28. September 2010 12:51

Steiermark 

Nazi-Eklat um FPÖ-Mandatar

Der Weststeirer Hadwiger selbst fühlt sich missverstanden .

Nazi-Eklat um FPÖ-Mandatar
© FPÖ

Ehe sich die Freiheitlichen heute, Dienstag, am Abend zu Wahlanalyse und personellen Weichenstellungen treffen, gibt es bereits die erste Rücktrittsaufforderung an einen Neo-Abgeordneten: Nach Aussagen des Weststeirers Gunter Hadwiger (61), er stehe "neutral" zum Nationalsozialismus, meinte KPÖ-Landesvorsitzender Franz-Stephan Parteder in einer Aussendung: "Wer neutral zum Nationalsozialismus steht, dürfte eigentlich keinen Platz im Landtag haben."

"Neutral zum Nationalsozialismus"
Hadwiger hatte in der regionalen Mutation der "Kleinen Zeitung" (Dienstag-Ausgabe) auf die Frage: "Wie stehen Sie selbst zum Nationalsozialismus?" geantwortet: "Ich hoffe neutral. Es war nicht wirklich alles schlecht, ich hänge der Ideologie aber nicht nach. Es ist nicht so toll, wenn man für Heimat ist und als Nazi angesprochen wird."

"Missverständlich"
Auf Anfrage relativierte der Bezirksobmann von Voitsberg und Gemeinderat von Stallhofen: "Das ist missverständlich wiedergegeben. Ich distanziere mich vom Nationalsozialismus, ich will mit dieser Ideologie nichts zu tun haben. Ich wollte lediglich ausdrücken, dass gewisse Begriffe wie Heimat oder kulturelle Äußerungen wie Liedgut, das es vor dieser Zeit gab und von den Nationalsozialisten übernommen wurde, nicht in dieses Eck gestellt werden soll".

Parteiobmann Gerhard Kurzmann ist überzeugt, dass Hadwiger falsch zitiert wurde: "Im Wahlkampf haben uns die Grünen angeschüttet, jetzt sind es halt auch die Kommunisten. Es gilt die Unschuldvermutung".

Mitglied bei Fliegerschaft
Der Elektrotechniker Hadwiger ist Mitglied der Akademischen Fliegerschaft Wieland Staufen Graz (Wahlspruch: "Aufwärts, sonnenwärts - deutsch und treu") und verwendet als Intro für seine Homepage jene Sequenz aus Franz Liszts symphonischer Dichtung "Les Preludes" aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, die von den Nationalsozialisten am Beginn der "Deutschen Wochenschau" ab Juni 1941, dem Zeitraum des Angriffs auf die Sowjetunion, verwendet wurde. Für diese Sequenz wurde die Bezeichnung "Russland-Fanfare" gängig.

Hadwiger ist einer von sechs neuen - ausschließlich männlichen - Abgeordneten, die zwar durch die Bank altgediente Funktionäre sind, aber noch nie im Landtag saßen. Bei der Sitzung des Landesparteivorstandes am Dienstagabend sollen auch andere personelle Weichenstellungen wie die Designierung des künftigen Landesrates und des Klubobmanns, voraussichtlich Gerhard Kurzmann und Parteigeschäftsführer Georg Mayer, erfolgen.


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16 Postings
SilentPain meint am 29.09.2010 14:18:26 ANTWORTEN >
@austurriki

Warum muss man jemanden gleich als Nazi bezeichnen, wenn man sagt, dass er eine neutrale Haltung zum Thema hat? Dabei geht es nicht darum, diese Zeit zu verniedlichen. Die Linken versuchen mit aller Gewalt die NS-Zeit in die Gegenwart zu bringen und fanatisch bei jeder FP-Wortmeldung die NS-Ideologie herbeizureden! Das ist richtig? Das ist doch krank, oder?

