Demo gegen WKR-Ball verboten

Platzverbot

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Demo gegen WKR-Ball verboten

Die Polizei hat eine von linken Gruppierungen ursprünglich geplante Demonstration gegen den Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) am Freitag untersagt. Wie bereits im Vorjahr wurde auch ein umfangreiches Platzverbot rund um den Veranstaltungsort Hofburg ausgesprochen, so Polizeisprecher Roman Hahslinger gegenüber der APA. Vertreter diverser Initiativen, der Grünen und der KPÖ liefen gegen die Entscheidung der Behörde Sturm. Am Donnerstagnachmittag berieten sie die weitere Vorgangsweise.

"Eskalation"
Der Grüne Justizsprecher Albert Steinhauser bezeichnete die von der Polizei angebotene Alternative einer Kundgebung beim Votivpark als "nicht praktikabel" und befürchtet durch die kurzfristige Untersagung erst recht eine "Eskalation". Im Vorjahr hatte es bei der eigentlich untersagten Demonstration 14 Festnahmen und mehrere Verletzte gegeben. "Die Polizei hat nichts aus den Ereignissen des Vorjahres gelernt", stellte Steinhauser in einer Aussendung fest. Weiters erklärte er: "Der WKR-Ball fungiert als europaweites 'meet & greet' des europäischen Rechtsextremismus, wie die Gästeliste der letzten Jahre beweist."

"Frechheit"
Der Sprecher des Antinationalen Bündnisses Wien, Kai Nenation, hält es ebenfalls für eine "bodenlose Frechheit, dass antifaschistische Demonstrationen verboten werden, während Rechtsextreme und Neonazis in der Hofburg abfeiern - und das am 66. Jahrestag der Befreiung von Auswitz." Er forderte deshalb die Wiener Stadtregierung auf, zu reagieren. Kritik am Verbot übte auch die KPÖ Wien und verwies in einer Aussendung auf das Recht der Versammlungsfreiheit. Rosa Krasnaya, Aktivistin des KSV-LiLi (Kommunistischer Studentinnenverband Linke Liste), erklärte: "Wir lassen uns nicht verarschen. Daher wurde die Anmeldung seitens der Veranstalterinnen auch zurückgezogen." Ob und wo es nun eine Versammlung geben wird, stand am Donnerstagnachmittag noch nicht fest.

Die Freiheitlichen hingegen begrüßen das Verbot des Marsches in die Innenstadt, befürchten aber dennoch "Randale".

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