03. Februar 2011 06:40

Aufstand in Ägypten 

Live-Ticker: Mubarak gibt erstes Interview

Die blutigen Straßenschlachten im Zentrum Kairos geraten außer Kontrolle.

Live-Ticker: Mubarak gibt erstes Interview
© AP

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Die Lage in Kairo ist nach wie vor hochexplosiv. Mubaraks Schergen karrten kiloweise Steinsäcke heran, bewarfen die Demonstranten und machten Jagd auf internationale Journalisten. Mubarak selbst erklärte in einem Interview, dass er nicht zurücktreten könne, weil das Land sonst im Chaos versinke. oe24 hält Sie hier LIVE auf dem Laufenden!



 

22:58 Uhr: Präsident Mubarak gibt seinen Gegnern die Schuld an den Gewaltexzessen in Kairo: Verantwortlich sei die Muslimbruderschaft, meinte er gegenüber dem US-Sender ABC. Mubarak betonte, dass er nicht aus Ägypten flüchten werde. Er werde zu Hause sterben, sagte der 82-Jährige.

22:35 Uhr: Die Opposition in Syrien rief für den morgigen Freitag zu einem " Tag des Zorns " auf. Es soll zu gewaltlosen Erhebungen im ganzen Land kommen.

21:42 Uhr: Schwedischer Reporter wieder aufgetaucht: Der in Kairo als verschwunden gemeldete Reporter des schwedischen Fernsehsenders SVT ist wieder aufgetaucht - misshandelt und schwer verletzt. Sein Zustand sei "stabil". Er war in der Innenstadt gekidnappt worden.

Bert Sundstrom

21.32 Uhr: "Ich kümmere mich nicht darum, was die Menschen sagen, sondern um Ägypten", sagte der 82-jährige Präsident Mubarak im ABC-Interview. Die Ausschreitungen im Zentrum Kairos täten ihm leid. "Ich möchte nicht, dass Ägypter gegen Ägypter kämpfen", sagte Mubarak.

Luftbild des Tahrir-Platzes im Zentrum Kairos
Tahrir Platz in Kairo (Satellitenaufnahme)

21.28 Uhr: Die EU-Staats- und Regierungschefs fordern demokratische Reformen in Ägypten und Tunesien. In einem am Freitag in Brüssel stattfindenden Sondertreffen wird auch die Gewalt in Ägypten verdammt: "Jeder Versuch, den freien Fluss von Informationen zu behindern, inklusive Aggressionen und Einschüchterungen gegen Journalisten, ist nicht hinnehmbar", heißt es in einem Dokument.

20.45 Uhr: Präsident Mubarak sagte gegenüber dem TV-Sender ABC, er fürchte, dass nach seinem Rücktritt Ägypten im Chaos versinke. Er würde gerne gehen, könne aber nicht. "Nach 62 Jahren Politik habe ich genug", so Mubarak. Er bleibe mit seiner Familie im stark bewachten Präsidentenpalast.

20.18 Uhr: Am morgigen Freitag droht eine weitere Eskalation des Konflikts auf den Straßen. Es werden erneut Massendemonstrationen erwartet. Die Opposition rief den "Tag des Abgangs" für Mubarak aus.

Straßenschlacht rund um Kairos Tahrir-Platz
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlachten am Tahrir Platz in Kairo (Donnerstag)
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Straßenschlachten am Tahrir Platz in Kairo (Donnerstag)
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Straßenschlachten am Tahrir Platz in Kairo (Donnerstag)
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Straßenschlachten am Tahrir Platz in Kairo (Donnerstag)
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlacht in Kairo
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Straßenschlachten am Tahrir Platz in Kairo (Donnerstag)

20.05 Uhr: Die Jagd auf Journalisten in Kairo geht weiter: Drei Mitarbeiter der "Washington Post" sollen von der ägyptischen Militärpolizei in Kairo festgenommen worden sein, berichteten Augenzeugen. Zwei Journalisten von Al-Jazeera seien von einer Schlägertruppe attackiert worden, berichtet der TV-Sender.

19.21 Uhr: Seit mehr als drei Stunden gilt in Kairo die Ausgangssperre. Doch die Menschen halten sich nicht daran. Die Straßen sind immer noch voller Demonstranten. Auf dem Tahrir-Platz harren Demonstranten hinter Barrikaden aus.

Tahrir Platz in Kairo (Donnerstag)

18.58 Uhr: Ägyptens Vizepräsident Omar Suleiman in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehen: Die Hintergründe der Angriffe auf friedliche Demonstranten müssten aufgeklärt werden. In diesem Zusammenhang sprach er von - nicht näher definierten - "Infiltratoren", die die Demonstrationen unterwandert hätten.

18:35 Uhr: Ein Reporter des schwedischen Fernsehsenders SVT ist in Kairo verschwunden. Wie SVT berichtete, meldete sich am Handy des Korrespondenten Bert Sundström ein arabisch sprechender Mann und sagte: "Euer Mann ist bei der Armee. Wenn ihr Hurensöhne ihn zurückhaben wollt, müsst ihr kommen und ihn euch holen."

18:28 Uhr: In Kairo sind Ärzten zufolge zehn Menschen ums Leben gekommen. Zwei Opfer der Ausschreitungen seien durch Schüsse ums Leben gekommen, sagte ein Mediziner in einer Behelfsklinik. Der Gesundheitsminister hatte zuvor von sechs Toten und mehr als 800 Verletzten gesprochen.

18:10 Uhr: Das Regime in Kairo lädt erstmals die verbotene islamistische Muslimbruderschaft zu Gesprächen ein. "Ich habe sie kontaktiert, aber sie zögerten noch, in einen Dialog einzutreten", so der ägyptische Vizepräsident Omar Suleiman im staatlichen Fernsehen.

