Zwischenruf
Nach Eklat im Parlament: Jetzt wehrt sich FPÖ-Belakowitsch
"Da habt ihr viel Spaß gehabt, gell?", rief die FPÖ-Abgeordnete Dagmar Belakowitsch in Richtung NEOS-Klubobmann Yannick Shetty, der gerade über dessen Besuch der Massengräber in Butscha im Nationalrat berichtete. Für den Zwischenruf - er wurde auch im Protokoll der Sitzung festgehalten - wurde Belakowitsch ein Ordnungsruf erteilt.
"Wer Massaker verharmlost, hat keinen Platz in der österreichischen Innenpolitik", forderte die stellvertretende NEOS-Klubobfrau Martina Künsberg Sarre den Rücktritt der FPÖ-Mandatarin. Auch Grünen-Chef Werner Kogler zeigte sich entsetzt über den Sager. Er war als nächster Redner an der Reihe. "Das ist unterirdisch", lautete sein Urteil.
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Jetzt setzte Belakowitsch ein Facebook-Posting ab, in dem sie sich erklärt. "Um eines klarzustellen: Ich habe nicht Massengräber ukrainischer Zivilisten verächtlich gemacht oder mich Opfern gegenüber geringschätzig geäußert", schreibt sie in dem Beitrag. Mit dem Zwischenruf habe sie die "ausgelassene Stimmung der Delegation im Rahmen dieser Reise" kritisieren wollen.
"Dort ist von Betroffenheit nichts zu erkennen: Selfies, sich zuprosten und lachende Gesichter! Das ist unangebracht", so die Freiheitliche. Zu dem Beitrag teilte sie noch Screenshots und Bilder von Teilnehmern der Reise.
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