21. April 2010 06:54
Das war der 6. Tag der Asche-Wolke. Alle Entwicklungen zum Nachlesen!
17:44 Uhr: Die Neustädter Flugzeugwerft Diamond Aircraft und die
Mess- und Umwelttechnik MLU aus Mödling helfen im Flug-Chaos: Die
Spezialisten rüsten Leichtflugzeuge zur Messung der Partikelkonzentration in
der Vulkanasche-Wolke aus.
Bisher basierten die Daten auf kaum belegbaren Berechnungen der Meteorologie
– weswegen tagelang Flüge über Europa gegroundet waren. Der „Airpointer“ von
MLU, eine rein österreichische Entwicklung, liefert hingegen kontinuierlich,
im Sekundentakt – und online – Echtzeit-Daten. Unabhängig vom Umgebungsdruck
oder Durchfluß-Speed.
Anlass für die Entwicklung war der Ausbruch des Eyjafjalle-Vulkans auf
Island und seine riesige Aschewolke. Sie zu durchfliegen kann Jet-Triebwerke
gefährden. Die modernen Dieselaggregate der Diamond Aircraft-Maschinen, die
die MLU-Technik in den Himmel tragen, können wegen niedriger
Verbrennungstemperaturen und verwendeter Luftfilter nicht beschädigt werden.
Ein erster Testflug am Dienstag zeigte enorme Differenzen der
Partikelkonzentration in der Luft auf – über Wien 150 Mal höher als am
Semmering. Unbestätigt ist, ob das auf die Aschewolke zurück zu führen ist.
Weitere Flüge sollen das klären, vornehmlich über dem Airport Schwechat und
nach Süden.
17:01 Uhr: Die Ablagerung in den Alpen dürfte nicht zu einem noch
schnelleren Abschmelzen der Gletscher führen, auch eine Gefahr für die
Umwelt sei nicht gegeben. Vulkanasche oder Staub aus der Sahara, der bei
bestimmten Wetterlagen immer wieder nach Tirol komme, hätten keinen Einfluss
auf das "Ewige Eis", meinte Gabl.
16:09 Uhr: So manchem Reisenden, der wegen der Aschenwolke seinen
Auslandsaufenthalt unfreiwillig verlängern musste, gehen langsam die
finanziellen Mittel aus. Ein Urlauber ist laut ÖAMTC in Taipeh gestrandet
und hat von seiner Fluglinie erst für den 5. Mai eine Rückflugbestätigung.
Ein anderer Tourist wartet in Sydney mit 55.000 anderen Reisenden auf einen
Heimflug, der wohl erst am 7. Mai stattfinden wird.
14:44 Uhr: Die Bandmitglieder von Metallica haben weder stundenlange
Bus- noch Schifffahrten gescheut, um trotz Vulkanasche ihren Tourplan in
Europa einhalten zu können. Die Heavy-Metal-Gruppe war insgesamt 28 Stunden
von Oslo nach Riga unterwegs.
14:27 Uhr: Den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport kostet das
Flugverbot in den vergangenen Tagen bis zu 15 Mio. Euro.
14:22 Uhr: "Nach Rücksprache mit dem Außenministerium besteht
aber auch die Möglichkeit, dass Angehörige oder Freunde im Außenamt oder den
Polizeidienststellen in Österreich ein Gelddepot erlegen, das dann vor Ort
von den Botschaften ausgezahlt wird", sagte ÖAMTC-Juristin Gabriele
Pfeiffer
14:16 Uhr: Der ÖAMTC empfahl am Mittwoch den Angehörigen eine
Überweisung durch ein Unternehmen, das auf weltweiten Geldtransfer
spezialisiert ist.
14:11 Uhr: So manchem Reisenden, der wegen der Aschenwolke seinen
Auslandsaufenthalt unfreiwillig verlängern musste, gehen langsam die
finanziellen Mittel aus.
14:08 Uhr: Ein Ausbruch des Katla wäre zehn Mal stärker und würde
noch dichtere Aschewolken in noch größere Höhe ausstoßen als sein kleiner
Nachbar.
