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Früherer Kampftruppen-Abzug aus Afghanistan

Frankreich setzt sich durch

Früherer Kampftruppen-Abzug aus Afghanistan

Frankreich hat beim NATO-Gipfel seinen vorzeitigen Kampftruppen-Abzug aus Afghanistan bis Ende des Jahres durchgesetzt. "Wir haben eine gemeinsame Abmachung gefunden", sagte der neue Staatspräsident Francois Hollande am Sonntagabend (Ortszeit) am Rande des Spitzentreffens in Chicago nach Beratungen.

Im kommenden Jahr sollten Soldaten für die Ausbildung der afghanischen Polizei und Armee im Rahmen der NATO-Schutztruppe ISAF verbleiben, sagte Hollande. Auch die Rückführung der Truppenausrüstung brauche Zeit. Hollande sicherte eine langfristige Unterstützung Afghanistans nach 2014 zu, dazu habe Frankreich bereits mit Kabul einen Vertrag abgeschlossen. Der afghanische Präsident Hamid Karzai heiße den Pariser Kurs gut.

Auf die Frage, ob sich Kanzlerin Angela Merkel kritisch zu dem vorzeitigen Abzug geäußert habe, antwortete Hollande knapp: "Sie hat mir nichts gesagt." Frankreich habe auch Bedingungen bei der neuen NATO-Raketenabwehr gestellt. Wegen des Projekts dürften die Budgets in den Mitgliedstaaten nicht aus dem Ruder laufen. "Zudem ist der Dialog mit Russland absolut unerlässlich", sagte Hollande. Moskau hat erhebliche Vorbehalten gegen das Vorhaben.

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