Blauer Machtkampf um die Hofburg Blauer Machtkampf um die Hofburg

FPÖ schickt Kandidat

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Blauer Machtkampf um die Hofburg

Die FPÖ wird bei den Bundespräsidentschaftswahlen fix mit einem eigenen Kandidaten antreten. Das hat Montag Abend der Bundesvorstand der Freiheitlichen in Wien offiziell beschlossen.

Die Frage, wer dabei gegen Amtsinhaber Heinz Fischer antreten soll, sorgte für einen heftigen Schlagabtausch zweier Lager innerhalb der Partei:

  • Auf der einen Seite standen die Anhänger von Barbara Rosenkranz – vor allem die FPÖ Niederösterreich und national gesinnte Parteimitglieder gehören zu den Anhängern der umstrittenen FPÖ-Frau.
  • Sie liegen mit der Gruppe um Parteichef Heinz-Christian Strache derzeit im Dauer-Clinch.

Hintergrund: Die Gruppe um Kandidaten-Favoritin Rosenkranz wollte so rasch wie möglich Nägel mit Köpfen machen, um für den Wahlkampf gegen Fischer genug Zeit zu haben (wie ÖSTERREICH berichtete, ließ die FPÖ-NÖ sogar schon erste Plakate mit Österreich-Banner und dem Slogan „Wir sind Heimat“ aufstellen).

Platter: "Flüchtlinge eher von Süden und Osten“
Strache und seine Verbündeten halten allerdings nichts von einer voreiligen Personal-Entscheidung.

"Eigentlich haben wir ja alle Zeit der Welt. Wir sollten doch abwarten, wie sich die ÖVP am Donnerstag entscheidet, und dann selbst sagen, was wir wollen“, sagte Straches Fraktion im Präsidium am Montag in Wien.

Grund für Straches Zögern: Er will mehr Zeit gewinnen, weil er noch immer überlegt, selbst ins Rennen um die Hofburg einzusteigen. Mit einem „Zwischenwahlkampf“ um die Hofburg, so hoffen Straches Gefolgsleute um Generalsekretär Herbert Kickl, könnte die wochenlange Aufmerksamkeit die Chancen für die Wien-Wahl im Herbst erhöhen.

Strache hat sich schließlich durchgesetzt: Denn nach dem Treffen war nur eines fix: Die Kandidaten-Entscheidung fällt bis 5. März.

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