Strache – Maulheld oder echter Chef?

26.04.

© Niesner

Strache – Maulheld oder echter Chef?

Sie sei „Opfer einer unglaublichen Hetzjagd“ gewesen, mimte Heinz-Christian Strache halbherzig den Ritter in Blau für seine angeschlagene Barbara Rosenkranz. „Dass er Rosenkranz als Hexe bezeichnet, ist aber gar nicht nett“, ätzten darauf gleich mehrere Beobachter auf der Internet-Plattform Twitter.

So weit wollen wir hier nicht gehen. Dass Strache die „liebe Barbara“ – so spöttelt er gerne im kleinen Kreis – aber gar nicht lieb hat, ist Insidern freilich seit Längerem bekannt. Sie und ihre ultranationalen Förderer hatten ihm schließlich die Rosenkranz-Kandidatur eingebrockt, die Strache tatsächlich verhindern wollte. Er fürchtete sich vor genau jenen Schlagzeilen (siehe Faksimile), die die Rechtsaußen-Kandidatin ihm auch eingebracht hatte. Hat er nun also Grund zur Schadenfreude? Wohl kaum. Sein mühsam aufgebautes Bild des vermeintlich jungen, dynamischen angeblichen „Sozialfighters“ bröckelt rapide ab. Er muss jetzt (endlich) beweisen, wer wirklich Chef im blauen Ring ist: Er oder die Nationalen um Martin Graf und Co.

Straches Gespenster
Strache bleibt für seinen Machtkampf mit seinen bisherigen Förderern nicht viel Zeit: Im Oktober steht er in Wien selbst zur Wahl. In Wien hat Frau Rosenkranz – trotz zahlreicher Strache-Plakate – noch schlechter abgeschnitten als im Bundesdurchschnitt. Nur durch die nächtliche Clubbingszene zu ziehen oder auf eine „Freibäder-Tour“ zu gehen, wird da bei Weitem nicht ausreichen.

Wenn Strache bei der Wien-Wahl unter 25 Prozent liegt, wird auch seine Stunde schlagen.

Schon aus Eigeninteresse muss Strache jetzt zeigen, ob er bloß ein Maulheld ist oder ob er sich in der eigenen Partei auch durchsetzen kann ...

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