Sogar FPÖ-Wähler zeigen Unmut
Homo-Ehe: FPÖ-Posting sorgt für Wirbel
Der FPÖ-Landesparteiobmann in Oberösterreich, Manfred Haimbuchner, hat eine "Ehe für alle" am Mittwoch klar abgelehnt. Die Ehe und die daraus abzuleitenden Rechte seien in Österreich Mann und Frau vorbehalten, und das solle auch so bleiben, erklärte der Landeshauptmann-Stellvertreter in einer Aussendung. "Die Homo-Ehe wäre ganz klar eine Aufweichung der familiären Strukturen", so Haimbuchner.
"Symbolpolitik für Randgruppen"
Solange Familien steuerlich benachteiligt würden, es sich die wenigsten Familien leisten könnten, dass die Mutter zu Hause bleibt und eine österreichische Frau durchschnittlich nur 1,44 Kinder zur Welt bringt, sollte sich die Politik "nicht mit Symbolpolitik für Randgruppen" befassen, meinte Haimbuchner. Er warnte davor, dass mit der Homo-Ehe das Adoptionsrecht für Homosexuelle durch die Hintertür eingeführt würde.
Allerdings dürfen bereits jetzt homosexuelle Paare Kinder adoptieren. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hatte das im Gesetz über die Eingetragene Partnerschaft enthaltene Adoptionsverbot im Jänner 2015 aufgehoben. Das leibliche Kind des Partners dürfen Homosexuelle schon seit 2013 adoptieren.
"Ich will nicht, dass der Franz den Lois heiratet, damit sie den Sepp adoptieren können.", schreibt er.
Eine FPÖ-Wählerin dazu: "Ich bin FPÖ wählerin muss aber deswegen nicht immer die gleiche Meinung haben. Habe nichts gegen gleichgeschlechtliche Paare."
Eine weitere: "Sehe ich wie du. Bei mir dürften gleichgeschlechtliche Paare auch ohne Weiteres Kinder adoptieren. Es geht doch um den Menschen und nicht um die sexuelle Orientierung. Habe ich noch nie verstanden, diese Ungleichbehandlung. Bleibe trotzdem überzeugter FPÖ Wähler."
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Rot-Grün-Pink für Homo-Ehe
SPÖ, Grüne und NEOS haben sich auf einen gemeinsamen Antrag zur Öffnung der Ehe für Homosexuelle verständigt. Dieser wird am Nachmittag auch im Nationalrat debattiert und abgestimmt. Konkret geht es dabei freilich nur um eine Fristsetzung für die Behandlung der Materie, also nicht schon um den Beschluss.
Angesichts der Mehrheitsverhältnisse und der Ablehnung von ÖVP, FPÖ und Team Stronach dürfte die Umsetzung des Anliegens zumindest in nächster Zeit allerdings ohnehin kaum realisierbar sein.
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