15. Juli 2011 21:31
Damit hatte selbst die sonst so stressresistente Star-Sopranistin Ildiko Raimondi nicht gerechnet: Als sie gestern kurz nach 13 Uhr ins Tonstudio „4Tune“-Audio-Productions in der Straußengasse in Wien-Margareten kam, erwarteten sie zwei Dutzend Kamerateams, Reporter: „Unglaublich, welch‘ positiven Sturm die Hymnendiskussion auslösen kann“, lächelte sie freundlich überrascht: „Ich bin stolz, dass ich die neuen Varianten singen darf. Eine besondere Ehre für mich“.
Die Sopranistin ist seit Jahren eng mit Ex-Frauenministerin Maria-Rauch-Kallat befreundet, der Initiatorin der Hymnendiskussion: „Klar, es gibt dringlichere Probleme in unserem Land, als die Hymenänderung“, sagt Maria Rauch-Kallat zu ÖSTERREICH: „aber Sprache prägt wie kein anderes Medium Bewusstsein - deshalb diese einfache aber geschlechtergerechte Änderung der der Hymne. Schließlich haben nicht nur die großen Söhne unseres Landes sondern auch die Töchter große Leistungen erbracht“.
Energischer Zusatz: „Außerdem kostet die Änderung kaum Zeit, geringen Aufwand und noch weniger Geld“.
Töchter, Söhne-Variante ist der Top-Favorit
Vier Varianten sang die Diva bei schweißtreibenden Studiotemperaturen um die 35 Grad. Begleitet wurde sie von Pianist Eduard Kutrowatz Jede Passage wurde Dutzende Male wiederholt, schließlich war Tonchef Martin Klebahn aber rundum zufrieden: „Mein Top-Favorit ist die Töchter, Söhne Variante“, nannte Raimondi ihre Präferenzen: „Der Beistrich stört nicht, das läßt sich wunderbar singen“. Diese Variante hat auch Maria Rauch-Kallat dem Parlament vorgeschlagen: „Das wäre die kleinste Änderung“, meint sie. trozdem wird sie alle vier eingesungenen Versionen den Abgeordneten vorspielen, bevor im September über die Änderungen abgestimmt werden wird: „Ich denke schon, dass wir für die Änderung eine Mehrheit bekommen werden - die Zeit dafür ist jedenfalls reif“, meint sie.
Auch jene Hymnen-Variante, die Ex-Songcontest-Teilnehmer Eric Papilaya („die Hymne ist eine große Herausforderung“) im Duett mit einer Sängerin aufnehmen wird, will Rauch-Kallat sich anhören: „Solange die Melodie nicht verändert wird“, sagt sie, „ist es begrüßenswert“.
Abstimmen: Für welche Variante sind Sie?

Neue Hymne im Test
Welche Variante der Töchter-Hymne klingt am besten? ÖSTERREICH hat bei den Tests zugehört.
Sopranistin Ildiko Raimondi legte sich drei Stunden ins Zeug. Dutzende Male sang sie alle vier Varianten der neuen Hymne, am Ende stand ihr Favorit fest: „Mir gefällt die Töchter Söhne-Variante am besten“.
Variante 1: „Heimat großer Töchter und Söhne“
ÖSTERREICH-Fazit: Obwohl Ildiko Raimondi Melodie und Text perfekt umsetzte, zog sich das „uuunnnd“ zwischen Töchter und Söhne wie ein Strudelteig.
Variante 2: „Heimat großer Töchter, Söhne“
ÖSTERREICH-Fazit: Die Favorit-Variante von Rauch-Kallat. Klingt am besten. Bei schnellem Hinhören kaum ein Unterschied zu hören. Das ist unser Test-Favorit.
Variante 3: „Heimat großer Töchter, großer Söhne“
ÖSTERREICH-Fazit: Klingt rhythmisch, fließt ganz gut. Klingt aber ungewohnt.
Variante 4: „Land der Berge, Land am Strome, Land der Äcker, Hämmer, Dome/Arbeitsam und liederreich./Großer Väter freie Söhne/Volk, begnadet für das Schöne,/Vielgerühmtes Österreich.“
ÖSTERREICH-Fazit: Das ist der Ursprungstext, den Paula von Preradović, Verfasserin der Hymne, im Dezember 1946 eingereicht hat. Die derzeitige Fassung gilt seit 1947. Töchter kommen nicht vor. Deshalb: Nicht verwendbar.
ist schon etwas lächerlich!
