06. November 2010 12:59

ÖSTERREICH-Interview 

Pröll: Faymanns Steuer- Pläne frommer Wunsch

Der Vizekanzler: "Haben derzeit andere Aufgaben zu erfüllen".

Pröll: Faymanns Steuer- Pläne frommer Wunsch
© APA

 Im Interview für die Sonntag-Ausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH zeigt sich Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll, skeptisch gegenüber Steuerreform-Plänen, wie sie zuletzt Werner Faymann in ÖSTERREICH geäußert hatte. Der Bundeskanzler hatte sich für eine Steuerreform zur Entlastung mittlerer und kleinerer Einkommen ausgesprochen bis spätestens 2013 ausgesprochen.

Krise, Haushalt, Wachstum

Vizekanzler Pröll sagt nun dazu: "Wir haben derzeit andere Aufgaben zu erfüllen. Erstens, das Land aus der Krise zu führen, zweitens den Haushalt gemeinsam zu sanieren und drittens für Wachstum und Beschäftigung zu sorgen. Ich halte daher den geäußerten Plan für einen frommen Wunsch. Kein Mensch weiß, ob wir in den nächsten Jahren in die glückliche Lage kommen, wieder Geld zu verteilen."

Pröll weist im ÖSTERREICH-Interview erneut farauf hin, dass das Sparpaket "an seinen Eckpunkten fix" sei. Nur im Familienbereich werde es "bis zur endgültigen Beschlussfassung noch Gespräche über punktuelle Änderungen geben".

Hart ins Gericht geht Vizekanzler Pröll mit der ORF-Führung. Pröll zu ÖSTERREICH: "Die Entwicklungen beim ORF sind dramatisch. Wrabetz hat sich 2006 als Reformer feiern lassen und viel versprochen. Seitdem erleben wir eine endlose Kette von Flops und Fehlentscheidungen. Die Qualität leidet, Zuseher wenden sich ab und Privatsender sind auf der Überholspur. Der immer stärker werdende Einfluss der SPÖ tut dem Medienflaggschiff Österreichs sicher nicht gut. Raus mit dem politischen Einfluss und rein mit mehr Qualität."

Pröll befürwortet eine Vorverlegung der Wahl der ORF-Geschäftsführung nicht: "Das wirkt wie eine Panikreaktion, weil die Zauberlehrlinge im SPÖ-Stiftungsrat offenbar die Nerven wegschmeißen."
 


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5 Postings
NeuesVonGestern meint am 06.11.2010 23:27:08 ANTWORTEN >
der rechnungshof hat nachgerechnet und festgestellt der pröll kann es nicht lassen - das lügen, betrügen,....
er hat eben keine ahung von finanz, geld und budget
der bauernbub aus abzockerland niederösterreich
karpfen meint am 06.11.2010 15:46:39 ANTWORTEN >
Josef Pröll, ÖVP: *Es geht nicht um soziale Gerechtigkeit, es geht darum, Österreich wieder ins Lot zu bringen.* Danke, christlich-sozialer Wastl-Sepp, aber die Entlarvung als kalter, asozialer Machtpolitiker wäre gar nicht notwendig gewesen! Dementsprechend sieht auch das als *ausgewogen* hochgelobte Budget-Programm zur Sanierung aus - die soziale Gerechtigkeit blieb auf der Strecke. Von der ÖVP ist man hierzulande nichts anderes gewohnt, doch das Faymann offenbar hilflos zusieht, steht einer SP ganz schlecht zu Gesicht.

Wem verdanken wir denn, dass es ein Sparpaket gibt? Unfähigen Politikern, gierigen Bankern, Spekulanten, Börsen- und Immobilienhaien usw. Die sind ein relativ kleiner Teil der GEsamtbevölkerung - aber von der ÖVP werden sie dem Volk als Elite vor die Nase gehalten. Und wer kommt bei den Sanierungsmassnahmen weitgehend ungeschoren davon? Richtig, genau diejenigen, denen wir dieses Debakel verdanken!

Jeder halbwegs erfahrene und denkende Mensch weiss, dass Banken die kommende Steuern auf die Kunden abwälzen werden, also auch auf Geringverdiener, Mindestrentner u.dgl. Mit Samthandschuhen werden auch die Stiftungsinhaber angefasst, denn diese haben es ja dringend nötig und brauchen jeden Cent.
Dasselbe gilt für Grossgrundbesitzer und Erbmillionäre. Für die Freunde Prölls ist dieses Budget nicht schmerzlich ausgefallen, doch skandalöserweise für Familien mit Kindern und Pflegebedürftige, die jeden Euro brauchen und diesen auch ausgeben.

*Es geht nicht um soziale Gerechtigkeit* sagt der Mann mit der dicken Wampe. Es geht ihm nur darum die alte Ordnung von Macht, Kapital und schwarzem Lobbyismus wiederherzustellen. Hoffentlich wird die ÖVP bei den nächsten Wahlen ordentlich abspecken. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt.
ObjektiverBeobachter meint am 07.11.2010 12:33:54
Meine vollste Zustimmung, toll - bitte, bitte in die ÖVp Zentrale schicken! Am besten an den Bauernschädel in Person adressiert.

solarius meint am 07.11.2010 11:33:47
Super auf den Punkt gebracht. Dieser ausgfressene Erdäpfelbauer würde von einer Gruppe vifer Volksschüler betreffend sein in Loipersdorf ausgeschwitztes Konvolut um Längen geschlagen werden.
hamurappi meint am 06.11.2010 20:27:23
@karpfen
Hallo Karpfen, meine Hochachtung und meine volle Zustimmung zu Deinem Statement! Klarer kann man es nicht sagen!!!
LG Hamu
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