09. September 2010 20:55

Deftige Rede 

HC Strache macht "Wahlkampf brutal"

Bei der Kundgebung in Wien schenkte der FPÖ-Chef kräftig aus.

HC Strache macht "Wahlkampf brutal"
© APA/HERBERT P. OCZERET

Bei einer FPÖ-Kundgebung am Viktor-Adler-Markt im Wiener Arbeiterbezirk Favoriten hat sich Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache weiter auf die regierenden Sozialdemokraten und deren Chef Bürgermeister Michael Häupl eingeschossen. In seiner knapp zweistündigen Rede kritisierte er am Donnerstagabend vor allem die Zuwanderungspolitik der Roten. "Diese Stadt ist ein Asylmissbrauchsparadies", erklärte der Freiheitliche unter dem Gejohle von etwa 2.000 Zuhörern.

Erneut stieg Strache in den symbolischen Boxring, der schon beim Wahlkampfauftakt in der Lugner-City vorige Woche zum Einsatz kam. Das von ihm propagierte "Duell um Wien" verglich Strache mit einem Boxkampf und zeigte sich überzeugt: "Am 10. Oktober werden wir die Runde für uns entscheiden."

Wien hätte weitaus mehr Asylwerber als in der Grundversorgung vorgesehen, so Strache - darunter auch zahlreiche "Asylmissbraucher", die schon vor langem hätten abgeschoben werden müssen. Diese würden aber weiterhin auf Steuerkosten in Wien leben. "Das zeigt auch: Nicht eine Zogaj-Familie, sondern tausende Missbrauchsfälle gibt's da", so der Spitzenkandidat.

Ebenfalls verbessert gehöre die Sicherheit in Wien. Deshalb forderte Strache neben mehr Polizei eine Sicherheitswache, die unter anderem präventiv in Parkanlagen unterwegs sein und mit Geschäftsleuten sprechen solle.

Heftig kritisierte er, dass die SPÖ den sozialen Wohnbau in "Zuwandererheime" umgebaut habe. "Willst du eine Wohnung haben, musst du ein Kopftuch tragen", sei laut Strache das Motto der Regierungspartei. Vehement wies er dabei den Vorwurf Häupls zurück, dass die FPÖ die Gemeindewohnungen verkaufen und damit die Parteikassen füllen wolle: "Das ist gelogen", so der Freiheitliche.

Missstände ortete er auch am Arbeitsmarkt: "Wir erleben eine Rekordarbeitslosigkeit und brauchen weitere 100.000 Zuwanderer als Facharbeitskräfte? Das ist unverantwortlich", ärgerte er sich. Ebenso plädierte er dafür, die EU-Übergangfristen für osteuropäische Länder, die Anfang Mai fallen sollen, zu verlängern. "Wir müssen in der Europäischen Union auf den Tisch hauen", so der Parteichef.

Vor allem gegen Häupl schoss er in seiner Rede scharf: "Wenn Häupl heute von politischer Breite spricht, kann er nur sein Körpergewicht meinen. Politisch hat er ja nicht einmal mehr einen Tunnelblick, sondern Scheuklappen über beide Augen gestülpt." Strache ließ aber auch die übrige politische Konkurrenz nicht unverschont. "Wenn Frau Marek in Wien das Rathaus aufsuchen will, braucht sie einen Stadtplan, um es zu finden", spottete er. Neben den "glücklosen Wahlplakaten", habe die ÖVP auch Autos mit der Aufschrift "Schwarz ist geil": "Das erinnert mich eher an eine Werbung für einen Sexclub", so der Freiheitliche.

Die Grünen seien gerade in einem "Selbstzerstörungsprozess". Das sei schon so schlimm, dass Bundesparteichefin Eva Glawischnig und die Wiener Grünen Chefin Maria Vassilakou überlegen würden, "den grünen Funktionären elektronische Fußfesseln anzulegen". Sowieso sei ihm "ein Haus im Grünen lieber als ein Grüner im Wohnhaus".

Als Einpeitscher vor der Strache-Rede fungierte Generalsekretär Harald Vilimsky: "Es sind 31 Tage bis zur Wiener Wahl und 31 Tage, bis wir Häupl den Marsch blasen werden", heizte er unter dem zustimmenden Jubel der Masse ein. Da reiche aber nicht der kleine Wind der ÖVP, da gehöre eine "Turbo-Windmaschine" - nämlich Strache - her, die "diese Appartschiks aus dem Rathaus hinaus bläst", so Vilimsky.

Für Festzeltstimmung sorgte vor Beginn der Rede die "John Otti Band" mit bekannten Chart- und Schlagerhits. Die Zuhörer riefen bereits lange, bevor Strache auf der Bühne stand, nach ihm. Zum Jubel der Fans gesellten sich allerdings auch die Parolen von etwa 200 Anti-Strache-Aktivisten - eine "linke Krawallhorde", wie Vilimsky sie titulierte. Via Megafonen skandierten sie etwa "Nieder, nieder mit der FPÖ" während der Rede des freiheitlichen Spitzenkandidaten und warfen Tomaten und Bierdosen. Zu gröberen Zwischenfällen ist es laut Polizei aber nicht gekommen.


