Berlakovich traf Arnold Schwarzenegger

"Grüne" Gespräche

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Berlakovich traf Arnold Schwarzenegger

Umweltminister Nikolaus Berlakovich (V) hat dazu Gouverneur Arnold Schwarzenegger im Rahmen der Exportoffensive am Freitagnachmittag in Los Angeles getroffen und entsprechende Möglichkeiten im Bereich erneuerbare Energie und Umwelttechnologie ausgelotet. "Investitionen in 'green jobs' sind ein möglicher Ausweg aus der aktuellen Wirtschaftskrise", waren sich beide Politiker einig.

Klima-Musterschüler unter sich
Bei "ausgesprochen entspannter und lockerer Atmosphäre" und - wie Diplomaten berichteten - ungewöhnliche lange, nämlich fast eine Stunde, hat sich Schwarzenegger in seinem privaten Büro in Santa Monica für Berlakovich Zeit genommen, um "grüne" Themen zu erörtern. Wie Österreich in der EU gilt Kalifornien in den USA als Musterschüler in Sachen Umweltschutz. Nun wolle man "gemeinsam Lösungen suchen" und künftig "intensiv kooperieren", auch in der Forschung, berichtete der Umweltminister im Anschluss an die Gespräche mit "Österreichs wichtigstem USA-Export", dem er als Geschenk aus der Heimat einen Rucksack mit steirischem Kürbiskernöl und Manner-Schnitten mitgebracht hat.

"Die USA wollen und müssen in punkto Klimaschutz etwas tun, damit ein globales Klimaschutzabkommen Sinn macht", betonte Berlakovich. Diese "Aufbruchstimmung" habe sich auch bereits nach Gesprächen des Ministers im Umweltministerium in Washington und bei der UN-Nachhaltigkeitskonferenz in New York in den vergangenen Tagen gezeigt, resümierte der Minister. Denn nach wie vor stoßen die USA mit 18-20 Tonnen rund doppelt so viel CO2 im Jahr aus wie die EU.

Gesetz für mehr Alternativenergie
Schwarzenegger hat 2008 ein Gesetz erlassen, das die Erhöhung des Anteils an Alternativenergie in Kalifornien auf 20 Prozent bis 2010 vorsieht. Kalifornien ist mit diesem Ziel Vorreiter unter den US-Bundesstaaten. "Es geht darum, die USA energieeffizienter zu machen und damit eine Inspiration für die ganze Welt zu sein", sagte Schwarzenegger vor österreichischen Journalisten in LA.

Kalifornischen Markt für österreichische Firmen öffnen
Im Rahmen der gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) veranstalteten Exportoffensive Umwelttechnologie will Berlakovich den kalifornischen Markt für österreichische Firmen, die in diesem Bereich tätig sind, öffnen. Einen besonders guten Ruf in Kalifornien genieße unter anderem Österreichs Abfallwirtschaftssystem bzw. das System der Mülltrennung, berichtete Kaliforniens Umweltminister und damit Schwarzeneggers oberster Umweltberater, Terry Tamminen. Bisher wird nur etwa ein Drittel des in den USA anfallenden Festmülls wiederverwertet. Der Großteil des Hausmülls wird ohne Vorsortierung abgeholt.

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