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Ganz Europa spricht über NÖ-Ascheflieger Ganz Europa spricht über NÖ-Ascheflieger

Vulkan-Chaos

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Ganz Europa spricht über NÖ-Ascheflieger

Das war der 6. Tag der Asche-Wolke. Alle Entwicklungen zum Nachlesen!

17:44 Uhr: Die Neustädter Flugzeugwerft Diamond Aircraft und die Mess- und Umwelttechnik MLU aus Mödling helfen im Flug-Chaos: Die Spezialisten rüsten Leichtflugzeuge zur Messung der Partikelkonzentration in der Vulkanasche-Wolke aus.

Bisher basierten die Daten auf kaum belegbaren Berechnungen der Meteorologie – weswegen tagelang Flüge über Europa gegroundet waren. Der „Airpointer“ von MLU, eine rein österreichische Entwicklung, liefert hingegen kontinuierlich, im Sekundentakt – und online – Echtzeit-Daten. Unabhängig vom Umgebungsdruck oder Durchfluß-Speed.

Anlass für die Entwicklung war der Ausbruch des Eyjafjalle-Vulkans auf Island und seine riesige Aschewolke. Sie zu durchfliegen kann Jet-Triebwerke gefährden. Die modernen Dieselaggregate der Diamond Aircraft-Maschinen, die die MLU-Technik in den Himmel tragen, können wegen niedriger Verbrennungstemperaturen und verwendeter Luftfilter nicht beschädigt werden.

Ein erster Testflug am Dienstag zeigte enorme Differenzen der Partikelkonzentration in der Luft auf – über Wien 150 Mal höher als am Semmering. Unbestätigt ist, ob das auf die Aschewolke zurück zu führen ist. Weitere Flüge sollen das klären, vornehmlich über dem Airport Schwechat und nach Süden.

17:01 Uhr: Die Ablagerung in den Alpen dürfte nicht zu einem noch schnelleren Abschmelzen der Gletscher führen, auch eine Gefahr für die Umwelt sei nicht gegeben. Vulkanasche oder Staub aus der Sahara, der bei bestimmten Wetterlagen immer wieder nach Tirol komme, hätten keinen Einfluss auf das "Ewige Eis", meinte Gabl.

16:09 Uhr: So manchem Reisenden, der wegen der Aschenwolke seinen Auslandsaufenthalt unfreiwillig verlängern musste, gehen langsam die finanziellen Mittel aus. Ein Urlauber ist laut ÖAMTC in Taipeh gestrandet und hat von seiner Fluglinie erst für den 5. Mai eine Rückflugbestätigung. Ein anderer Tourist wartet in Sydney mit 55.000 anderen Reisenden auf einen Heimflug, der wohl erst am 7. Mai stattfinden wird.

14:44 Uhr: Die Bandmitglieder von Metallica haben weder stundenlange Bus- noch Schifffahrten gescheut, um trotz Vulkanasche ihren Tourplan in Europa einhalten zu können. Die Heavy-Metal-Gruppe war insgesamt 28 Stunden von Oslo nach Riga unterwegs.

14:27 Uhr: Den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport kostet das Flugverbot in den vergangenen Tagen bis zu 15 Mio. Euro.

14:22 Uhr: "Nach Rücksprache mit dem Außenministerium besteht aber auch die Möglichkeit, dass Angehörige oder Freunde im Außenamt oder den Polizeidienststellen in Österreich ein Gelddepot erlegen, das dann vor Ort von den Botschaften ausgezahlt wird", sagte ÖAMTC-Juristin Gabriele Pfeiffer

14:16 Uhr: Der ÖAMTC empfahl am Mittwoch den Angehörigen eine Überweisung durch ein Unternehmen, das auf weltweiten Geldtransfer spezialisiert ist.

14:11 Uhr: So manchem Reisenden, der wegen der Aschenwolke seinen Auslandsaufenthalt unfreiwillig verlängern musste, gehen langsam die finanziellen Mittel aus.