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11 Postings
TWITTER meint am 11.09.2010 08:00:29 ANTWORTEN >
So wie Strache Wahlkampf führt, ist anzunehmen, dass er im Stadtparlament keine Verantwortung übernehmen will.
Er will nur so viel Stimmen, dass die Parteikassa gut gefüllt ist und er im Hintergrund weiter polemisieren kann, ohne Verantwortung übernehmen zu müssen.
ziego001 meint am 10.09.2010 22:10:21 ANTWORTEN >
die tunt schreibt der wähler sucht vergebens um inhalte !
na das ist beim bladen michel anders der ist immer voll
und die tunte zeigt wie bei jedem abgegeben posting das sie einegeistige 00 ist
branwhen meint am 10.09.2010 15:08:32 ANTWORTEN >
Na ja, es gibt anscheinend LEIDER noch immer einige Dummies, welche lieber ein "Weinfassl" oder ein "Sackerl fürs Gackerl" wählen.

Um deren "Geisteszustand" sollte man sich aber keine Sorgen machen, denn Gehirn ist da sicherlich nicht vorhanden!
Tunichtgut meint am 10.09.2010 09:32:28 ANTWORTEN >
hallo karpf-
" Inhalte sucht der Wähler vergebens"

was könnte der blaun wähler mit inhalte anfangen?
würde ihn höchstens abschrecken!
karpfen meint am 10.09.2010 12:05:51
Servus, alter Freund.
Was der Tiefflieger in zwei Stunden faselt, bringt man locker in einem Satz unter.
karpfen meint am 10.09.2010 08:59:23 ANTWORTEN >
Bei der *Schlacht um Wien* ist den Parteien kein Schwachsinn zu schade, Inhalte sucht der Wähler vergebens, von der ewigen FP-Leier, Ausländer sind das Unheil dieser Welt, einmal abgesehen.
ÖVP: frischer Wind (was soll das sein?); Schwarz ist geil - ja, sowieso, vor allem Marek, Schottermizzi und Rauch-Kallat.
FPÖ: Kondomverteilung, Aufdruck: hart, aber herzlich, um Längen voraus..
Bei so viel Gspritzte braucht der Häupl ein Glaserl, kein Wunder!
ichglaubsnicht meint am 10.09.2010 12:26:54
karpfen meint am 10.09.2010 08:59:23

genau so isses!;-)
Tunichtgut meint am 10.09.2010 08:25:34 ANTWORTEN >
wenn man hc´s kranke ansagen verfolgt,sieht man welch
enormes gewaltpotential in ihm steckt-da dreht sich alles nur um kampf ,hass und gewalt;-(((
Tunichtgut meint am 10.09.2010 18:28:06
stimmt,gut gebrüllt löwe!
ichglaubsnicht meint am 10.09.2010 12:40:28
sie hat also mal wieder gebrüllt, die stimme der hoffnung für die "hoffnungslosen" bzw. das sprachrohr der "sprachlosen"!

wäre ich ein stracherl-wähler, wäre ich ziemlich angefressen, mit solchen attributen bedacht zu werden, seinen fans scheint allerdings diese zwangsverordnete diagnose nicht im geringsten zu stören, ganz im gegenteil. ist doch praktisch, wenn alle anderen schuld am eigenen elend(?) sind, bedeutet das doch den weg des geringsten widerstandes für jeden einzelnen.

nur das sich DAMIT nicht das geringste ändert bzw. der strache der letzte sein wird, der daran etwas ändern MÖCHTE und WIRD, dass schnallen sie einfach nicht, die sprachlosen hoffnungslosen. ein wahres trauerspiel!
meinsenfdazu meint am 10.09.2010 07:22:10 ANTWORTEN >
Strache, die Turbo-Windmaschine - wusste nicht, dass der HC an Blähungen leidet. Oder sind damit seine geistigen Ergüsse gemeint, als geistige Blähungen?
Interessant wäre, ob im Publikum wieder viele mit Hitlergruß gesehen wurden, so wie bei seiner Rede 2009 anlässlich der EU-Wahl auch am Viktor-Adler-Markt. Dann hätte er ja die richtigen Zuhörer gehabt - dumpf in der Birne, kritiklos ihrem Führer folgend und nicht mehr als 3-Wort-Sätze kapierend (siehe die Strache-Wahlplakate).
Und in seinen Inseraten verspricht er das Blaue vom Himmel. Er wird ja nie in die Lage kommen, seine Wahlversprechen einhalten zu müssen. Und das ist fast schon wieder schade.
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