13:51 Uhr: Wissenschaftler befürchten, dass die Erschütterungen am
Eyjafjallajökull eine noch gewaltigere Eruption des nahe gelegenen Vulkans
Katla auslösen könnten - und dann wären die Aussichten für Luftfahrtbranche
und Flugreisende weltweit erst recht rabenschwarz.
13:44 Uhr: Der Flughafen Salzburg meldete am Mittwoch wieder
weitgehenden Normalbetrieb: Es fielen acht Flüge aus, hauptsächlich nach
England und Deutschland.
13:33 Uhr: Am Flughafen Innsbruck hat sich die Situation am Mittwoch
weiter entspannt. Lediglich der Frühflug nach Frankfurt musste gestrichen
werden.
13:18 Uhr: Eine Umfrage zeigt, dass die meisten Österreicher die
Sperrung des Luftraums für sinnvoll halten:
13:13 Uhr: Auch am Mittwoch wurden laut Austro Control bei in
Österreich gelandeten Flugzeugen keinerlei Beschädigungsspuren durch
Vulkanasche entdeckt.
13:10 Uhr: Der Reiseveranstalter TUI nahm nach eigenen Angaben den
Normalbetrieb auf. Kunden könnten auf ihren regulär gebuchten Flügen in den
Urlaub reisen.
12:59 Uhr: Bei BMW in Dingolfing in Niederbayern wurden bereits zur
Spätschicht am Dienstag die Bänder gestoppt. Grund dafür waren
Lieferengpässe bei Elektronikbauteilen.
12:54 Uhr: Auch dem weltgrößten Autozulieferer Bosch macht das
tagelange europaweite Flugverbot zu schaffen: In vier Werken für die
Halbleiterproduktion ständen die Bänder still, sagte Geschäftsführer Bernd
Bohr.
12:48 Uhr: Die mittlerweile fast überall aufgehobenen Flugverbote
haben nun auch die Produktion des deutschen Autobauers Daimler gebremst. Am
Mittwoch seien einzelne Schichten in Sindelfingen ausgefallen, weil es
Lieferengpässe gegeben habe.
12:39 Uhr: Hoffen, dass es regnet: Die Winde über Europa drehen. Sie
werden die Vulkanasche von Island in den kommenden Tagen nach Nord-Nordost
wehen, sagen Meteorologen. Partikel, die noch über vielen Regionen hängen,
sollen Regenschauer auswaschen.
12:20 Uhr: Das mehrtägige Flugverbot gefährdet nach den Worten des
deutschen Wirtschaftsministers Rainer Brüderle den Aufschwung nicht. Die
Schäden dürften sich angesichts der beginnenden Normalisierung des
Flugbetriebs in Grenzen halten.
12:17 Uhr: Die Verspätungen hätten allerdings keinerlei Einfluss auf
geplante Einsätze der Truppe.
12:11 Uhr: Wegen der Behinderungen im europäischen Luftraum durch
die Aschewolke kommen mehr als 6000 Soldaten der internationalen Truppen
verspätet zu ihrem Einsatz nach Afghanistan.
12:01 Uhr: Seit Beginn der Gefahr am vergangenem Donnerstag fielen
mehr als 100.000 Verbindungen aus - normalerweise hätten in dieser Zeit rund
190.000 Flüge über Europa abgewickelt werden sollen.
11:56 Uhr: In den sechs Tagen mit Flugverboten an Europas Himmel ist
mehr als jeder zweite Flug gestrichen worden.
11:43 Uhr: "Am Nachmittag sieht es gut aus, dass der ganze
Kontinent aschefrei ist", erklärte der Austro Control-Sprecher.
11:33 Uhr: Das bedeutet, dass von knapp 80 Prozent gestrichenen
Flügen am vergangenen Sonntag am heutigen Mittwoch nur mehr 25 Prozent an
Streichungen übrig blieben.
11:27 Uhr: Nach Angaben von Eurocontrol vom Mittwochvormittag wurden
für den gesamten Tag bereits 21.000 Flüge erwartet. Am Sonntag waren es
lediglich 5.204 Flüge gewesen.
