Cameron rückt Downing Street näher

Tories und Liberale

Cameron rückt Downing Street näher

In Großbritannien deutet immer mehr daraufhin, dass der Konservative David Cameron als neuer Premierminister die nächste Regierung führen wird - vermutlich in einer Koalition mit den Liberaldemokraten. Am Dienstagabend sind alternative Koalitionsgespräche zwischen den Liberalen und der Labour-Partei geplatzt. Das bedeutet, dass Labour nach 13 Jahren die Macht an die Tories abgeben und Premierminister Gordon Brown das Amt übergeben muss. Eine offizielle Bestätigung gab es allerdings noch nicht.

Warten auf offizielle Erklärung
Labour arbeite an einer Erklärung, dass die Gespräche mit den Liberalen von ihrer Seite zu Ende seien, berichtet die BBC. Die Gespräche würden "zu keinem Ergebnis führen", zitierte die BBC einen Regierungsvertreter am Dienstag. Auch der Sender Sky News meldete, dass die Verhandlungen zwischen Labour und den Liberalen niemals richtig in Gang gekommen seien.

Tories und Liberale verhandeln parallel
Gleichzeitig gingen die Gespräche zwischen den konservativen Tories und den Liberalen weiter, am Abend standen noch Fraktionstreffen der Liberalen und der Tories an. Die Konservativen waren bei der Wahl am Donnerstag stärkste Kraft geworden, brauchen aber auch die Unterstützung der Liberalen oder müssen sich von kleineren Gruppen dulden lassen. Labour hatte bei der Wahl eine schwere Schlappe eingesteckt. Auch die Liberalen hatten Sitze abgeben müssen.

Brown tritt als Parteichef ab
Spekulation blieben Medienberichte, dass der Rücktritt von Gordon Brown als Premier unmittelbar bevorstehe. Brown hatte am Tag zuvor angekündigt, als Labour-Chef aufhören zu wollen, erst aber noch eine Koalition seiner Partei mit den Liberalen auf den Weg zu bringen. Die BBC berichtete, dass am Amtssitz von Brown in der Downing Street bereits große Umzugstaschen in Regierungswagen gepackt würden.

Labour gegen "Koalition der Verlierer"
Am Dienstag äußerten sich auch mehrere Labour-Abgeordnete ablehnend, weiter an der Regierung zu bleiben. Eine "Koalition der Verlierer" könne zu einem Desaster für Labour werden, so der frühere Innenminister David Blunkett. Labour-Bildungsstaatssekretärin Diana Johnson betonte, eine rot-gelbe Koalition hätte immer noch nicht die Mehrheit im Parlament und damit nicht genug Unterstützung. Ein hochrangiger Politiker der Liberalen erklärte, dass eine Koalition mit den Tories die bessere Option sei. Das Angebot der Konservativen sei "das einzige gute Geschäft".

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