Burgenland fördert auch Tagesmütter

Gratis-Kindergarten

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Burgenland fördert auch Tagesmütter

Im Burgenland tritt mit Beginn des Kindergartenjahres die neue Betreuungsförderung in Kraft. Betroffen sind rund 8.300 Kinder im Alter bis sechs Jahre. Eltern werden, sofern der Kindergartenbesuch nicht ohnehin gratis ist, mit bis zu 45 Euro pro Monat - bei Besuch einer Kinderkrippe sind es bis zu 90 Euro - unterstützt.

Kostenlos
Rund 3.500 Kinder besuchen im Burgenland erstmals einen Kindergarten oder eine Kinderkrippe. Für Fünfjährige (aufgrund der 15a-Vereinbarung) sowie bis zu einer Betreuungszeit von 40 Stunden pro Woche (aufgrund einer Landesförderung) ist der Kindergartenbesuch kostenlos. Lediglich für zusätzliche Kosten spezieller Betreuungsangebote oder längerer Öffnungszeiten müssen Eltern auch künftig aufkommen, so Landeshauptmann Niessl.

Das Land investiere jährlich zusätzlich rund 4,5 Mio. Euro. Pro Kindergartenkind betrage die Ersparnis für Eltern nun jährlich bis zu 500 Euro, beim Besuch von Kinderkrippen bis zu 1.000 Euro. Neu ist neben dem "Gratis-Kindergarten" auch eine Förderung für Tagesmütter, erklärte Landesrätin Dunst. Derzeit betreuen 52 Tagesmütter 120 Kinder.

Förderung für Tagesmütter
Wenn das Angebot nicht eine Rahmenöffnungszeit von 7.00 bis 17.00 Uhr erreicht - beispielsweise, wenn ein Kindergarten schon um 14.00 Uhr zusperrt - können Alleinerziehende bis zu einer Einkommensgrenze von 1.083,60 Euro netto sowie berufstätige Eltern um eine Förderung für eine Tagesmutter ansuchen. Insgesamt wurden dafür rund 70.000 Euro vorgesehen. Das Burgenland wende jährlich für den gesamten Kinderbetreuungsbereich einschließlich Bau- und Personalkosten rund 22 Mio. Euro auf, so Dunst.

Neu ist auch die Förderung für Horte, wo Volks- und Hauptschulkinder gemeinsam betreut werden. Das Land fördere mit 46 Prozent, wenn es mindestens drei lernbezogene Stunden pro Woche gibt, erklärte Resetar. Im Burgenland gibt es ab September voraussichtlich 20 Horte, in denen etwa 500 Schulkinder betreut werden.

Grünen-Kritik
Kritik an der Bezeichnung "Gratis-Kindergarten" übten die Grünen: "Sehr viele burgenländische Eltern werden auch diesen Herbst für den Kindergartenbesuch zur Kasse gebeten werden. Von einem Gratis-Kindergarten kann also keine Rede sein", erklärte Klubobfrau Grete Krojer in einer Aussendung. Krojer sprach sich dafür aus, alle Betreuungs- und Bildungseinrichtungen von der Kinderkrippe über die Erwachsenenbildung bis hin zur Universität kostenlos anzubieten.

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