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Die Nerven liegen blank

Wilder SPÖ-Streit: So kam es zur Rauferei im Kanzleramt

Die schier unglaubliche Geschichte: Zwei langjährige Mitarbeiter des Kanzleramts und ein Mitarbeiter der SPÖ-Zentrale in der Löwelstraße gerieten sich in die Haare. Aus SPÖ-Insiderkreisen heißt es, dass sich die drei zunächst gegenseitig Beschimpfungen an den Kopf warfen. Dann die völlige Eskalation: Einer der Kern-Mitarbeiter verlor laut "Die Presse" die Nerven und stieß den Kollegen aus der Parteizentrale zu Boden.

Konflikt über Linie und Strategie im Wahlkampf

Grund für die Rauferei war laut Partei-Insidern der seit Monaten schwelende Konflikt um die Wahlkampf-Strategie und die Wahlkampflinie. Wie ÖSTERREICH berichtete, soll die Koordination des Wahlkampfs ja nicht bei der Parteizentrale, sondern bei Kanzleramtsminister Thomas Drozda liegen.

Darüber sowie über die Frage, ob die SPÖ mit der FPÖ koalieren solle, kracht es in der Partei seit Wochen gewaltig. Zum Thema Urabstimmung gibt es keine einheitliche Linie in der Partei.

Zudem steigt die Nervosität, weil der neue ÖVP-Chef Sebastian Kurz derzeit in allen Umfragen überlegen führt und die SPÖ sogar auf Platz drei hinter die FPÖ verweist.

Die Rauferei im Kanzleramt blieb nicht folgenlos. Der Kern-Mitarbeiter soll in der Löwelstraße bis auf Weiteres "Hausverbot" haben.

Eine offizielle Stellungnahme wollte in der SPÖ am Dienstag niemand abgeben.

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