Faymann will

Keine Konsequenzen

© APA

Faymann will "nichts" ändern

SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann denkt auch nach dem historischen Wahldebakel der SPÖ in Oberösterreich nicht an eine Kurskorrektur bei den Sozialdemokraten: "Zu ändern ist nichts", erklärte der SPÖ-Chef am Montagnachmittag. Personelle Konsequenzen wird es zumindest unmittelbar nicht geben: "Ich suche keinen Sündenbock. Aktuell haben wir keine Änderung vor."

Regionales Ereignis
Faymann verwies darauf, dass es sich bei der Landtagswahl um ein regionales Ereignis gehandelt habe. Der letzte Urnengang, bei dem er an der Spitze gestanden sei, sei die Nationalratswahl gewesen, und dort sei er vor einem Jahr als erster durchs Ziel gekommen: "Es gibt keine Landtagswahl, wo sie hören, das war eine Nationalratswahl."

Weiterhin nett zur ÖVP
Einen größeren Kurswechsel plant Faymann offenbar nicht, auch wenn beispielsweise bei der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Kriminalität oder in Sachen Bildungsreform noch viel zu tun sei. In diesen Fragen werde er auch Kanten zeigen. Eine härtere Gangart gegenüber dem Koalitionspartner im Allgemeinen plant der SPÖ-Chef sichtlich nicht: "Ich bin der allerletzte, der den Streit sucht."

Vizekanzler Josef Pröll hörte diese Worte sichtlich mit Wohlwollen. Wie davor Faymann verwies auch der ÖVP-Chef darauf, dass die nächste Nationalratswahl erst 2013 anstehe. Man dürfe sich wegen einer Landtagswahl in der Arbeit im Bund nicht beeinflussen lassen.

Unterdessen werden die Stimmen aus den Bundesländern immer lauter, die nach einem "Kurswechsel" oder einer "Runderneuerung" rufen. Immer mehr Landesrote sind mit dem Auftreten der Bundespartei nicht zufrieden. Mehr dazu hier.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Live auf oe24.TV 1 / 7

Top Gelesen 1 / 10

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen