17. Juni 2010 11:17
© Erich Reismann/TZ ÖSTERREICH
"Wenn ich wüsste, dass es ihr helfen würde, dann würde ich Arigona
auch heiraten. Das wäre dann aber keine Scheinehe, sondern das wäre aus
Liebe und aus ganzem Herzen und mit voller Überzeugung. Das würde ich auch
wirklich tun." Mit dieser überraschenden Aussage hat sich der
Schauspieler und Entertainer Alfons Haider in einer ATV-Diskussion am
Mittwochabend einmal mehr für die 18-jährige Aslywerberin
aus dem Kosovo eingesetzt.
"Das Verarschen Österreichs"
Ganz anders
naturgemäß die Position des stellvertretenden BZÖ-Chefs Gerald Grosz. In
Anspielung auf Aussagen, wonach die Asylproblematik mit Arigona Zogaj ein "Gesicht"
bekommen hätte: "Nicht Asyl hat ein Gesicht bekommen, sondern
glatter Asylmissbrauch. Und im Übrigen gestatten Sie mir die Bemerkung: das
Verarschen Österreichs und seiner Gesetze hat ein Gesicht bekommen."
Ähnliche Töne hat in ÖSTERREICH FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache
angeschlagen - Mehr zum "Asylmissbrauch der Zogajs" lesen Sie hier.
"Die sind so oft beschissen worden"
Am anderen Ende des
Meinungsspektrums - aber nicht minder deftig - die Aussagen des
Bundesgeschäftsführers der Grünen Stefan Wallner. Er wirft der Politik und
einigen Medien Missbrauch der Zogajs vor. "Die sind so oft beschissen
worden und haben ein unglaubliches Misstrauen. Und da ist jetzt ganz
notwendig ihnen Vertrauen wieder zu geben, Zukunft zu geben. Es sind
Menschen, die hier in Österreich für uns und mit uns leben und arbeiten
wollen. Diese Chance und diese Zukunft sollten wir ihnen geben."
Brach Lanze mit Fekter
Wenig Hoffnung auf einen Verbleib
Arigonas und ihrer Mutter in Österreich sieht der Leiter der
Asylkoordination Österreich, Herbert Langthaler. Er bzw. seine Organisation
seien mit ihrem "juristischen Latein am Ende".
Gegen Ende der Sendung sorgte Alfons Haider ein weiteres Mal für
Überraschung, als er unerwartet eine Lanze für Innenministerin Fekter brach.
Fekter habe sich mit ihren Vorschlägen Arigona könnte per Schülervisum oder
über eine Heirat wieder nach Österreich einreisen "weit aus
dem Fenster gelehnt" und "Schlupfwinkel" gezeigt. Dafür habe
Fekter auch "Prügel von der eigenen Partei bezogen" so
Haider.