Kein Platz für 3.000 Kinder

Kindergärten

Kein Platz für 3.000 Kinder

Die Bilanz von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek klang gut: 9.000 neue Kindergartenplätze werden im Herbst fertig. Jetzt stellt sich heraus, dass selbst das zu wenig war. Denn durch Gratis-Kindergarten und den Pflichtbesuch ab fünf Jahren entstand ein gewaltiger Run auf die freien Plätze. Allein 3.000 Fünfjährige drängen heuer neu in die Kindergärten.

Rechnet man die jüngeren Jahrgänge hinzu, ergibt das etwa in Wien ein Plus von 2.400 Neuanmeldungen, in Oberösterreich gar ein Plus von 4.000 Kids. In der Steiermark sind es 20 Prozent mehr Anmeldungen – in den anderen Ländern, wo Anmeldungen Gemeindesache sind, gibt es nur Schätzwerte.

Lange Wartelisten und Hunderte Abweisungen
Unter dem Strich rechnet aber die Grüne Kindergarten-Expertin Daniela Musiol mit 12.000 zusätzlichen Anmeldungen. Zieht man davon die 9.000 neu geschaffenen Plätze ab, ergibt das ein Minus von 3.000 Plätzen. Was einen Kampf um jeden Platz auslöst. Musiol kennt in Wien zahlreiche Fälle allein erziehender Mütter von kleineren Kindern, die keine Plätze erhalten, weil Fünfjährige bevorzugt würden.

„Es gibt eine sich durch Mehrfachmeldungen täglich ändernde Warteliste. Aber wir schaffen es, praktisch alle Kinder unterzubringen“, erklärt dazu der Wiener Stadtrat Christian Oxonitsch. Fix ist jedenfalls, dass in der Steiermark 480 Kids auf der Warteliste gelandet sind, bundesweit sind es mindestens 1.000. Und klar ist: Die 100 Kinder, die in Salzburg schon abgewiesen wurden, waren nicht die letzten

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