04. April 2011 17:28

Korruptionsgipfel 

Härtere Strafen bei Korruption gefordert

Fischer, Bandion und Moser berieten am Montag das weitere Vorgehen.

Härtere Strafen bei Korruption gefordert
© APA/HANS KLAUS TECHT

Bundespräsident Heinz Fischer hat mit Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (V) und Rechnungshofpräsident Josef Moser Montagnachmittag über ein schärferes Vorgehen gegen Korruption beraten. Man habe darüber nachgedacht, den Lobbyismus in Österreich zu verrechtlichen, die "sehr verstaubten" Unvereinbarkeitsbestimmungen zu modernisieren sowie auch über die Parteienförderung zu diskutieren, sagte Fischer nach dem rund einstündigen Gespräch. Bandion-Ortner kündigte abermals an, die Anti-Korruptionsbestimmungen zu verschärfen.

Sauberkeit
"Die Sauberkeit im öffentlichen Leben und in der Zivilgesellschaft ist ein Thema von ganz großer Bedeutung", so der Bundespräsident. Er versprach, dahingehend alle Bemühungen zu unterstützen. Er sprach von einem "fruchtbaren Informationsaustausch" mit der Ministerin und dem Rechnungshofpräsidenten. Bandion-Ortner selbst kündigte an, der Korruption in Österreich "mit vereinten Kräften das Handwerk" zu legen.

Neuregelung gefordert
Rechnungshof-Präsident Josef Moser hat sich am Montag für eine Neuregelung ausgesprochen. Dem Rechnungshof gehe es darum, dass Transparenz und Rechenschaftspflicht gestärkt werden, so Moser vor Journalisten. Die derzeitigen Bestimmungen würden diese Anforderungen nicht erfüllen und es mangle unter anderem an Kontrolle und an Sanktionen. Zudem sei es notwendig, dass strenge Antikorruptionsbestimmungen auch für staatsnahe Unternehmen Anwendung finden, verlangte der Rechnungshof-Präsident.

   Lobbyismus sei "von vorneherein etwas Respektables", betonte Bundespräsident Heinz Fischer nach dem "informellen Arbeitsgespräch", allerdings müsse es Regeln geben: "Die österreichische Bevölkerung soll nicht das Gefühl haben, wir behandeln das als Kavaliersdelikt." Der Bundespräsident regte auch Richtlinien im Beraterbereich an. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft müsse gestärkt werden und "wir brauchen sicher mehr Transparenz in der Parteienfinanzierung".

Strafe nötig
  "So etwas, was man Ernst Strasser vorwirft, darf in Österreich nicht straflos sein", bekräftigte Bandion-Ortner. "Korruption ist Gift für Gesellschaft und Staat." Die Ministerin warb erneut für die Schaffung eines Lobbyistenregisters und wünscht sich Regeln und Honorarempfehlungen.


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6 Postings
megainter meint am 05.04.2011 14:31:58 ANTWORTEN >
@alpi 5.4. - 11:41 Wären nur alle "Kreisky-Schüler"! Staatschuldenzuwachs unter SPÖ-Alleinregierung (Kreisky etc) 1970 - 1983 = 13 Jahre = 26.825 Mio Euro. Unter ÖVP - Beteiligung 1986 - 1999 = 13 Jahre = 70.447 Mio Euro. Also mit der ÖVP rund der 3-fache Staatsschuldenzuwachs. Das zur höflichen Erinnerung und Gedanken zur Landvernichtung :))
007renate meint am 05.04.2011 12:58:21 ANTWORTEN >
wer soll das beschliessen sind doch nur die grünen da sehr korrekt
alle anderen greifen zu wie die ......
alpi meint am 05.04.2011 11:41:21 ANTWORTEN >
Fischer soll lieber still sein. Er ist ein ungewählter Abzocker!!
Ein Kreiskyschüler der weiter unser schönes Land vernichtet.
Tunichtgut meint am 05.04.2011 23:00:58
@alpi-
schön langsam solltest du die Regeln der Demokratie auch behirnen!
megainter meint am 04.04.2011 23:23:06 ANTWORTEN >
Die Frau Bandion hält anscheinend alle Bürger für blöd. Zum großen Teil liegt sie da auch richtig. Schärfere Gesetze zu fordern ist ja geradezu schizophren von ihr -- sie blockiert ja seit Jahren in vollem Bewußtsein und in Einklang mit der ÖVP die seit Jahren bekannten Korruptionsfälle in Kärnten. Erstmal soll sie ganz einfach ihre Arbeit erledigen- aber das tut sie nicht- denn dann wäre die ÖVP genauso dran wie die FPÖ. Sie ist jetzt praktisch nur ein "Spion", der beobachtet, was Fischer und Moser vorhaben -- und dann, wie gehabt, alles jahrelang zu blockieren. Sie und die ÖVP hält uns einfach für blöd - so einfach is das.
Tunichtgut meint am 05.04.2011 22:59:19
@megainter-hallo,
vollste Zustimmung!
Seiten: 1
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