11:16 Uhr: Wer am Urlaubsort festsitzt, hat laut Arbeiterkammer
Anspruch auf Verpflegung und gegebenenfalls bis zum alternativen
Rücktransport auf eine Hotelunterbringung sowie auf zwei unentgeltliche
Telefonate.
11:12 Uhr: Die Flughafen Zürich AG verlangt wegen der Ausfälle nach
dem Vulkanausbruch in Island Staatshilfe.
11:08 Uhr: Die Deutsche Flugsicherung (DFS) gab den Luftraum über
Deutschland ab 11.00 Uhr ganz frei.
11:04 Uhr: Vulkanasche oder Staub aus der Sahara, der bei bestimmten
Wetterlagen immer wieder nach Tirol komme, hätten keinen Einfluss auf das "Ewige
Eis", meinte Gabl.
10:58 Uhr: Europakarte mit prognostizierter Ausbreitung der
Vulkanasche:
(c) APA
10:54 Uhr: Die isländische Vulkanasche stellt keine Bedrohung für
die heimischen Gletscher dar. Stellenweise sei eine "leicht graue
Färbung" zu beobachten
10:46 Uhr: Fly Niki musste Mittwoch früh die Kurse nach Frankfurt,
München und Paris streichen. Am Nachmittag würden aber auch diese
Destinationen wieder angeflogen, so die Sprecherin der Airline, Milene
Platzer.
10:43 Uhr: Der Mittwoch sei "wie ein Tag mit schlechtem Wetter"
zu betrachten, sagte AUA-Sprecher Martin Hehemann am Vormittag.
10:40 Uhr: Austrian Airlines gehen davon aus, heute "deutlich
über 90 Prozent" ihrer geplanten Flüge durchführen zu können. Bei
Fly Niki gab es nur in der Früh noch einige wenige Ausfälle.
10:35 Uhr: Der Internationale Branchenverein IATA gab bekannt, dass
die Wolke die Airlines 400 Mio. Dollar pro Tag kostet.
10:33 Uhr: Aus jetziger Sicht dürfte keine neue Wolke mehr bis nach
Mitteleuropa und damit auch Österreich gelangen.
10:32 Uhr: "Ich glaube, so wie es jetzt aussieht, kann man
vorsichtig Entwarnung geben", sagte Gerhard Wotawa von der
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Mittwoch.
10:31 Uhr: Entwarnung: Stößt der Vulkan in Island bis einschließlich
Freitag keine Asche mehr bis in höhere Lagen aus, dürfte die Gefahr für den
Luftraum in Österreich gebannt sein.
10:29 Uhr: Einige der 15.000 gestrandeten Qantas-Passagiere müssen
unter Umständen Wochen warten, ehe die Fluggesellschaft sie zu ihrem Ziel
fliegen kann.
10:26 Uhr: Der Reiseverband Abta warnte, dass es lange dauern könne,
bis sich die Situation normalisiere. Flugzeuge und Besatzungen seien nicht
an den Orten, wo sie gebraucht würden.
10:19 Uhr: Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat den wegen
Vulkanasche gesperrten Luftraum über Deutschland Mittwochvormittag
weitgehend freigegeben.
10:06 Uhr: Das Phänomen sei dem Sahara-Staub sehr ähnlich.
09:55 Uhr: Obwohl die Wolke für uns unsichtbar ist, hat sie
ungewöhnliche Nebenwirkungen: Sie verfärbt den Schnee in den Tiroler Bergen
braun bis grau. Das berichtet der Leiter des Tiroler Lawinenwarndienstes
Mair.
09:45 Uhr: Schafften es nicht zu ihrer eigenen Trauung: Juraj Hegyi
und seine Verlobte Zuzana Marcikova aus der Slowakei mussten in Taiwan
heiraten, da sie die Wolke am Heimflug hinderte.
(c) AP
09:32 Uhr: Gegenüber Bild.de dementierte eine DFS-Sprecherin die
Öffnung des deutschen Luftraums innerhalb von zwei Stunden. "Das
entscheidende Meeting läuft noch, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen."
