Interview mit Busek

© Reismann

"Strache für US-Bürger ärger als Haider"

ÖSTERREICH: Herr Busek, als Präsident des Forum Alpbach sind Sie viel im Ausland unterwegs. Wie bewertet man das Antreten von Barbara Rosenkranz international?

Erhard Busek: Ich war bis vorgestern in den USA und ich muss sagen: Leider gibt es schon internationale Reaktionen. Dort wird das sehr registriert. Und das kommt nicht einfach vom World Jewish Congress. Sondern ich höre das z. B. auch aus dem universitären Bereich, an der Columbia, in New Orleans, in Washington – überall wird davon geredet. Man muss dann halt immer sagen, dass Rosenkranz nicht für ganz Österreich steht.

ÖSTERREICH: Was sagen die Leute denn genau?

Busek: Man ist natürlich sehr besorgt. Man sieht das auch als rechtsextreme Positionierung von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Man hat sich einfach nicht vorstellen können, dass jemand noch ärger ist als Jörg Haider. Strache hat sich mit dem Vorschlag dieser Dame ja so positioniert, dass das außerhalb des demokratisch Verträglichen liegt.

ÖSTERREICH: Die FPÖ hat einen Monat vor ihrer Entscheidung gesagt, sie will v. a. nicht, dass Fischer allein antritt. War es ein Fehler von der ÖVP, keinen eigenen Kandidaten aufzustellen?

Busek: Nein, obwohl vieles auch an der verunglückten Diskussion durch Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll liegt. Aber ich glaube, dass die FPÖ-Strategie, bürgerliche Wähler zu gewinnen, sowieso nicht aufgehen wird. Denn dazu hätte es eine bürgerliche Kandidatin gebraucht – was Rosenkranz nicht ist. Interview: K. Nagele

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