Faymann fordert Ablöse von ÖIAG-Chef Michaelis

Personelle Änderung

© APA/Herbert Neubauer

Faymann fordert Ablöse von ÖIAG-Chef Michaelis

In überraschender Klarheit fordert Bundeskanzler Werner Faymann in einem Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntags-Ausgabe) die Ablöse des derzeitigen ÖIAG-Chefs Peter Michaelis. "Meine persönliche, private Meinung ist, dass jemand, der bei Post und Telekom nicht in der Lage war, ein Zukunftskonzept zu erarbeiten, und der beim AUA-Debakel so lange zugeschaut hat, in Zeiten wie diesen für die ÖIAG-Zukunft nicht der Richtige ist."

Zur konkreten Frage nach einer bevorstehenden Ablöse von Michaelis sagt Faymann: "Das ist die Entscheidung des Finanzministers - aber ich würde mir eine neue Person an der ÖIAG-Spitze wünschen."

Personelle Änderungen beim ORF
Auch beim ORF deutet Faymann im ÖSTERREICH-Interview erstmals personelle Änderungen an der Spitze an. Auf die Frage, ob er einen Personenwechsel an der ORF-Spitze ausschließen kann, antwortet Faymann: "Ganz sicher nicht! Mein oberstes Ziel ist nicht das Festhalten an Personen sondern ein gesicherter ORF. Der ORF muss bis 2. April ein unumstrittenes Zukunftskonzept haben - wenn nicht, kommt es zu Veränderungen."

Im Interview mit ÖSTERREICH betont Faymann: "Ich sehe ganz klar, dass unser Konjunkturpaket zu greifen beginnt." Faymann morgen in ÖSTERREICH: "Wenn die wirtschaftliche Entwicklung nicht dramatisch schlechter wird, ist das Ärgste überstanden!"

Spar-Budget
Bei einem EU-Gipfel am 1. März will sich Faymann laut seinem Interview in ÖSTERREICH, dafür einsetzen, "dass man gefährdeten EU-Mitgliedsstaaten mit Kredithilfen und Garantien so hilft wie das bei Ungarn geschehen ist."

Faymann kündigt im Interview mit ÖSTERREICH ein Spar-Budget an. Faymann wörtlich: "Es wird jedes Ressort bis auf die Sicherheit, wo wir 1.000 Polizisten mehr versprochen haben, deutlich sparen müssen." Wichtigstes Ziel sei nun eine Ausbildungs-Garantie für jeden Jugendlichen und eine Neuauflage der Gesundheitsreform. Faymann: "Es geht um deutliche Einsparungen bei den Medikamenten - aber diesmal gemeinsam mit den Ärzten."

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