11. Oktober 2008 12:24
Der VW Phaeton, 2002 auf den Markt gekommen, ist die
Nobelkarossenserie des deutschen Autoherstellers. Der Phaeton V6 hat einen
Hubraum von 3.198 Kubikzentimeter, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von
239 Stundenkilometern und beschleunigt von 9,4 Sekunden von null auf 100
Stundenkilometer. Der Phaeton verfügt über eine luxuriöses Innenausstattung,
einen permanenten Vierradantrieb und eine ganze Reihe von technischen
Innovationen wie ein Abstandsregeltempomat. Der Name geht auf den Sohn des
Sonnengottes Helios zurück.
VW Phaeton "sicheres Fahrzeug"
Der VW Phaeton, die
Luxuskarosse des deutschen Autoherstellers, gilt jedenfalls als sehr
sicheres Fahrzeug. Das Portal "Auto Motor und Sport" bescheinigte
der Limousine nach einem Crashtest "besten Insassenschutz". Doch
die gute Knautschzone des Pkw dürfte Haider nichts geholfen haben, da der
verstorbene Politiker nicht frontal gegen ein Hindernis gefahren ist.
"Den Bildern zufolge dürfte der Wagen vor allem von der Seite
beschädigt worden sein", so Lang. Hier beträgt der Zwischenraum
zwischen Türe und Fahrer nur 30 bis 40 Zentimeter.
Der Wagen von Haider dürfte bei dem Unfall seitlich gegen ein nicht
bewegbares Objekt geprallt sein - laut Polizei war es ein Betonpfeiler
hinter einer Thujenhecke. "Das ist, wie wenn man mit einem starken
Presslufthammer von der Seite gegen das Auto schlägt", sagte Lang.
"Die meisten dieser Unfälle stehen in direktem Zusammenhang mit dem
Gegenverkehr", sagte der Experte. Die Betroffenen sehen herannahende
Pkw nicht oder zu spät und können sich, wenn überhaupt, nur durch "Harakiri-Aktionen"
retten.
Die weitere Hauptunfallursache beim Überholen ist überhöhte Geschwindigkeit
- vor allem in Kurven verlieren die Lenker dann die Kontrolle über das
Fahrzeug. "Haider dürfte das Manöver aber bereits abgeschlossen haben,
als er von der Fahrbahn abgekommen ist", sagte Lang. Wie es zu dem
Unfall gekommen sein könnte, konnte der Experte jedoch nicht sagen: "Ich
kenne die Straßenverhältnisse und die Hintergründe nicht".
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Laut Statistik stehen Überholmanöver mit tödlichem Ausgang an dritter
Stelle bei letalen Unfällen. Im Jahr 2007 endeten laut ÖAMTC 73
riskante Vorfahren fatal. Nur bei Unfällen wegen überhöhter
Geschwindigkeit und Vorrangverletzungen starben im Vorjahr mehr
Menschen.
Die Gründe für derartige Unglücke sind laut ÖAMTC-Verkehrspsychologin
Dora Donosa: "Die Missachtung von Verboten, Überholen an
unübersichtlichen Stellen und bei schlechter Sicht, gefährliche und
riskante Überholmanöver infolge massiver Fehleinschätzungen, durch
mangelnde Erfahrung oder einfach aus Zeitdruck und Ungeduld enden
nicht selten im tödlichen Frontalcrash."
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