14:08 Uhr: Ein Ausbruch des Katla wäre zehn Mal stärker und würde noch dichtere Aschewolken in noch größere Höhe ausstoßen als sein kleiner Nachbar.

13:51 Uhr: Wissenschaftler befürchten, dass die Erschütterungen am Eyjafjallajökull eine noch gewaltigere Eruption des nahe gelegenen Vulkans Katla auslösen könnten - und dann wären die Aussichten für Luftfahrtbranche und Flugreisende weltweit erst recht rabenschwarz.

13:44 Uhr: Der Flughafen Salzburg meldete am Mittwoch wieder weitgehenden Normalbetrieb: Es fielen acht Flüge aus, hauptsächlich nach England und Deutschland.

13:33 Uhr: Am Flughafen Innsbruck hat sich die Situation am Mittwoch weiter entspannt. Lediglich der Frühflug nach Frankfurt musste gestrichen werden.

13:18 Uhr: Eine Umfrage zeigt, dass die meisten Österreicher die Sperrung des Luftraums für sinnvoll halten:

umfrage

13:13 Uhr: Auch am Mittwoch wurden laut Austro Control bei in Österreich gelandeten Flugzeugen keinerlei Beschädigungsspuren durch Vulkanasche entdeckt.

13:10 Uhr: Der Reiseveranstalter TUI nahm nach eigenen Angaben den Normalbetrieb auf. Kunden könnten auf ihren regulär gebuchten Flügen in den Urlaub reisen.

12:59 Uhr: Bei BMW in Dingolfing in Niederbayern wurden bereits zur Spätschicht am Dienstag die Bänder gestoppt. Grund dafür waren Lieferengpässe bei Elektronikbauteilen.

12:54 Uhr: Auch dem weltgrößten Autozulieferer Bosch macht das tagelange europaweite Flugverbot zu schaffen: In vier Werken für die Halbleiterproduktion ständen die Bänder still, sagte Geschäftsführer Bernd Bohr.

12:48 Uhr: Die mittlerweile fast überall aufgehobenen Flugverbote haben nun auch die Produktion des deutschen Autobauers Daimler gebremst. Am Mittwoch seien einzelne Schichten in Sindelfingen ausgefallen, weil es Lieferengpässe gegeben habe.

12:39 Uhr: Hoffen, dass es regnet: Die Winde über Europa drehen. Sie werden die Vulkanasche von Island in den kommenden Tagen nach Nord-Nordost wehen, sagen Meteorologen. Partikel, die noch über vielen Regionen hängen, sollen Regenschauer auswaschen.

12:20 Uhr: Das mehrtägige Flugverbot gefährdet nach den Worten des deutschen Wirtschaftsministers Rainer Brüderle den Aufschwung nicht. Die Schäden dürften sich angesichts der beginnenden Normalisierung des Flugbetriebs in Grenzen halten.

12:17 Uhr: Die Verspätungen hätten allerdings keinerlei Einfluss auf geplante Einsätze der Truppe.

12:11 Uhr: Wegen der Behinderungen im europäischen Luftraum durch die Aschewolke kommen mehr als 6000 Soldaten der internationalen Truppen verspätet zu ihrem Einsatz nach Afghanistan.

12:01 Uhr: Seit Beginn der Gefahr am vergangenem Donnerstag fielen mehr als 100.000 Verbindungen aus - normalerweise hätten in dieser Zeit rund 190.000 Flüge über Europa abgewickelt werden sollen.

11:56 Uhr: In den sechs Tagen mit Flugverboten an Europas Himmel ist mehr als jeder zweite Flug gestrichen worden.

11:43 Uhr: "Am Nachmittag sieht es gut aus, dass der ganze Kontinent aschefrei ist", erklärte der Austro Control-Sprecher.

11:33 Uhr: Das bedeutet, dass von knapp 80 Prozent gestrichenen Flügen am vergangenen Sonntag am heutigen Mittwoch nur mehr 25 Prozent an Streichungen übrig blieben.

