Glawischnig will mehr als 80 Prozent

Wiederwahl

© TZ Oesterreich Kernmayer Johanne

Glawischnig will mehr als 80 Prozent

Am Wochenende wird es Ernst für Glawischnig. In Graz stellt sie sich ihrer Wiederwahl. 97 Prozent wie zuletzt werden es nicht, gibt sie zu. Im Interview zeigt sie sich überzeigt, dass das Grün-Chaos in Wien keine Rolle spielen werde, sie hofft auf mindestens 80 %. Die Grünen werden in Graz – der Kongress startet am Samstag – neue Thesen aufstellen. Die wichtigste: Zwecks Klimaschutz soll alle Waren einen „CO2-Fußabdruck“ bekommen, der soll zeigen, wie viel CO2 für die Produktion des Produktes verbraucht wurde.

ÖSTERREICH: Bei Ihrer 1. Wahl im Jänner 2009 hatten Sie 97,4 Prozent. Und diesmal?
Eva Glawischnig:
Mir ist völlig klar, dass das damals ein Geschenk war, das man nur einmal bekommt. Ich möchte mir bewusst keine Latte legen.

ÖSTERREICH: Trotzdem: Was ist für Sie ein Erfolg, was ein Misserfolg?
Glawischnig
: Alexander Van der Bellen hatte stets zwischen 80 und 90 %. In diesem Bereich möchte ich mich auch bewegen.

ÖSTERREICH: Nach der Spaltung in den Wiener Bezirken: Müssen Grüne die Basisdemokratie überdenken?
Glawischnig:
Nein, weil demokratische Mechanismen, wie wir sie leben, ja auch Vorteile haben und zum Selbstverständnis gehören. Aber klar: Wir müssen lernen, damit umzugehen, wenn Mandatsinhaber keinen Sitz mehr bekommen – wir haben ja keine Versorgungsposten zu vergeben. Das wird beim Bundeskongress 2011 beraten, bei dem wir eine Organisationsreform beschließen werden.

ÖSTERREICH: Und Sie werfen sich jetzt voll auf Umweltthemen, wie den CO2-Abdruck?
Glawischnig:
Genau. Es interessiert die Konsumenten einfach, wie viel sie beim Kauf von Kartoffeln oder von Erdbeeren für den Klimaschutz beitragen können. Die Idee einer Kennzeichnung kommt ja aus der Wirtschaft selbst.

ÖSTERREICH: Das ist machbar? Wenn Billa etwa drei Tonnen Kartoffeln bestellt – wie rechnet man die CO2-Belastung aus?
Glawischnig:
Auf EU-Ebene wird ja schon an einheitlichen Berechnungs-Standards gearbeitet. Wir glauben, es ist schon ab 2011 möglich.

ÖSTERREICH: Zurück zu den Landtagswahlen. Wo liegt da Ihre Latte?
Glawischnig:
Der Streit in zwei Wiener Bezirken interessiert jenseits des Semmrings genau niemanden. Deshalb rechne ich in der Steiermark für Werner Kogler mit einem schönen Plus. Und in Wien hat es beim Start geholpert, das gebe ich zu. Jetzt erst recht müssen wir um die Stimmen der Wienerinnen und Wiener laufen.

Autor: (gü)
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