Die Zeiten ändern sich,warum nicht auch die Hymne-wenns geändert wird,dann interessierts
in 3 Wochen niemanden mehr-so Patrioten sind die Österreicher nicht,dass sie "ihre" Hymne
täglich singen-es wird wahrscheinlich gar nicht allzu viele geben,die die komplette Hymne
auswendig kennen (i ned)-Erinnert etwas an den Wechsel der heiligen schwarz-weißen
Fahrzeugkennzeichen-da waren dank Krone anfangs auch über 80% dagegen-
heute wären die alten Kennzeichen nicht mehr denkbar..............
p.s.Dass die Rauch-Kallat noch nie etwas positives für unser Land bewirkt hat,ist/war
btw. auch bekannt-Frau Graf-Ali-scheut keine Kosten,solange es nicht an die eigene Tasche geht!
ich würde sofort gebrauch - vom "urheberrecht" machen...
Diese Parteiweiber sollen in erster Linie etwas zur Eindämmung der Inflation fordern, denn alleinerziehenden Frauen und Mindestpensionisten ist es sicher egal ob auch die Frau in der Hymne besungen wird, wenn sie sich das Leben nicht mehr leisten können.
Da kann man nur noch sagen : "Vielgeprüftes Österreich"!!! Und weg mit diesem Gesindel aus
dem Parlament und die männlichen Politidioten gleich dazu!!!
Wenn wir so weiter machen, werden wir bald dem Bundesadler eine Bundesadlerin zugesellen müssen, und der Doppeladler wird auf jeder Seite andere Genitalien zu zeigen haben.
Bei Gebäuden sorgt ein Denkmalschutz gegen Verschandelung - was schützt die Bundeshymne??
Der, mangels sonstiger Verdienste, herrschende Geltungsdrang einiger Politiker macht ganz Österreich in der Öffentlichkeit lächerlich.
es ist tiefster sommer, da gehn eben manchem/r die nerven durch und dann wird so ein sch...... marrn hervorgeholt. ist eigentlich ja nur ein arbeitsnachweis der frau rauch-kallat und ein bißchen was zum protzen, damit man/frau in der öffentlichkeit hervortritt.
nur daß sich ein parteiführer so an der nase herumführen läßt, zeigt doch, was er in seiner partei zu sagen hat.
Das ist nicht "unsere" Hymne, sondern diesem Mannsweib ihre.
Das Thema mit der Hymne,
na da haben sich ja Österreichs Emanzen ordentlich ins Zeug gelegt! Ein Riesen Erfolg der Emanzen! Alle Achtung! Naja, in Zeiten wie diesen auch kein Wunder, haben wir ja in Österreich auch nichts Besseres zu tun! Alleinerziehende Mütter, welchen man auch noch die staatlichen Zuwendungen gekürzt hat stehen in der Armutsfalle, die Bildung unserer Kinder ist undurchsichtig, Europa ist quasi pleite, naja, wem Tangieren diese Themen schon. Dafür haben wir die „innen“ Sprache, mit Sicherheit auch eine spontane Idee einer wohl unterbeschäftigten Emanze, und naja, und weil unsere Bundesregierung offensichtlich derart unterbeschäftigt ist, ändern wir halt auch noch die Bundeshymne. Ma sieht Österreicher widmen sich halt den wesentlichen Themen. Einer Facebook Umfrage zu Folge wünschen sich die Mehrheit der Österreicher das gar nicht, das wiederum stört ja unsere Emanzen nicht! Emanzen am Vormarsch? Ich bin sicher, aus den „Eismännern“ werden „Eisfrauen und Männer“, die „heiligen drei Könige“ haben längst ausgedient, Verbannung vieler kulinarischen Köstlichkeiten (aus dem „Mohr im Hemd“ wir das „Mohr in der Bluse“ und zum Schutze der ethischen Minderheiten müssen das Wiener Schnitzel, das Zigeuner Schnitzel, Berner Würstel, Frankfurter mit Senf und einige mehr, unserer Speisekarte weichen! Vielgerühmtes Österreich!
http://www.youtube.com/watch?v=lVRGc-whWU8&NR=1
Schönes Wochenende,Hades.