Darts-WM
Suljovic-Betrug? Jetzt meldet sich Littler zu den Vorwürfen
Der überraschende Erfolg von Mensur Suljovic bei der Darts-Weltmeisterschaft sorgte für reichlich Gesprächsstoff. Der 53-jährige Wiener bezwang am Sonntag im Londoner Alexandra Palace den als Nummer 32 gesetzten Engländer Joe Cullen nach Satzrückstand mit 3:1 – und löste damit eine hitzige Debatte über Fairness und Spieltempo aus.
Zur Erinnerung: Suljovic ließ sich bei seinen Würfen auffällig viel Zeit und feierte gewonnene Legs teils ausgiebig. Sein Stil brachte Cullen sichtlich aus dem Konzept. Nach der Partie machte der Engländer seinem Ärger öffentlich Luft und sprach in einem emotionalen Posting sogar von „Betrug“. Besonders das langsame Tempo und einzelne Gesten seines Gegners seien für ihn nicht akzeptabel gewesen.
Titelverteidiger Littler verteidigt Suljovic
Ganz anders sah das Luke Littler, der selbst kurz zuvor einen klaren 3:0-Erfolg gegen David Davies gefeiert hatte. Der erst 18-jährige Shootingstar stellte klar: „Er hat das Spieltempo etwas verlangsamt, aber das ist nicht verboten. So spielt Mensur nun einmal.“ Für Littler sei daran nichts Unfaires gewesen – auch wenn Cullen das anders empfunden habe.
Ähnlich äußerte sich auch Suljovic selbst auf der Pressekonferenz. Er betonte, nie unsportlich gehandelt zu haben: Er möge Cullen und könne sich die heftige Reaktion nur dadurch erklären, dass sein Jubel vielleicht als provokant wahrgenommen worden sei. „Es war nichts Ernstes“, stellte der Österreicher klar.
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Suljovic-SMS an Littler: »Wir sehen uns in Runde drei«
Brisant: In der Runde der letzten 32 kommt es nun zum direkten Duell zwischen Suljovic und Titelverteidiger Littler. Wie dieser verriet, hatte Suljovic das Aufeinandertreffen sogar vorausgeahnt und ihm vor dem Turnier geschrieben: „Wir sehen uns in Runde drei.“ Littler blieb gelassen: Er wolle sich nicht speziell auf den Spielstil des Routiniers vorbereiten. „Er spielt, wie er spielt. Ich habe sein Match gesehen – er ist einer der Guten auf der Tour.“ Das Duell nach Weihnachten verspricht also nicht nur sportlich, sondern auch emotional Spannung.
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