13. Juli 2010 23:18
Ende der Woche wird der kaufmännische ORF-Direktor Richard Grasl seinen
Prüfbericht zu der von ÖSTERREICH aufgedeckten ORF-WM-Karten-Causa vorlegen
– mit brisanten Details.
Der ORF hatte im Dezember 136 Karten für die Fußballweltmeisterschaft in
Südafrika gekauft. Preis: 31.590 Dollar. Mitte Mai wurde die
ORF-Enterprise von ORF-Infodirektor Elmar Oberhauser verständigt, um Karten
weiter zu vermitteln. Laut Prüfbericht ein zu später Zeitpunkt.
Amon muss selber zahlen
10 Karten wurden an die EBU (Verbund
öffentlich rechtlicher Sender) zurückgegeben, drei Karten in der letzten
Woche verkauft. 119 Karten sind nutzlos verfallen. Preis: rund 20.000 Euro
(Gegenwert von 1.250 Gebührenzahlern).
Weiterer brisanter Punkt: ORF-Chefredakteur Karl Amon war mit zwei
ORF-Karten beim Finale. Laut Brief an ORF-Chef Wrabetz waren diese zunächst
als Prämie gedacht. Dann hieß es, Amon vertrete den ORF. Jetzt ließ
Oberhauser ausrichten: Amon wird die Karten selbst zahlen...
EU-Wirbel um USA-Touristen und 10 Dollar
ÖVP-EU-Delegationsleiter Ernst Strasser macht sich nun gemeinsam mit
deutschen und niederländischen EU-Mandataren stark gegen neue US-Pläne.
Strasser wird eine Anfrage an die EU-Kommission stellen. Der Hintergrund:
Die USA wollen neben der Daten, die etwa österreichische Touristen 72
Stunden vor ihrer US-Einreise angeben müssen, nun auch noch eine
Kreditkartennummer haben.
Denn die USA wollen künftig zehn US-Dollar vor der Einreise verlangen. Strasser
stellt sich dagegen und will wissen: „Will die Kommission Maßnahmen gegen
die Einführung dieser Gebühr ergreifen?“ Strasser sieht die
US-EU-Beziehungen dadurch „beeinträchtigt“.