17. Mai 2010 17:48
Heute trifft Werner Faymann in Berlin ein. Und der rote Kanzler hat ein
beachtliches Programm: Zunächst trifft er SPD-Fraktionschef Frank-Walter
Steinmeier. Mit dem deutschen Ex-Außenminister wird Faymann über eine
verstärkte Kooperation der europäischen Sozialdemokraten beratschlagen.
Immerhin gibt es – nach Gordon Browns Abwahl – nur noch vier
sozialdemokratische Regierungschefs in der EU. Faymann will also auch die
Oppositionschefs im „Kampf gegen die Krise und Spekulanten“ einbinden.
Visite bei Merkel.
Danach empfängt dann Deutschlands
CDU-Kanzlerin Angela Merkel ihren österreichischen Amtskollegen. Faymann
will die Deutsche von einem gemeinsamen Vorgehen bei Transaktions- und
Bankensteuer überzeugen. Beim nächsten EU-Regierungschefgipfel im Juni in
Brüssel sollen die ersten Weichen dafür gestellt werden.
Nach dem Termin mit Frau Merkel wird der rote Bundeskanzler dann vor der
SPD-Fraktion im Bundesrat eine Rede zum europäischen Finanzmarkt halten. Die
Genossen goutieren Faymanns rigide Linie gegen Spekulanten.
Politiker-Angst vor der neuen Asche-Wolke
(c) ÖSTERREICH/ Kernmayer
Zittern. VP-Vizekanzler Josef Pröll ist seit gestern beim
EU-Finanzministertreffen in Brüssel. Eigentlich sollte der VP-Chef heute
Nachmittag wieder nach Wien fliegen. Nun befürchtet Pröll, dass sich sein
letztwöchiges Schicksal wiederholt: Da verhinderte die Aschewolke
stundenlang Prölls Rückflug aus Brüssel. Nun gibt es erneut Anzeichen eines
Flugverbotes. Die Aschewolke könnte auch die Reisepläne des Bundeskanzlers
behindern (siehe oben). Aber zumindest ab Mittwoch – da fliegt Faymann nach
Shanghai – dürfte der Luftraum wieder offen sein.
Schwarzer Zwist um Bildung
(c) APA
Zwei Fronten. ÖAAB-Chef Michael Spindelegger hat nun das neue
ÖVP-Bildungskonzept vorgestellt: In seinem Programm werden tatsächlich mehr
Nachmittagsbetreuung bereits im Vorschulalter und eine „stärkere
Chancengleichheit“ forciert. Mutigere Schritte in Richtung Gesamtschule
wurden von Spindeleggers Partei allerdings verhindert. Sein Bildungskonzept
geht einigen in der VP trotzdem zu weit.
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