09:20 Uhr: Laut Deutscher Flugsicherung wird der Luftraum über
Deutschland voraussichtlich in den nächsten zwei Stunden komplett
freigegeben.
09:09 Uhr: Wolfgang Mayrhuber, Vorstandschef der Lufthansa, rechnet
damit, dass die Fluggesellschaft heute rund 500 Flüge durchführen kann. "Wir
werden unser System so weit wie möglich hochfahren."
08:58 Uhr: Der deutsche Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer
(CSU) gibt heute um 13 Uhr eine Regierungserklärung zur Situation im
Flugverkehr ab.
08:44 Uhr: Bis sich der Flugverkehr in Großbritannien wieder
normalisiert, wird es noch dauern. British Airways erklärte, alle am
Mittwoch von Heathrow und Gatwick abgehenden Langstreckenflüge sollten
starten. Kurzstreckenflüge von und nach London würden bis Mittwoch 14.00 Uhr
gestrichen.
08:33 Uhr: Unter www.radarvirtuel.com
finden Sie eine komplette Übersicht über alle Flüge und Auswirkungen der
Wolke.
08:17 Uhr: In Frankreich will die Air France heute ebenfalls wieder
zum Normalbetrieb übergehen.
08:05 Uhr: Die Wetterprognosen für die kommenden Tage sind gut, die
Aschewolke könnte weitgehend aus Europa abziehen.
07:50 Uhr: Bis auf Widerruf sei der bisher noch gesperrt gewesene
Luftraum geöffnet, hieß es in der Früh vom finnischen Flughafen-Betreiber
Finavia.
07:36 Uhr: Auch Finnland stellte am Mittwoch als letztes
europäisches Land eine Öffnung seiner Flughäfen in Aussicht.
07:28 Uhr: Großbritannien hatte seine Flughäfen, darunter Europas
größte Drehscheibe London-Heathrow, bereits am Dienstagabend freigegeben.
07:15 Uhr: Trotzdem sitzen noch immer viele Touristen fest. Hier ein
gestrandeter Urlauber in Thailand am Flughafen von Bangkok.
(c) EPA
07:11 Uhr: Im Laufe des Vormittags werde immer mehr Luftraum
freigegeben, stellte die DFS in Aussicht. Damit dürften auch alle anderen
Flughafen im Nachbarland bis zum Abend wieder angeflogen werden, auch der
polnische Luftraum öffnet sich.
07:05 Uhr: Bis 8.00 Uhr waren in Deutschland lediglich die vier
nördlichen Flughäfen Bremen, Hamburg, Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld
nach Instrumentenflugregeln offen gewesen.
06:58 Uhr: Die Situation in der europäischen Luftfahrt hat sich am
Mittwoch in der Früh weiter entspannt. Der Luftraum über Deutschland dürfte
im Lauf des Vormittags gänzlich verfügbar sein und bis zum Abend verfügbar
bleiben.
06:44 Uhr: Der Präsident der Internationalen
Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) hat den Luftraum über Europa für sicher
erklärt. "Jetzt, wo die Behörden entschieden haben, den
Flugverkehr über Europa wieder aufzunehmen, ist es sicher. Wenn ich jetzt
über Europa fliegen müsste, würde ich es tun", sagte der
Mexikaner Roberto Kobeh Gonzalez am Dienstag.
oe24.at begrüßt Sie zum Liveticker zur Monsterwolke! Nach
der Sperre des Luftraums in weiten Teilen Europas entspannt sich die
Situation zunehmend. Bereits gestern konnten rund die Hälfte der planmäßigen
Flüge wieder durchgeführt werden, nun wurde auch das Flugverbot über
Großbritannien aufgehoben. Nach Angaben der Eurocontrol ist der gesamte
Luftraum in Europa mit Ausnahme von Finnland oberhalb von 6.100 Metern für
den Luftverkehr freigegeben. In Österreich sprachen die AUA und Flyniki
bereits gestern von "nahezu Vollbetrieb".
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