60 Prozent gegen Verbot von Minaretten

ÖSTERREICH

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60 Prozent gegen Verbot von Minaretten

Überraschendes Ergebnis der ersten Minarett-Umfrage nach dem Schweizer Volksentscheid. Die Österreicher haben kein Problem mit Islam-Kirchen.

Wien. Seit sich die Schweizer bei ihrer Volksabstimmung mehrheitlich gegen den Bau weiterer Minarette ausgesprochen haben, gehen auch in Österreich die politischen Wogen und Emotionen hoch. Die niederösterreichische FP-Chefin Barbara Rosenkranz hat sich in ÖSTERREICH gar für eine Änderung der Bauordnung in NÖ ausgesprochen. Und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat nun ebenfalls ein neues Lieblingsthema. Sieben Landeshauptleute sprechen sich hingegen gegen Verbot von weiteren Minaretten aus. Sie haben offensichtlich ein gutes Gespür.

Denn laut der aktuellen Gallup-Umfrage für ÖSTERREICH – der ersten Befragung nach dem Schweizer Votum – ist die Bevölkerung jedenfalls nicht für ein Minarett-Nein zu haben:

  • Stolze 60 Prozent sind klar gegen ein Verbot von Minarett-Neubauten.
  • Derzeit wollen nur 31 Prozent keine weiteren Minarette in Österreich.
  • In Wien sprechen sich ganze 75 Prozent gegen ein Verbot aus, in Tirol und Vorarlberg (dort existiert ein Verbot) gibt es mit 55 Prozent die geringste Zustimmungsrate.
  • Die höchste Ablehnung gegen ein Bauverbot gibt es mit 93 Prozent bei den Grün-Wählern. SPÖ-Wähler sind zu 72 % dagegen, ÖVP-Wähler zu 60 %.
  • Die wirkliche Überraschung: Nur 40 % der FPÖ-Wähler sind für ein Verbot, die Mehrheit (47 Prozent) ist dagegen. Hingegen wollen 70 % der BZÖ-Wähler keine weiteren Minarette in Österreich sehen.

Mehrheit für Burka-Verbot
Etwas kritischer stehen die Befragten dem muslimischen Ganzkörper-Schleier ("Burka“) gegenüber:

Immerhin 53 % befürworten ein Verbot der Burka. Ganze 91 % der BZÖ-Wähler lehnen die Burka ab. 60 % der FPÖ-, 54 % der ÖVP-, 49 % der SPÖ- und 30 % der Grünen-Wähler sind ebenfalls dagegen.

Und: 83 % der Befragten erklären, dass sie „keine unangenehmen Erfahrungen mit Muslimen erlebt“ hätten. Die Angst vor dem Islam hält sich in Grenzen.

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