17. Februar 2012 13:21

U-Ausschuss  

Ex-Mitarbeiter von Hochegger wehren sich

Frühere Angestellte kritisieren "Nebelgranate" ihres Ex-Chefs.

Ex-Mitarbeiter von Hochegger wehren sich
© APA

Rund 30 Millionen Euro soll Peter Hochegger von 2000 bis 2010 allein von der Telekom Austria bekommen haben - einen Teil der Mittel hat der Lobbyist und PR-Berater an Parteien und Politiker weiterverteilt. Dass Hochegger in seinem Versuch, sämtliche Parteien in den Strudel der Telekom-Affäre zu ziehen, neben hochrangigen Ex-Politikern auch zahlreiche einfache Ex-Mitarbeiter seiner Agentur als Mitglieder seines politischen " Netzwerkes " genannte hatte, werten diese jedoch als "Ablenkungsmanöver" und Nebelgranate. Sie üben scharfe Kritik an ihrem früheren Chef.

Schneider und Jenewein empört
Besonders empört, von ihrem ehemaligen Arbeitgeber Hochegger in eine Reihe mit unter Korruptionsverdacht stehenden Ex-Politikern gestellt zu werden, sind Andreas Schneider und Martin Jenewein. Beide starteten ihre Berufslaufbahn als parlamentarische Mitarbeiter der ÖVP, wechselten später zu Hocheggers PR-Agentur und betreiben mittlerweile eine eigene Firma. Er habe bei Hochegger als Junior-Consultant etwa 3.000 Euro brutto im Monat verdient, sagte Jenewein der APA: "Das hat nichts mit einem Minister zu tun, der sein Adressbuch vergoldet."

Ähnlich Jeneweins Partner Schneider, der sich nicht vorstellen kann, von Hochegger wegen seiner politischen Kontakte angestellt worden zu sein: Er selbst und auch die meisten anderen von Hochegger genannten früheren Mitarbeiter seiner Agentur seien "normale Angestellte" mit normalen Gehältern gewesen. "Es ist eine Sauerei, da in einem Atemzug genannt zu werden mit Ex-Politikern, die offenbar horrende Konsulentenverträge gehabt haben." Zumal sie beide nach ihrem Abgang von Hochegger geklagt worden seien, wie Schneider sagt.

"Ablenkungsmanöver"
Jenewein und Schneider nehmen diesbezüglich auch die von Hochegger als rote und grüne Kontakte genannten Ex-Mitarbeiter in Schutz. So sei der nunmehrige SPÖ-Kommunikationschef Oliver Wagner gerade einmal zwei Wochen bei Hochegger gewesen und habe dann bei Ausbruch der Buwog-Affäre - so wie auch er selbst - die Kündigung eingereicht. Auch der von Hochegger als Grüner Kontakt genannte frühere parlamentarische Mitarbeiter Lukas Schrattenthaler sei nur einige Monate bei dessen Agentur gewesen. "Das ist ein Ablenkungsmanöver vom Herrn Hochegger und das hat er grandios geschafft", kritisiert Schneider mit Blick auf das Medienecho nach dem U-Ausschuss: "Das war exzellent gespint."

Reiter wehrt sich
Auch die von Hochegger als Grünen-Kontakt genannte frühere Agenturmitarbeiterin Brigitte Reiter passt wohl kaum in eine Reihe mit Meischberger, Gorbach und Co. Reiter war von 1992 bis 1994 Mitarbeiterin der Grünen Bundespartei und kam nach mehreren anderen Jobs 1999 zu Hochegger. "Da ging es nicht um parteipolitische Hintergründe, sondern um Qualifikation", betonte Reiter gegenüber der APA. Außerdem habe nicht Hochegger sie angeworben, sondern sie habe de facto eine "Blindbewerbung" an dessen Agentur geschickt. "Da wurden in einem Rundumschlag von Peter Hochegger in alle Richtungen Leute genannt, um von den wirklich untersuchungswürdigen Dingen abzulenken", kritisiert Reiter ihren Ex-Chef.

Langthaler "nie auf irgendeiner Payroll"
Besonders hart ins Gericht geht mit Hochegger die 1999 aus der Politik ausgeschiedene frühere Grünen-Abgeordnete Monika Langthaler. "Der schmeißt mit Dreck um sich und hofft, dass bei Grünen oder Ex-Grünen etwas picken bleibt." Und: "Ich stand nie auf irgendeiner Payroll des Herrn Hochegger." Ihre Firma habe zwar mit der Telekom zusammengearbeitet, aber "die Rechnungen gingen an die Telekom". Einzig ihre Firma "Filmhof GmbH" habe im Zuge eines längeren Kooperation mit der Telekom einmal eine Rechnung an die Hochegger-Firma Valora gelegt - und zwar 2008. Im darauffolgenden Jahr sei die Rechnung für den Sponsoring-Vertrag dann wieder an die Telekom gegangen. Hochegger wolle mit seinem angeblichen Netzwerk nur verdecken, "wer die wirklichen Gauner waren".

