21. April 2011 23:40

ÖVP-Jungstar im Interview 

Kurz: "Mehr Deutsch für Ausländer"

"Imame sollen in Moscheen auf Deutsch predigen", so der Neo-Staatssekretär

Kurz: "Mehr Deutsch für Ausländer"
© APA

ÖSTERREICH: Trifft Sie die harte Kritik an Ihnen, Sie seien zu jung, zu unerfahren?
Sebastian Kurz: Kritik gehört zum Geschäft. ­Damit hatte ich gerechnet. Ich bin bereits in der Vergangenheit für ein Integrationsstaatssekretariat eingetreten. Ich denke, dass es eine sehr wichtige Aufgabe ist, und freue mich darauf.
ÖSTERREICH: Wie wollen Sie diese heikle Aufgabe angehen?
Kurz: Es ist eine große Herausforderung. Deutschkenntnisse sind eine Grundvoraussetzung für gute Integration. Das muss man ausbauen. Und damit meine ich vor allem bei Kindern und jungen Leuten.
ÖSTERREICH: Was halten Sie von FP-Chef Heinz-Christian Strache, der die Integration ohnehin für gescheitert ansieht und Zuwanderer wegschicken will?
Kurz: Strache kann leicht populistische Sprüche klopfen. Viele von denen, über die er herzieht, sind in Wirklichkeit bereits Österreicher.
ÖSTERREICH: Was ist Ihr erstes Vorhaben?
Kurz: Ich habe bereits mit NGOs gesprochen. Kommende Woche werde ich mich mit Experten beraten und ihre Vorschläge anhören. Wir müssen die Integration verbessern, denn was passiert, wenn das Zusammenleben nicht funktioniert, sieht man in einigen europäischen Städten.
ÖSTERREICH: Sie treffen die Caritas?
Kurz: Mein erstes Telefonat habe ich mit der Caritas geführt, um ein Treffen zu vereinbaren. Aber ich treffe auch andere Gruppen, wie das Rote Kreuz und den Expertenbeirat im Innenministerium.
ÖSTERREICH: Wie wollen Sie bessere Deutschkenntnisse forcieren?
Kurz: Schlechte Deutschkenntnisse führen in Parallelgesellschaften. Das will ich verhindern. Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass die Zahl derer, die besser Deutsch können, ansteigt. Mir geht es um ein friedliches Zusammenleben.
ÖSTERREICH: Sind Sie für liberale oder restrik­tive Zuwanderungspolitik?
Kurz: Ich bin für Integration zuständig – für Menschen, die eine Aufenthaltsgenehmigung haben oder bereits Österreicher sind. Fragen der Zuwanderung sollte man weder mit Träumereien noch mit Hetze beantworten.
ÖSTERREICH: Aber was qualifiziert Sie zum Amt?
Kurz: Meine mehrjährige Erfahrung in der Bundespolitik als JVP-Chef. Und ich bin in Meidling aufgewachsen und in eine Klasse gegangen, in der die Hälfte der Kinder Migrationshintergrund hatten.
ÖSTERREICH: Sie wollten im Wien-Wahlkampf, dass Imame nur auf Deutsch predigen …
Kurz: Ja. Ich bin für kein Verbot, aber ich halte das nach wie vor für richtig.

Autor: I. Daniel, W. Fellner

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8 Postings
Vienna12 meint am 24.04.2011 07:31:41 ANTWORTEN >
Welche "mehrjährige Erfahrung" besitzt Hr. Kurz? Nur zu sagen in den Moscheen sollte/muss Deutsch gepredigt werden und weil er im 12 Bezirk aufgewachen ist, befähigt Hr. Kurz noch lange nicht ein derart senisbles Amt zu übernehmen. Was geschieht mit den Zuwandern, die ab 01.05.2011 heimischen Boden betreten werden und den Flüchtlingen aus den Kriegsgebieten (Lybien)?
Das hat anscheinend Hr. Erwin Pröll, der die Entscheidungen seit Jahren im Hintergrund für die ÖVP tätigt, nicht bedacht. Mit Österreich geht es immer mehr bergab.
wandern meint am 23.04.2011 15:11:36 ANTWORTEN >
das man für ein paar unnötige Sager gleich Staatssekretär wird gibts eigentlich nur in Österreich,egal ob dieser Posten gebraucht oder nicht,nach den ersten Aussagen des Jungspunds ist der Posten zum Krenreiben
EURAMIS meint am 22.04.2011 22:23:43 ANTWORTEN >
Dieser Scwarzer ist eine flasche leer,er spielt nur und wurde beauftragt HC zu spielen........die ÖVP IST AM ENDE sind sehr Verzweifelt.
omen meint am 22.04.2011 19:34:39 ANTWORTEN >
NICHT NUR IN MOSCHEEN DEUTSCH SPRECHEN SONDERN AUCH IN DER ÖFFENTLICHKEIT! ZU HAUSE KÖNNEN SIE REDEN WIE SIE WOLLEN !
karpfen meint am 22.04.2011 14:21:10 ANTWORTEN >
@Helrad

Genau! Spindelegger und seine Einflüsterer sind für diese schwachsinnige Besetzung verantwortlich.
reinthor meint am 22.04.2011 13:38:40 ANTWORTEN >
der kann die deutschkurse bis ins wohnzimmer nachtragen wenn die nicht wollen,und die meisten wollen nicht, kann er sich sein deutschangebot sonstwohin schieben
kurtiblahovec meint am 22.04.2011 13:21:30 ANTWORTEN >
Nicht "Mehr Deutsch für Ausländer" sondern
"Weniger Ausländer für Österreich"!
Helrad meint am 22.04.2011 10:36:33 ANTWORTEN >
nicht er nervt mit seiner Unkenntnis sondern derjenige der ihn in diese Position gebracht hat.
Schwarzes Geso****
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