11:27 Uhr: Nach Angaben von Eurocontrol vom Mittwochvormittag wurden für den gesamten Tag bereits 21.000 Flüge erwartet. Am Sonntag waren es lediglich 5.204 Flüge gewesen.

11:16 Uhr: Wer am Urlaubsort festsitzt, hat laut Arbeiterkammer Anspruch auf Verpflegung und gegebenenfalls bis zum alternativen Rücktransport auf eine Hotelunterbringung sowie auf zwei unentgeltliche Telefonate.

11:12 Uhr: Die Flughafen Zürich AG verlangt wegen der Ausfälle nach dem Vulkanausbruch in Island Staatshilfe.

11:08 Uhr: Die Deutsche Flugsicherung (DFS) gab den Luftraum über Deutschland ab 11.00 Uhr ganz frei.

11:04 Uhr: Vulkanasche oder Staub aus der Sahara, der bei bestimmten Wetterlagen immer wieder nach Tirol komme, hätten keinen Einfluss auf das "Ewige Eis", meinte Gabl.

10:58 Uhr: Europakarte mit prognostizierter Ausbreitung der Vulkanasche:

ausbreitung (c) APA

10:54 Uhr: Die isländische Vulkanasche stellt keine Bedrohung für die heimischen Gletscher dar. Stellenweise sei eine "leicht graue Färbung" zu beobachten

10:46 Uhr: Fly Niki musste Mittwoch früh die Kurse nach Frankfurt, München und Paris streichen. Am Nachmittag würden aber auch diese Destinationen wieder angeflogen, so die Sprecherin der Airline, Milene Platzer.

10:43 Uhr: Der Mittwoch sei "wie ein Tag mit schlechtem Wetter" zu betrachten, sagte AUA-Sprecher Martin Hehemann am Vormittag.

10:40 Uhr: Austrian Airlines gehen davon aus, heute "deutlich über 90 Prozent" ihrer geplanten Flüge durchführen zu können. Bei Fly Niki gab es nur in der Früh noch einige wenige Ausfälle.

10:35 Uhr: Der Internationale Branchenverein IATA gab bekannt, dass die Wolke die Airlines 400 Mio. Dollar pro Tag kostet.

10:33 Uhr: Aus jetziger Sicht dürfte keine neue Wolke mehr bis nach Mitteleuropa und damit auch Österreich gelangen.

10:32 Uhr: "Ich glaube, so wie es jetzt aussieht, kann man vorsichtig Entwarnung geben", sagte Gerhard Wotawa von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Mittwoch.

10:31 Uhr: Entwarnung: Stößt der Vulkan in Island bis einschließlich Freitag keine Asche mehr bis in höhere Lagen aus, dürfte die Gefahr für den Luftraum in Österreich gebannt sein.

10:29 Uhr: Einige der 15.000 gestrandeten Qantas-Passagiere müssen unter Umständen Wochen warten, ehe die Fluggesellschaft sie zu ihrem Ziel fliegen kann.

10:26 Uhr: Der Reiseverband Abta warnte, dass es lange dauern könne, bis sich die Situation normalisiere. Flugzeuge und Besatzungen seien nicht an den Orten, wo sie gebraucht würden.

10:19 Uhr: Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat den wegen Vulkanasche gesperrten Luftraum über Deutschland Mittwochvormittag weitgehend freigegeben.

10:06 Uhr: Das Phänomen sei dem Sahara-Staub sehr ähnlich.

09:55 Uhr: Obwohl die Wolke für uns unsichtbar ist, hat sie ungewöhnliche Nebenwirkungen: Sie verfärbt den Schnee in den Tiroler Bergen braun bis grau. Das berichtet der Leiter des Tiroler Lawinenwarndienstes Mair.

09:45 Uhr: Schafften es nicht zu ihrer eigenen Trauung: Juraj Hegyi und seine Verlobte Zuzana Marcikova aus der Slowakei mussten in Taiwan heiraten, da sie die Wolke am Heimflug hinderte.

vulkan-wedding (c) AP

09:32 Uhr: Gegenüber Bild.de dementierte eine DFS-Sprecherin die Öffnung des deutschen Luftraums innerhalb von zwei Stunden. "Das entscheidende Meeting läuft noch, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen."

