Barbara Rosenkranz

© ÖSTERREICH/ Fally

 

"Selbstverständlich gab es Gaskammern"

Heute startet Barbara Rosenkranz mit einer Pressekonferenz zu ihrem Amtsverständnis offiziell in den Wahlkampf. Ihren ersten Auftritt nach der Aufregung um ihre Haltung zur NS-Zeit absolvierte die FPÖ-Präsidentschaftskandidatin bereits gestern in der Diskussionssendung „Talk of Town“ auf PULS4. Dort lieferte sie sich einen harten Schlagabtausch mit der Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig,

Mehrmaligen Aufforderungen von Glawischnig („Jetzt äußern Sie sich endlich klar zu Gaskammern und den Verbrechen der Nazizeit!“) wich Rosenkranz jedes Mal aus. „Ich stehe für eine Schlammschlacht nicht zur Verfügung“, sagte sie.

Glawischnig verlangte, dass Rosenkranz ihre Kandidatur zurückziehe. „Ich bin das Opfer einer Kampagne“, konterte Rosenkranz, deren „enorme Brutalität“ sei für jeden „offenkundig“. Auch Glawischnigs Vorwurf, dass ihre Kandidatur Österreich in ein „Nazi-Eck“ rücke, ließ Rosenkranz nicht gelten. Sie selbst sieht sich als „bürgerliche Alternative“ zu Heinz Fischer und nannte als Beispiel ihr „familienpolitisches Angebot“. Sie besteht weiterhin darauf, „Hausfrau“ zu sein. Der Feminismus sei ein „Irrweg“.

"Selbstverständlich gab es Gaskammern"
Am Donnerstag war es dann endlich so weit. Die freiheitliche Bundespräsidentschaftskandidatin hat sich eindeutig zum Holocaust geäußert: "Selbstverständlich hat es Gaskammern gegeben. Selbstverständlich hat es schreckliche Verbrechen gegeben. Kein vernünftiger Mensch stellt das in Frage", stellte sie klar.

Rosenkranz beendete mit ihrer Aussage zu den Gaskammern eine wochenlange Debatte. Kritiker hatten ihr teilweise Holocaust-Leugnung vorgeworfen. Die FPÖ-Präsidentschaftskandidatin selbst sieht sich dabei als "Opfer eine Kampagne".

Grüne: "Trotzdem ungeeignet"
"Wer nur unter massivem öffentlichen Druck und dann mit Mühe die historische Wahrheit über die Lippen bringt, dass es Gaskammern gegeben hat, ist völlig ungeeignet für das höchste Amt der Republik", findet Alexander Van der Bellen, außenpolitischer Sprecher der Grünen. Noch gestern abend habe die blaue Frontfrau im TV trotz mehrmaliger Nachfrage Glawischnigs diese Worte nicht sagen können oder wollen.

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