Spanien
Kuss-Opfer Hermoso braucht Psychologen
Hermoso hofft, dass der Kuss-Skandal um den ehemaligen Präsidenten des spanischen Verbands, Luis Rubiales, bei der Frauen-WM etwas Gutes bewirkt. "Zum Glück oder leider gibt es diese Geschichte. Aber ich werde lernen, sie positiv zu nutzen, um für das zu kämpfen, was meiner Meinung nach gut für die Gesellschaft ist", sagte die 33-Jährige gegenüber dem Magazin GQ Spanien.
Ex-Boss will in Berufung gehen
Rubiales wurde von der FIFA für drei Jahre für alle fußballbezogenen Aktivitäten gesperrt, nachdem er Hermoso beim Finale im August einen offenbar nicht einvernehmlichen Kuss gegeben hatte. Er kündigte an, in Berufung gehen zu wollen. Der Skandal überschattete nicht nur den WM-Triumph der spanischen Frauen, sondern entwickelte sich zu einem "Me Too"-Moment.
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Hermoso: "Habe Drohungen erhalten"
Hermoso sprach von einer schwierigen Zeit und dass sie weiterhin mit ihrem Psychologen zusammenarbeite. "Ich musste die Konsequenzen einer Tat tragen, die ich nicht provoziert habe, die ich nicht gewählt oder geplant hatte", fügte sie hinzu. "Ich habe Drohungen erhalten, und das ist etwas, woran man sich nie gewöhnt". Auf die Frage, wie sie in Erinnerung bleiben wolle, meinte die Spielerin: "Als jemand, der Spanien an der Spitze verlassen wollte, aber vor allem als jemand, der versucht hat, viele Mentalitäten zu ändern."
Der Hashtag #SeAcabo, der auf Spanisch "Es ist vorbei" bedeutet, ist zu einem Mantra für diejenigen geworden, die Veränderungen fordern. "Die #SeAcabo-Bewegung muss eine neue Ära einleiten", so Hermoso.
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