Alle Bilder: Hochegger sagt im U-Ausschuss aus
http://images01.oe24.at/hochegger1.jpg/storySlideshow/56.467.907
Gewaltiges Medieninteresse beim Auftritt von Peter Hochegger
http://images01.oe24.at/hochegger4.jpg/storySlideshow/56.467.904
Gewaltiges Medieninteresse beim Auftritt von Peter Hochegger
http://images05.oe24.at/hochegger3.jpg/storySlideshow/56.467.913
Gewaltiges Medieninteresse beim Auftritt von Peter Hochegger
http://images01.oe24.at/hochegger2.jpg/storySlideshow/56.467.910
Gewaltiges Medieninteresse beim Auftritt von Peter Hochegger
http://images05.oe24.at/hochegger5.jpg/storySlideshow/56.468.113
Gewaltiges Medieninteresse beim Auftritt von Peter Hochegger
http://images05.oe24.at/h2.jpg/storySlideshow/56.470.866
Gewaltiges Medieninteresse beim Auftritt von Peter Hochegger
http://images01.oe24.at/h1.jpg/storySlideshow/56.470.863
Gewaltiges Medieninteresse beim Auftritt von Peter Hochegger
http://images05.oe24.at/h3.jpg/storySlideshow/56.470.860
Gewaltiges Medieninteresse beim Auftritt von Peter Hochegger
http://images05.oe24.at/h4.jpg/storySlideshow/56.472.240
Gewaltiges Medieninteresse beim Auftritt von Peter Hochegger
http://images02.oe24.at/h5.jpg/storySlideshow/56.472.237
Gewaltiges Medieninteresse beim Auftritt von Peter Hochegger

 


Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |
18 Postings
rubikon meint am 19.02.2012 11:19:53 ANTWORTEN >
Liegt ein Akt Hochegger bei der Staatsanwaltschaft ?
Tunichtgut meint am 19.02.2012 08:29:53 ANTWORTEN >
Zitat-

Demnach habe die Valora AG von 2003 bis 2008 insgesamt 13,19 Mio. Euro kassiert, 10,86 Mio. davon seien von der Telekom-Gruppe gekommen.
Demgegenüber stünden im gleichen Zeitraum Ausgänge in der Höhe von 9,81 Mio. Euro -

Also neidig war/ist der Peter H. nun wirklich nicht, das muss man ihm fairerweise schon zugestehen!
Der hatte immer ein paar Milliönchen für seine blau orantschenen Kumpels/Kumpelinen übrig!
Und dann ging´s ja noch so freundschaftlich ab, dass unsere ehemalige
FPÖ-Justizministerin doch glatt glaubte ,(oder fast glauben musste) , die Kohle hätte sie auf Grund ihrer blauen Augen bekommen!

Also liebe Effengemeinschaft , bei so einer Bagage und Nimmersatts in der „ Einfach-Ehrlich-Gemeinschaft“ ,braucht sich keiner mehr wundern dass der Bumsti in allen Umfragen dem FREIEN Fall ausgesetzt ist!

Wie sang schon einst der W.A.
aber mei Bua, er fallt,
er fallt, aber mei Bua,
der fallt, der fallt.
Didida meint am 18.02.2012 21:18:59 ANTWORTEN >
mitgehangen - mitgefangen. Ich denke die mitarbeiter haben sicher alles gewußt. Es gilt die Unschuldvermutung.
jtajta meint am 18.02.2012 18:06:35 ANTWORTEN >
Das AMS hat sie vermittelt und jetzt das. Das ist ja unglaublich ... :))
oder war es doch nicht das AMS, das die vermittelt hat ...

