26. Juni 2010 15:13
Die FPÖ schießt sich weiter auf die ORF-Reportagereihe "Am Schauplatz
" ein. Am Samstag ortete Generalsekretär Harald Vilimsky in einer Sendung
über ein geplantes Islamzentrum
in Floridsdorf "einen weiteren Beleg für die fehlende Objektivität" des
beteiligten Redakteurs Eduard Moschitz. Diesem unterstellt die FPÖ ja nach
einer Reportage über zwei jugendliche Glatzköpfe, die auch eine
FPÖ-Kundgebung besucht hatten, eine unzulässige Inszenierung. Außerdem wurde
Moschitz wegen angeblicher Wiederbetätigung angezeigt. Der ORF wies die
Kritik zurück.
"Die Angstmacher"
In der Sendung "Die Angstmacher", die
am Freitagabend ausgestrahlt wurde, porträtiert Moschitz gemeinsam mit Julia
Kovarik den Nachbarschaftskonflikt um ein geplantes Islamzentrum in
Floridsdorf, gegen das die "Bürgerinitiative Rappgasse" mobil macht und
damit auch Teil des Wiener Vor-Wahlkampfs wird. Unter anderem ist FPÖ-Chef
Heinz-Christian Strache zu sehen, der bei einer Kundgebung eine Rede hält.
Im Publikum tummeln sich auch zahlreiche offenkundig der rechten Szene
zuzuordnende Glatzköpfe, die dem Parteichef applaudieren. Einen jungen Mann
sieht man dabei, wie er den gestreckten rechten Arm mit einem Mobiltelefon
in der Hand hochhält.
FPÖ sieht Manipulation
Vilimsky unterstellt dem ORF-Team nun
erneut Manipulation. "Wie durch ein Wunder waren während der Rede von
FPÖ-Obmann HC Strache wieder einige Skinheads prominent im Bild. Und wie
durch ein Wunder haben sie sich genau so verhalten, dass es gut ins
Schauplatz-Drehbuch gepasst hat", meinte er in der Aussendung.
Strache hatte zuletzt dem "Am Schauplatz"-Redakteur Moschitz Manipulation
unterstellt, als dieser für eine Reportage über den rechten Rand zwei
Skinheads zu einer FPÖ-Veranstaltung in Wiener Neustadt begleitete, wo sie
vor der Kamera auch auf den FPÖ-Chef trafen. Strache behauptete weiter,
neonazistische Parolen gehört zu haben, zu denen Moschitz die Jugendlichen
aufgefordert habe. Dies war vom ORF wiederholt dementiert worden, wobei der
öffentlich-rechtliche Rundfunk zur Untermauerung das Rohmaterial der
strittigen Begegnung veröffentlichte, auf der keinerlei verbotene Parolen zu
hören sind.
Im ORF wies man am Samstag die neuerliche Attacke auf die "Am
Schauplatz"-Redaktion zurück. Kommunikationschef Pius Strobl verwies darauf,
dass Informationsdirektor Elmar Oberhauser den Beitrag geprüft und für gut
befunden habe. "Insofern ist davon auszugehen, dass das in Ordnung ist."
wie geistig arm ist diese bedauernswerte kreatur