10. April 2011 20:56

Italien erpresst EU 

Tausende Flüchtlinge an unserer Grenze

Die EU streitet sich, wer die Tausenden Flüchtlinge aufnehmen soll.

Tausende Flüchtlinge an unserer Grenze
© Reuters

Chaos um die Flüchtlinge in Italien. Etwa 25.000 Nordafrikaner sind in den vergangenen Wochen auf Lampedusa und Malta gelandet. Das hochbrisante Thema ist auch Mittelpunkt des heutigen EU-Innenminister-Gipfels in Luxemburg.
Italien fühlt sich mit dem Problem von der EU allein gelassen. Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat allerdings bereits eine Lösung nach seinem Geschmack gefunden: In einer Art Erpressungsversuch stattet er die Flüchtlinge mit Visa aus. Damit können sie sich jetzt sechs Monate lang frei im Schengen-Raum bewegen – und zum Beispiel nach Österreich einreisen.

Die Reaktionen sind erbost: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will die Grenze zu Österreich wieder kontrollieren, um zu verhindern, dass die Flüchtlinge nachDeutschland einreisen: „Wir werden es nicht hinnehmen, dass die italienische Regierung die Tunesier einfach zu Touristen erklärt und sie auf diese Weise in andere Länder abschiebt“, sagt Herrmann.

Fekter verschärft die Kontrollen an Grenze

Auf ihrem Weg von Italien nach Deutschland könnten die Flüchtlinge so in Österreich hängen bleiben. Innenministerin Maria Fekter hat bereits vor einigen Wochen veranlasst, im Grenzgebiet zu Italien verschärft zu kontrollieren. In Tirol und Kärnten werden Züge, Flughäfen, Autobahnen und Bundesstraßen verstärkt überprüft. „Wir bemerken einen Anstieg bei den illegalen Einreisen vom Süden her“, begründet Fekter den Einsatz im 
ÖSTERREICH-Interview (siehe nächste Seite).

Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) gehen diese Maßnahmen nicht weit genug: „Man muss Vorsorge treffen, um einen Flüchtlingsstrom zu verhindern. Wir müssen klären, was von italienischer Seite geplant ist. Wenn das nicht funktioniert, müssen restriktive Grenzkontrollen wieder eingeführt werden.“ Selbst einen Grenzeinsatz des Bundesheeres kann sich Dörfler vorstellen: „Man muss das burgenländische Wahl-Programm stoppen und die Mannschaften nach Kärnten und auch nach Tirol verlegen.“


EU-Kommissarin will freiwillige Aufnahme
EU-Innenkommissarin Cäcilia Malmström hat an die EU-Staaten appelliert, für die Flüchtlinge freiwillig „Aufnahmeplätze anzubieten“. Fekters Antwort: Die meisten der Bootsflüchtlinge haben gar keine Chance auf Asyl: „Die Menschen, die derzeit über das Mittelmeer kommen, sind keine Kriegsflüchtlinge. Sie stellen nicht einmal einen Asylantrag.“

Autor: gü

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4 Postings
omen meint am 11.04.2011 20:19:24 ANTWORTEN >
keiner zieht in erwägung diese wirtschaftsflüchtlinge und schm
...tzer wieder in ihre heimat zu bringen ...
20er meint am 11.04.2011 08:41:19 ANTWORTEN >
Raus aus der EU und die Grenzen wieder dicht!
Das wäre wirklich am besten und unser Land verkraftet keine neuen Flüchtlinge und Zuwanderer mehr. Einmal muss doch für unser kleines Land Schluss sein, bevor wir noch selbst versinken!
Zillertaler333 meint am 11.04.2011 08:12:46 ANTWORTEN >
Es wäre viel vernünftiger,Österreich scherrt sich raus aus der EU,wir wollen uns das nicht gefallen lassen was uns die EU in Brüssel vorschreibt
stefanmatun meint am 11.04.2011 01:32:40 ANTWORTEN >
das angeblich beschlagnahmte geld aus diesen ländern von den bösen diktatoren zumindest einmal teilweise für die flüchtlinge von dort freigeben. die kann man dann ruhig in 5 sterne hotels abwärts damit einquartieren. besser als heteliers steuern zu senken wie in deutschland ect. oder geht das nicht, weil die mächtigen in der eu noch böser sind? irgendwas ist an der ganzen welt faul.
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