Josef Pröll:

Politik-Abschied

Josef Pröll: "Mein neues Leben"

Heute wird Josef Pröll beim VP-Parteitag in Innsbruck seiner Partei auch formal Adieu sagen.

In einer kurzen Abschiedsrede wird er den Delegierten noch einmal seinen Rücktritt „aus allen politischen Funktionen“ erklären. Und der 42-jährige Ex-VP-Vizekanzler, der aufgrund eines Lungeninfarkts gegangen ist, wird dann die Partei „zum Zusammenhalt“ aufrufen und Michael Spindelegger „empfehlen“.

Danach wird er, noch vor der Wahl Spindeleggers, den Parteitag wieder verlassen. Mit der Politik habe er „schweren Herzens, aber doch abgeschlossen“.

In den vergangenen Wochen widmete sich der braun gebrannte Ex-Vollblutpolitiker seiner Gesundheit: Pröll ging täglich trainieren, so oft es geht mit Sohn Alex Tennis spielen und widmete sich überhaupt endlich einmal ausgiebig seiner Familie. Mit Frau Gabi geht er „so oft es geht jagen“.

Nach dem Familienurlaub entspannt Pröll derzeit ausgiebig in seiner niederösterreichischen Heimat Radl­brunn: Dort sortierte er den Weinkeller neu aus und verbrachte nach acht Jahren in der Spitzenpolitik auch viel Zeit mit seinen Eltern und dem Bruder.

Schock über die 
schwere Krankheit
Und Pröll berichtet nun auch davon, dass er sich bereits am 17. März – als er auf der Skipiste in Tirol mit akuter Atemnot zusammenbrach – „gleich im Rettungsflieger gefragt habe, zahlt sich das alles noch aus“.

Pröllwar mit einer Gruppe von 50 Wirtschaftstreibenden und Politikern damals im Zillertal. Auch Spindelegger, den Pröll danach als seinen Nachfolger vorschlug, war damals dabei.

Seine Frau Gabi, mit der er 21 Jahre verheiratet ist, hatte ihm geraten, der Politik den Rücken zu kehren.

Pröllhätte freilich gerne „noch mehr weitergebracht“, und er prangerte gleich nach seinem Rücktritt – so wie auch heute – den „teilweisen Stillstand in der Politik“ an. Bis Herbst will er sich regenerieren und er „wird sicher keinen Versorgungsjob annehmen“. Er werde sich „am Arbeitsmarkt behaupten“

Wo genau es ihn hinzieht, will er noch nicht verraten. Nur ins Bankengeschäft werde er „nicht wechseln“.

Dass Josef Pröll gleich zu Raiffeisen wechseln wird, bezweifeln Kenner.

Allerdings, so berichten es Auguren, soll er 2013 niemand Geringerem als Christian Konrad als Raiffeisen-General folgen. Dann möchte Konrad seine Agenden trennen: In Bankengeschäfte und in die übrigen Betei­ligungen, die Pröll leiten soll …

Autor: Isabelle Daniel
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