09:20 Uhr: Laut Deutscher Flugsicherung wird der Luftraum über Deutschland voraussichtlich in den nächsten zwei Stunden komplett freigegeben.

09:09 Uhr: Wolfgang Mayrhuber, Vorstandschef der Lufthansa, rechnet damit, dass die Fluggesellschaft heute rund 500 Flüge durchführen kann. "Wir werden unser System so weit wie möglich hochfahren."

08:58 Uhr: Der deutsche Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gibt heute um 13 Uhr eine Regierungserklärung zur Situation im Flugverkehr ab.

08:44 Uhr: Bis sich der Flugverkehr in Großbritannien wieder normalisiert, wird es noch dauern. British Airways erklärte, alle am Mittwoch von Heathrow und Gatwick abgehenden Langstreckenflüge sollten starten. Kurzstreckenflüge von und nach London würden bis Mittwoch 14.00 Uhr gestrichen.

08:33 Uhr: Unter www.radarvirtuel.com finden Sie eine komplette Übersicht über alle Flüge und Auswirkungen der Wolke.

08:17 Uhr: In Frankreich will die Air France heute ebenfalls wieder zum Normalbetrieb übergehen.

08:05 Uhr: Die Wetterprognosen für die kommenden Tage sind gut, die Aschewolke könnte weitgehend aus Europa abziehen.

07:50 Uhr: Bis auf Widerruf sei der bisher noch gesperrt gewesene Luftraum geöffnet, hieß es in der Früh vom finnischen Flughafen-Betreiber Finavia.

07:36 Uhr: Auch Finnland stellte am Mittwoch als letztes europäisches Land eine Öffnung seiner Flughäfen in Aussicht.

07:28 Uhr: Großbritannien hatte seine Flughäfen, darunter Europas größte Drehscheibe London-Heathrow, bereits am Dienstagabend freigegeben.

07:15 Uhr: Trotzdem sitzen noch immer viele Touristen fest. Hier ein gestrandeter Urlauber in Thailand am Flughafen von Bangkok.

vulkaan (c) EPA

07:11 Uhr: Im Laufe des Vormittags werde immer mehr Luftraum freigegeben, stellte die DFS in Aussicht. Damit dürften auch alle anderen Flughafen im Nachbarland bis zum Abend wieder angeflogen werden, auch der polnische Luftraum öffnet sich.

07:05 Uhr: Bis 8.00 Uhr waren in Deutschland lediglich die vier nördlichen Flughäfen Bremen, Hamburg, Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld nach Instrumentenflugregeln offen gewesen.

06:58 Uhr: Die Situation in der europäischen Luftfahrt hat sich am Mittwoch in der Früh weiter entspannt. Der Luftraum über Deutschland dürfte im Lauf des Vormittags gänzlich verfügbar sein und bis zum Abend verfügbar bleiben.

06:44 Uhr: Der Präsident der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) hat den Luftraum über Europa für sicher erklärt. "Jetzt, wo die Behörden entschieden haben, den Flugverkehr über Europa wieder aufzunehmen, ist es sicher. Wenn ich jetzt über Europa fliegen müsste, würde ich es tun", sagte der Mexikaner Roberto Kobeh Gonzalez am Dienstag.

oe24.at begrüßt Sie zum Liveticker zur Monsterwolke! Nach der Sperre des Luftraums in weiten Teilen Europas entspannt sich die Situation zunehmend. Bereits gestern konnten rund die Hälfte der planmäßigen Flüge wieder durchgeführt werden, nun wurde auch das Flugverbot über Großbritannien aufgehoben. Nach Angaben der Eurocontrol ist der gesamte Luftraum in Europa mit Ausnahme von Finnland oberhalb von 6.100 Metern für den Luftverkehr freigegeben. In Österreich sprachen die AUA und Flyniki bereits gestern von "nahezu Vollbetrieb".

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