Als gelernter Österreicher glaube ich dem Peter Hochegger, der doch einmal die Wahrheit rausgelassen hat.
Didida meint am 18.02.2012 17:35:18 ANTWORTEN >
Der Grund in U-Haft zu nehmen, na ja schon. Die müßten ja zuerst ein neues Gefängnis vorher bauen. Die haben ja alle keinen Platz mehr. Sind ja schon vile zu viele. Noch gilt die Unschuldsvermutung.
rubikon meint am 18.02.2012 14:25:48 ANTWORTEN >
Dass sich Ex-Mitarbeiter von Hochegger gegen seine Schaumschlägerei wehren, ist verständlich.
Hochegger ist kein unbeschriebenes Blatt. Er selbst sagt, strafrechtlich hat er sich nichts zu schulden kommen lassen, aber moralisch ist das Ganze ein Problem.
idefixnomoi meint am 18.02.2012 09:38:26 ANTWORTEN >
hahaha
all das ist N I C H T strafbar
hahaha
all das ist vielleicht moralisch unterm hund aber keiner bekommt deswegen muffensausen
hahaha
sagt er nix der hochegger wollen die pharisäer ihn lynchen
sagt er was dann patzt er an
hahahaha wiiiiiieeee dämlich seids ihr alle ??????????
gütiger gott lass hirn regnen, auf alle die nix kapieren und denken sie tun es
hahahaha
Auf was wartet man bei der Justiz denn dann??? meint am 18.02.2012 09:16:27 ANTWORTEN >
Wenn die Namen oder einige der Namen nicht der Tatsache entsprächen auf was wird dann bei der Justiz noch gewartet? Ist doch im Prinzip eine neue Straftat nämlich die der Verleumdung sollte es die noch geben!?
Wäre doch ein guter Grund diesen FEINEN HERREN in U-Haft zu nehmen und dann in aller Ruhe alles aufzuklären. Somit gebe es eventuell keine Fluchtgefahr sollte es eng werden. Man hätte keine Möglichkeit mehr irgendetwas auf die Seite zu schaffen. Oder ist das bei Lobbyisten egal? Es gilt natürlich für alles die Unschuldsvermutung!
halligalli meint am 18.02.2012 09:02:53 ANTWORTEN >
Hochegger wirft Nebelgranaten um jene zu schützen die ihm ein gutes Leben ermöglichten.
Er ist jener der Pölitiker mit Geldern der Steuerzahler bestach, er ist die Hauptfigur.
Politiker sind offensichtlich sehr einfältig gestrickt und lassen sich von Geldscheinen leicht blenden. Wenig im Kopf nimmt gerne Geld, dann glaubt er,er ist wer.
@Tunichtgut meint am 18.02.2012 06:47:35 ANTWORTEN >
Stimmt. Danke. Exzellentes Posting

Eine typische Effler-Gangart, um alle anzupatzen und alles zuzunebeln.
rubikon meint am 18.02.2012 04:03:44 ANTWORTEN >
Ein moralisch tief gesunkener Lobbyst.
Tunichtgut meint am 17.02.2012 21:32:58 ANTWORTEN >
Hocheggers derzeitige Vorgangsweise erinnert stark an die Effengangart-
Alles rundherum anpatzen, keine Beweise in Sicht,nur um von der eigenen Schei.e
abzulenken!
Durchsichtiger geht´s nicht mehr
Aber geh doch meint am 19.02.2012 09:54:24
Großer Irrtum, meint am 18.02.2012 09:38:55

lass ihn, typische Anzeichen des Säufer Wahns!
Waldschratt meint am 18.02.2012 11:42:38
bleib bei deinen Bäumen, von Politik hast du Null Ahnung! Wenn du dich aber weiterhin lächerlich machen willst, und dein armseliges Wissen hier verbreiten möchtest - dann leg doch bitte noch eins drauf.
idefixnomoi meint am 18.02.2012 09:41:01
schluchz und pjärr
der böse hochegger patzt wem an
nein nein nein das darf nicht sein
heulen wir alle los denn das ist sooooo unfair das der das sagt
ihr habts einen festen depscher und jeder blaue kann vom euch lernen was raunzen is
wehleidiges zniachterl dreh den pc ab wenn du mit der realität nicht klar kommst
Großer Irrtum, meint am 18.02.2012 09:38:55
wenn du glaubst du hast hier wieder die Oberhand!
franzjosefs meint am 17.02.2012 18:16:18 ANTWORTEN >
Ein absolut skrupelloser PR-Profi wird im Untersuchungsausschuss von Amateuren beffragt, deren primäres Interesse darin besteht, die eigene Partei so sauber wie nur irgendwie möglich zu halten. Was soll dieses Kasperltheater?
http://gedaunknsplitta.blog.de
idefixnomoi meint am 18.02.2012 09:43:54
sie beffragen ihn
jo do schau her;-)))
du trollgesplitterter von dir kann man noch was lernen
und erst von deiner seite
woooooooow die ist super, da splittet sich eh alles was für die normale gesunde gesellschaft abträglich ist
danke für die seite, man braucht solche häfen für die strammen matrosen
Seiten: 1
Facebook Kommentare
Top Gelesen Politik
WETTER.AT aktuell mehr Wetter >
Newsticker Alle News >
Webtipps
NEWS AUS MEINEM BUNDESLAND
  • W
  • N
  • B
  • O
  • S
  • St
  • K
  • T
  • V