Man kann die NS-Zeit sehr wohl neutral sehen! Dabei muss man diese Zeit keinesfalls verherrlichen!
Als "Neutraler" kann man sowohl die Linken als auch die Rechten kritisieren und beschimpfen! Auch die Nordkoreaner samt ihrem Führer! Man ist ja nicht einer Seite angehörig, kapiert?
Schon blöd, wenn man als überzeugter Linker die NS-Zeit verurteilt und andererseits Positives an einer Nordkorea-Politik finden muss! Ihr seid echt lächerlich!-))
meinsenfdazu meint am 29.09.2010 11:55:41 ANTWORTEN >
Jetzt mal ehrlich - wunderts noch wem?
Die FPÖ stellt ihre Gesinnung immer deutlicher und unverschämter zur Schau. Wenn Voves diese Partei für koalitionsfähig hält, wirds bald wieder Neuwahlen geben müssen.
Man hat ja, mal ganz abgesehen vom rechtsextremen Hintergrund, gesehen, was sich diese Partei in der Schüsselregierung geleistet hat.
Da gehen die Uhren in Wien ganz anders. Auch wenn Strache deutlich dazugewinnt, hat er keine Chance, in die Stadtregierung zu kommen. Er disqualifiziert sich mit seinem Hass-Wahlkampf selbst - er hat es aber anscheinend noch nicht bemerkt. Wir brauchen hier Mandatare, die vernünftig miteinander umgehen können, Probleme lösen und nicht Bevölkerungsgruppen diskriminieren und gegeneinander aufhetzen.
Häupl ist sicher nicht das Gelbe vom Ei, aber noch immer das kleinste Übel.
austurriki meint am 29.09.2010 10:28:05 ANTWORTEN >
Interessant finde ich hier die Vertreter des freiheitlichen Lagers, die doch glatt die Auffassung vertreten, man können gegenüber der NS-Diktatur eine neutrale Position einnehmen.

Im gleichen Atemzug beschimpfen sie "Linke" (nehmen also keine neutrale Position ein), auch ist davon auszugehen, dass sie zb gegenüber der Nordkoreanischen Diktatur keine neutrale Haltung einnehmen würden.

Da stimmt doch etwas fundamental nicht, und es darf davon ausgegangen werden, dass es in Wahrheit Sympathisanten der NS-Ideologie sind, die sich als "neutral" bezeichnen.

Zum schämen.
Tunichtgut meint am 29.09.2010 10:22:02 ANTWORTEN >

tiefste Wortwahl für das tiefste Publikum -nichts neues aus dem
braunen Sumpf-
seichte einstimmende Hetze,Verunglimpfung der politischen Mitbewerber,ect.
wen wunderts ,dass jene die die NS-Zeit "neutral" betrachten und an widerwertiger Neopropaganda aus dunkler Zeit nichts ausgerwöhnliches entnehmen können-

wer das größte Verbrechen an die Menschheit als "neutral"
einstuft-dem fehlt das Urteilungsvermögen-
zu einem erwiesenen Verbrechen kann man nicht neutral stehen,entweder man verurteilt es,oder manakzeptiert es-
karli meint am 28.09.2010 19:29:06 ANTWORTEN >
Zum Teil hat er Recht .Die Kirche treibt die Kirchensteuer ja auch noch a`la Adolf ein,und zu denen sagt man auch nicht NAZI oder?
Lea meint am 28.09.2010 16:24:02 ANTWORTEN >
Wen interessieren eigentlich die monotonen Anschüttungen der linken Jagdgesellschaft noch?
Hauptsache ALLES ins rechte Eck stellen.
Dies reicht noch lange nicht um von den Wählern auch gewählt zu werden.
Der Wähler ist (bis auf Ausnahmen) längst mündig genug um sich von den "verlorenen" linken Jägern und deren Hetzkampagnen sein eigenes Bild zu machen!
Die Kommunisten sollen nicht auf ihre Skandale vergessen und auch nicht die Rolle des Kommunismus (Massenmord) unter den Tisch kehren.
summer69 meint am 28.09.2010 15:42:22 ANTWORTEN >
So eine Schlagzeile hab ich eigentlich schon gestern erwartet. Die Linken müssen gewaltig Muffensausen haben....
SilentPain meint am 29.09.2010 18:30:58
Aber nein, liebe summer, das sehe ich genauso!-)) Nur glauben die werten Linken, dass die NS-Zeit immer ein unwiderlegbares Argument ist, dem man nicht widersprechen darf!
summer69 meint am 29.09.2010 14:47:49
Hallo Silent
Womit sonst könnten sie denn bombardieren?;-))) Fehlende Argumentation muss man halt durch Hetztiraden kompensieren...oder siehst du das anders?;-))))
SilentPain meint am 28.09.2010 19:10:58
Hi summer!-))

