten haben die Wahl zwischen drei monatlichen
Beitragsgrundlagen: 1.172,50 €(572,69 € Arbeitslosengeld), 2.345,00
(896,35 € ) und 3.157,50 Euro (1.235,48 €).
- Pflege: Das Pflegegeld wird angehoben. In den Pflegestufen eins und
zwei um vier Prozent, in den Stufen drei bis fünf um fünf
Prozent, in den Stufen sechs und sieben um sechs Prozent.
- Bausparen: Die Bemessungsgrundlage beim Bausparen wird von 1.000 auf
1.200 € erhöht und so die staatliche Prämie auf bis 48 €.
- Exporte: Die gebeutelte heimische Exportwirtschaft wird gestützt:
Der Haftungsrahmen für Exportfinanzierung von 40 auf 45, für
direkte Förderung von 45 auf 50 Milliarden € erhöht.
- Korruptionsstaatsanwalt. Die neue Behörde wird mit 1. Jänner
2009 tätig.