21. November 2009 17:29
Kommenden Donnerstag ist der „Musensaal“ der Wiener Albertina für einen
besonderen Anlass reserviert: Die Wiener Journalistin Elisabeth Horvath
präsentiert ihr Buch „Heinz Fischer. Die Biografie.“
Heinz Fischer hat zu diesem Anlass nicht nur sein Kommen und eine Rede
zugesagt – er wird den „Musensaal“ der Albertina auch für seine seit Wochen
mit Spannung erwartete Entscheidung nutzen.
Heinz Fischer wird Donnerstag Punkt 18 Uhr – bestätigen sowohl Insider aus
seiner engsten Umgebung als auch aus ÖVP und SPÖ – offiziell bekannt geben,
dass er als Bundespräsident für eine zweite Amtszeit kandidieren wird.
Vor einem hochkarätigen Publikum – auf Fischers Wunsch wurden keine aktiven
Politiker, jedoch zahlreiche Prominente eingeladen – wird Heinz Fischer
zunächst entsprechend der Biografie ein kurzes Resümee seiner bisherigen
politischen Laufbahn ziehen und dann seine Bereitschaft zur Kandidatur und
seine Bitte um eine Wiederwahl erstmals öffentlich aussprechen.
Super-Coup: Hugo Portisch leitet das Personenkomitee
Im Publikum
wird bereits ein Teil jener hochkarätigen Prominenten sitzen, die sich –
nach derzeitigem Plan – tags darauf, am Freitag, als „Personenkomitee für
die Wiederwahl Heinz Fischers“ outen werden.
Dabei ist Fischer offenbar eine kleine Medien-Sensation gelungen – denn
geleitet wird Fischers Personenkomitee vom wahrscheinlich populärsten
Österreicher: Hugo Portisch.
Portisch versammelt im Komitee alles, was Rang und Namen hat – von Udo
Jürgens bis Franz Fischler.
ÖVP verzichtet auf eigenen Kandidaten – FPÖ wackelt
Am
Tag nach Fischers Offensive – am Freitag – trifft sich bereits der
ÖVP-Parteivorstand.
Die Würfel sind in den letzten Tagen gefallen: Die ÖVP wird keinen eigenen
Kandidaten gegen Fischer ins Rennen schicken. Freitag wird darüber
gestritten, ob diese Entscheidung sofort bekannt gegeben wird (wie es Leitl,
Platter, Pühringer & Co. wollen) oder ob die ÖVP offiziell ihre Entscheidung
erst im Februar 2010 trifft, wie es Parteichef Pröll will.
Pröll will die FPÖ-Entscheidung abwarten. Doch auch Strache überlegt einen
Kandidaten-Verzicht. Fischer – so scheint’s – könnte ganz alleine
kandidieren…