Ich weiß!-)) Das Wort "Heimat" klingt natürlich wundervoll, wenn es ein Häupl oder Faymann sagt! Sagt es Strache, wird es sofort als Umschreibung für das dritte Reich gewertet. Verrückte Sache, aber bis zur Wien-Wahl werden wir bestimmt täglich mit Nazi-Vergleichen bombardiert werden!-))

Tja, das mit den Antwort-Posts nervt etwas! Irgendwie scheint Oe24 "technische" Probleme zu haben.-))
ichglaubsnicht meint am 28.09.2010 15:10:17 ANTWORTEN >
zitat: Ich wollte lediglich ausdrücken, dass gewisse Begriffe wie Heimat oder kulturelle Äußerungen wie Liedgut, das es vor dieser Zeit gab und von den Nationalsozialisten übernommen wurde, nicht in dieses Eck gestellt werden soll".

aja, in anbetracht der fülle von kulturellem gut, das es davor gegeben hat, ist es natürlich ziemlich traurig, wenn HERR bestimmte "äußerungen" und "zeichen", die von der ns-zeit beschmutzt wurden, nun nicht mehr verwenden kann/soll bzw. darf. speziell um das hakenkreuz ist es besonders schade, nicht?

tja, lang hat es gedauert, seitdem die freunde der waffen-SS ihren einzug in die grazer landesregierung geschafft hat, bis sich der erste "echte" österreicher "neutral" verplappert hat!
Tunichtgut meint am 29.09.2010 00:33:34
@fnw-
das sind Tatsachen-
fnw meint am 28.09.2010 19:50:15
re ign hätte mich gewundert wenn sie nicht ihren oberlehrerhaften senf dazu gegeben hätten!!!
panzer meint am 28.09.2010 14:04:06 ANTWORTEN >
Lustig, was heute schon alles als "Eklat" bezeichnet wird.

Es soll nur wieder gegen die FPÖ gehetzt werden.

Diese Anschüttungen interessieren aber niemanden mehr!

SilentPain meint am 28.09.2010 13:20:18 ANTWORTEN >
Kaum wird über eine eventuelle rot/blaue Koalition diskutiert, tauchen auch schon wieder die Nazi-Verunglimpfungen auf! Wieder mal typisch! Öffentlich möchte man sich nicht einmischen, um gut dazustehen und intern wendet man wieder mal die Rosenkranz-Methode an!

Hadwigers Aussage kann man zustimmen - das Wort Heimat ist bei den Linken mit der Nazi-Ideologie gleichzusetzen! Und neutral heißt nicht neutral sondern Verehrung, da man nicht wie die Linken über die Nazis herzieht! Traurig, wenn man aufgrund seiner neutralen Haltung falsche Schlüsse ziehen muss!
summer69 meint am 28.09.2010 15:40:08
Hi Silent
War doch zu erwarten...weil nicht sein darf, was man nicht will! (bissl abgeändert)
Bei den Linken wird jedes Wort eines Rechten mit der Nazi-Ideologie gleichgesetzt..irgendwas findens ja immer, und zu blöd sind sie sich ja bekanntlich für nichts;-)))
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