Pröll attackiert Faymann

Jetzt wird's brutal

© ÖSTERREICH/ Fally

Pröll attackiert Faymann

Beide Seiten betonen treuherzig, dass sie keinesfalls vorhätten zu streiten wie weiland die Herren Alfred Gusenbauer und Wilhelm Molterer. Aber so richtig herzlich ist die „Männerfreundschaft“ zwischen Werner Faymann und Josef Pröll längst nicht mehr.

Im Gegenteil: Wie ÖSTERREICH berichtete, ist der rot-schwarze Schmusekurs Geschichte. In der ORF-Pressestunde hat der schwarze Vizekanzler Josef Pröll prompt Bundeskanzler Werner Faymann für dessen EU-Linie scharf attackiert. VP-Chef Josef Pröll und die Seinen planen jetzt weitere Attacken auf Faymann und Co.

Schwarze Nadelstiche als neue Strategie
Die Volkspartei will die SPÖ freilich nicht mittels Frontalattacken, sondern mit einer Politik der kleinen Nadelstiche in die Defensive drängen. Der schwarze Plan: Sie wollen vor allem die Steuerdiskussion in der SPÖ am steten Köcheln halten.

ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf findet nichts Ungewöhnliches an diesem neuen Kurs: „Wir haben nach wie vor eine gute Arbeitsbasis in der Regierung, aber natürlich muss jede Partei ihr Profil bewahren.“

Kopf ortet jedenfalls eine „deutliche Anspannung und Nervosität aufseiten der SPÖ“.

Den SPÖ-Steuerstreit hält Karlheinz Kopf für „Strategie. Ich denke nicht, dass Franz Voves unabgesprochen agiert hat.“

Rotes Misstrauen und Retourkutschen
In der SPÖ registriert man die schwarzen Volten mit zunehmendem Misstrauen und will künftig ebenfalls härter kontern. SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann will zum Beispiel die Agrarförderung als kleine Retourkutsche reformieren. Eine Reform, die just Josef Prölls Kern-Klientel besonders treffen würde. Ein neuer Streit ist vorprogrammiert.

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas reagiert im ÖSTERREICH-Gespräch hart auf die neue schwarze Taktik: „Die SPÖ hat nie einen EU-Schwenk gemacht. Es ist schade, dass sich die ÖVP immer noch keines Besseren belehren lässt.“ Zu Josef Prölls gestrigen Attacken auf Faymann kontert sie: „Lieber hätte ich inhaltliche Debatten statt solcher Untergriffe.“ Ein frommer Wunsch.

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