Sonderthema:
Polit-Beben in der Steiermark Polit-Beben in der Steiermark

Gemeinderatswahlen

© APA

 

Polit-Beben in der Steiermark

VP-Chef Josef Pröll freut sich über einen neuerlichen Wahlsieg: Plus 3,4 Prozent legte die ÖVP bei den steirischen Gemeinderatswahlen gestern zu und kommt auf 46,72 Prozent. SP-Kanzler Werner Faymann hatte hingegen wenig Grund zur Freude: Die SPÖ von Franz Voves verlor 5,6 Prozentpunkte gegenüber der Wahl 2005.

Auch Heinz-Christian Strache hat nichts zum Lachen: Seine FPÖ gewann lächerliche 0,7 Prozentpunkte dazu – obwohl die FPÖ bei der Wahl 2005 im Clinch mit Jörg Haider lag. Schlimm auch für die Grünen: Sie erreichten peinliche 2,08 Prozent.

Lesen Sie hier das vorläufige Endergebnis.

Voves sieht Schuld bei Bundes-SPÖ
Die SPÖ hat in der Steiermark – wie schon in Niederösterreich – durchwachsene Ergebnisse: In ihrer Hochburg Leoben etwa verlor sie 8,1 Prozentpunkte, konnte aber mit 52,80 die absolute Mehrheit halten. In Kapfenberg büßte die SPÖ gar 20,7 Prozentpunkte ein – behielt aber mit 57 Prozent die Absolute. In Fürstenfeld halbierte sich die SPÖ auf 16,3 Prozent.

Dafür gewann sie in der Weinstadt Leibnitz 11,4 Prozent und schaffte so die Absolute mit 56,3 Prozent. Steiermarks SPÖ-Chef Franz Voves, der im Herbst um seine Wiederwahl kämpft sieht die Schuld an der Niederlage bei der Bundes-SPÖ. Das Verhältnis von Voves und Faymann ist freilich alles andere als innig.

100322_Stmk_Ergebnis

FPÖ enttäuscht
Steiermarks VP-Chef Schützenhöfer freut sich hingegen über die bundespolitische „Schützenhilfe“. Seine ÖVP legte allerdings auch sehr unterschiedliche Gemeindeergebnisse hin: In Schladming etwa – dort sollen vom Bund 200 Millionen Euro in die Ski-WM gepumpt werden – gewann die ÖVP 11,4 Prozentpunkte dazu. In Fürstenfeld gewannen die Schwarzen gar sensationelle 19,4 Prozentpunkte. Dafür verloren sie in Leibnitz 17,5 Prozentpunkte. Auch im Wallfahrtsort Mariazell büßten sie stolze 14,76 Prozentpunkte ein.

Insgesamt stehen die Chancen für die Schwarzen bei den steirischen Landtagswahlen im Herbst aber gut. Im Unterschied zur FPÖ, die am Sonntag erneut extrem enttäuschend abschnitt. Nachdem die Blauen bereits vergangenen Sonntag in Niederösterreich lediglich gering dazu gewannen, sind sie auch diesmal weit unter ihren eigenen Erwartungen geblieben: In Mariazell – dort hatte der FPÖ-Kandidat mit Neonazi-Nähe auf sich aufmerksam gemacht – verlor die FPÖ gar 4,95 Prozentpunkte. In Fürstenfeld (minus 5,2) fliegt die FPÖ sogar aus dem Gemeinderat. Und auch der bekannte extrem rechte Kandidat Franz Radl verlor dort mit seiner nationalen Liste. Selbst FP-General Herbert Kickl gibt zu: „Das Ergebnis ist enttäuschend“. Schlechte Aussichten für die Bundespräsidentenwahlen?

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Live auf oe24.TV 1 / 10

Top Gelesen 1 / 10

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen