Grüner Konflikt wegen Rosenkranz

14.03.

© Gerhard Fally/TZ ÖSTERREICH

Grüner Konflikt wegen Rosenkranz

Im Winkerl. Hinter verschlossenen Türen debattieren die Grünen derzeit heftigst über die Bundespräsidentenwahlen. Grünen-Chefin Eva Glawischnig wollte ursprünglich ihren Vorgänger Alexander Van der Bellen ins Rennen schicken. Dieser hatte sich bekanntlich erfolgreich dagegen gewehrt. „Jetzt haben wir den Salat“, ärgert sich ein Grüner. „Alle reden über Rosenkranz und wir spielen keine Rolle.“

Aber auch eine andere Frage spaltet die Grünen: Während sich Van der Bellen bereits klar für den amtierenden Bundespräsidenten Heinz Fischer ausgesprochen hat, weigert sich Glawischnig, eine Wahlempfehlung für Fischer abzugeben. „Sie will einfach nicht, dass wir als Beiwagerl der Roten wahrgenommen werden“, rechtfertigt sich ein Vertrauter. In der Basis rumort es aber genau wegen dieser Einstellung. „Wir können nicht einfach nur in der Mitte stehen und sagen ‚Rosenkranz ist pfui, aber mehr sagen wir nicht‘ “, bringt es ein Kritiker auf den Punkt. Tja, aber bis zur Wahl am 25. April hat Glawischnig ja noch Zeit, „um umzudenken“ 

Fekters Kampf gegen die Landeshauptleute

Wunden. Die Niederlage um das Erstaufnahmezentrum in Eberau hat bei Maria Fekter Blessuren hinterlassen. Dass sich die Landes-Chefs so „kooperationsunwillig“ zeigen, verstört die starke schwarze Innenministerin. In den kommenden Wochen will sie hinter den Kulissen trotzdem neue Gespräche aufnehmen. Ein drittes Erstaufnahmezentrum hat sie bereits aufgegeben. Doch zumindest über kleinere Einrichtungen in allen neun Bundesländern will sie reden. Im kleinen Kreis bekannte Fekter aber bereits: „Vor den drei Landtagswahlen dieses Jahr wird sicher nichts weitergehen.“ Indes zeigen parteiinterne Umfragen, dass die populistisch geführten Debatten gegen ein neues Asylzentrum zu „einem weiteren dramatischen Anstieg der Fremdenfeindlichkeit geführt“ haben, sagt ein ÖVP-Mann. Ein schlechtes Vorzeichen für die Wien-Wahl?

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