26. November 2009 14:00
Entsetzt reagierten die SPÖ sowie atheistische und humanistische
Organisationen auf Berichte
über Islam-Seminare mit fragwürdigen Inhalten am
freiheitlichen Bildungsinstitut. "Die Inhalte der FPÖ werden immer extremer
und überschreiten jede akzeptable Grenze", erklärte
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura
Rudas. "Schlimm" sei auch, dass "solche Praktiken" mit 2,2 Mio. Euro
Steuergeld finanziert würden.
Steuergeldern rückgefordert
Für Wolfgang Moitzi,
Vorsitzender der Sozialistischen Jugend, sind die angeblichen FPÖ-Seminare
"unfassbar". Als politische Konsequenz müssten die öffentlichen Gelder
unverzüglich eingestellt werden. "Zutiefst widerlich und einmal mehr
entlarvend", meinte auch der Wiener SPÖ-Landesparteisekretär Christian
Deutsch.
Konter
"Rudas und Genossen sind offenbar zutiefst sozialistische
Ziele wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit nicht mehr geläufig", konterte
der FPÖ-Abgeordnete Werner Neubauer, anders könne man solche "totalitären
Forderungen" nach sofortiger Einstellung von Zuwendungen nicht verstehen.
"Wer die verfassungsrechtlich garantierten Menschenrechte auf freie
Meinungsäußerung mit der Drohung nach Subventionsentzug austreiben will,
sollte in sich gehen und seine demokratische Grundhaltung schärfen."
Atheisten entsetzt
Österreichs atheistische und humanistische
Organisationen zeigten sich in einer Aussendung "entsetzt über die
rassistische Hetze". Das habe nichts mit Religionskritik zu tun, weshalb man
sich ausdrücklich distanziere - notwendig sei stattdessen Toleranz gegenüber
allen Weltanschauungen.
Eine Vortragende soll in der vom FPÖ-Bildungsinstitut organisierten
Veranstaltung unter anderem doziert haben: "Der Islam ist feindselig. Der
Koran ist böse. Muslime hassen uns und befinden sich im Dauerkrieg mit uns."