23. März 2010 20:52
Seit „50 Jahren bürgerlicher Impulsgeber für politisch denkende Akademiker
und Studenten“, wirbt der VP-nahe „Österreichische Akademikerbund“ auf
seiner Website. VP-Mitglied und Ex-Rechnungshofpräsident Franz Fiedler ist
dort Obmann. VP-Abgeordnete Karin Hakl ist eines der Vorstandsmitglieder.
ÖSTERREICH liegt nun ein Schreiben des „Wiener Akademikerbundes“ vor. In
diesem Brief an mehrere Regierungsmitglieder hat der Wiener Landesobmann
Josef M. Müller „bemerkenswerte“ Wünsche, die nahtlos an die NS-Aufregung um
Barbara Rosenkranz anschließen:
- Der Akademikerbund fordert eine „generelle Beendigung der
Einwanderung“.
- Auch das „Gleichbehandlungsgesetz müsste ersatzlos gestrichen
werden“.
- Und last but not least urgiert der Wiener Akademikerbund tatsächlich:
„Wir fordern auch hinsichtlich des Verbotsgesetzes dessen
ersatzlose Aufhebung, da es eindeutig gegen das Recht auf friedliche
weltanschauliche und politische weltanschauliche und politische Meinungsäußerung
verstößt und eine demokratiewidrige Bevormundung der Bürger
bedeutet.“
Akademikerbund mit besten FP-Kontakten
Das NS-Verbotsgesetz
stellt etwa Gaskammerleugnungen und NS-Verharmlosungen unter Strafe. Die
blaue Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz hatte bekanntlich für
enorme Aufregung gesorgt, weil sie eine teilweise Aufhebung des
NS-Verbotsgesetzes überlegt hatte.
Der Wiener Akademikerbund – der Studentenheime betreibt und immer wieder
Podiumsdiskussionen mit VP-Granden organisiert – fordert sogar die totale
Streichung des NS-Gesetzes. Im Bundes-Akademikerbund gibt es nun Aufregung
über diese Positionen wenige Monate vor der Wiener Landtagswahl. Immerhin
wirbt die Wiener VP ja mit einer „liberalen Linie“.
Freilich unterhält der Akademikerbund auch beste Kontakte zur FPÖ.