17:56 Uhr: Auch Journalisten des ORF wurden angegriffen. ORF-Korrespondent Karim El-Gawhary: "Ein Trupp von zehn Schlägern hat versucht, einzudringen, das Militär ist aber eingeschritten." Die Studios seien noch kurz vor einem Live-Einstieg zu Mittag mit Stangen und Feuerlöschern verteidigt worden, berichtete El-Gawhary.

17:42 Uhr: Die ägyptische Polizei nahm in Kairo ausländische Mitarbeiter der Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch (HRW) fest. Beamte hätten das Büro gestürmt. Die Polizisten hätten gesagt: "Was haben Sie hier zu suchen? Gehen Sie zurück in ihr Land!"

17:28 Uhr: Wahnsinn Kairo: Das Video zeigt, wie ein Polizei-Transporter mit hohem Tempo in eine Menschenmenge rast:

17.13 Uhr: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte die ägyptische Regierung auf, die Angriffe gegen die Demonstranten zu unterbinden. Die Attacken müssten unverzüglich aufhören, auch dafür sei die Regierung verantwortlich.

16.50 Uhr: Auf dem Tahrir-Platz in Kairo ist nach Angaben von Rettungskräften und einem Augenzeugen ein Ausländer zu Tode geprügelt worden.

Das folgende Video aus Kairo (aufgenommen Donnerstag ca. 13.30 Uhr) zeigt, wie die Armee Warnschüsse abgibt, um der Lage Herr zu werden.

16.39 Uhr: Der deutsche TV-Sender ZDF erwägt den Abzug aus Kairo. ZDF-Büroleiter Dietmar Ossenberg war am Mittwochabend während einer Sendung von einem Laserstrahl fokussiert worden. Der ZDF-Chefredakteur sprach von "gezielten Angriffen auf Journalisten" aus den Reihen der Mubarak-Fraktion.

16.34 Uhr: Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) berichtet, dass mehrere Berichterstatter geschlagen und ihrer Ausrüstung beraubt worden. Betroffen seien Mitarbeiter von Sendern wie BBC, Al-Jazeera, CNN, Al-Arabiya und ABC News. Auch Polizisten sollen zu den Tätern gehört haben.

16:18 Uhr: Mubarak-Anhänger jagen in Hotels ausländische Reporter - Nach einem Bericht des Fernsehsenders Al-Arabiya stürmen die Anhänger Hotels in Kairo und machen Jagd auf ausländische Journalisten.

15:54 Uhr: Jetzt ist es fix: Auch Mubaraks Sohn tritt nicht bei der Präsidentenwahl an. Dies erklärte der ägyptische Vize-Präsident Omar Suleiman, wie das staatliche Fernsehen berichtet. Gamal Mubarak galt als möglicher Nachfolger seines Vaters und jetzigen Machthabers Hosni.

15.33 Uhr: Vermehrt geraten ausländische Journalisten in Schwierigkeiten. "Bürgerwehren" halten die Reporter auf, vor allem wenn sie mit ihren Foto- und Fernsehkameras deutlich erkennbar sind.

15:29 Uhr: Bis vor einer halben Stunde war ÖSTERREICH-Reporter Karl Wendl auf dem Tahrir-Platz. C.a. 30.000 Demonstranten sind dort nach wie vor versammelt. Die Straße ist übersät mit Steinen und Molotow-Cocktails, die Mubarak-Anhänger auf sie werfen. Trotz der massiven Attacken (unzählige Verletzte schleppen sich in die notdürftig eingerichteten Lazarette vorort) wollen die Demonstranten nicht aufgeben. Im Gegenteil: Sie rüsten sich für die morgige Groß-Demo.

15:27 Uhr: Österreicher verlassen Ägypten: Derzeit würden sich noch 1.000 österreichische Touristen in Ägypten befinden, teilte Außenamts-Sprecher Peter Launksy-Tieffenthal mit.  Man bemühe sich, die Ausreisewilligen auf dem Linienflug der AUA von Kairo nach Wien und insgesamt vier Charter-Flügen, durchgeführt von Lauda Air, Flyniki und der AUA von Hurghada, Sharm-el-Sheikh und Luxor nach Wien, unterzubringen. Probleme könnte laut Launsky-Tieffenthal die verhängte Ausgangssperre bereiten, die das rechtzeitige Erreichen des Flughafens für die Touristen erschweren könnte.

15:01 Uhr: Die neue ägyptische Regierung will Behinderungen des Verkehrs auf dem für den Welthandel wichtigen Suezkanal verhindern. Der Kanal funktioniere weiter, versicherte der neue ägyptische Regierungschef Ahmed Shafiq.

14:38 Uhr: UNO fliegt Mitarbeiter aus: Hunderte Mitarbeiter der Weltbehörde verlassen Ägypten.

14:27 Uhr: Viele Schüsse auf dem Kairoer Tharir-Platz: Anhänger und Gegner des ägyptischen Präsident Hosni Mubarak liefern sich wieder  heftige Auseinandersetzungen

14:04 Uhr: Außenminister Michael Spindelegger (V) hat sich heute über die Eskalation der Gewalt in Kairo "sehr besorgt" gezeigt. Er verurteilte die gewaltsamen Übergriffe auf friedliche Demonstranten und forderte die ägyptische Führung auf, die "Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen".

13:39 Uhr: Immer wieder greift die Armee ein. Sie versucht, die aufgebrachte Menge zu beruhigen und vor allem die Anhänger und Gegner des Mubarak-Regimes auseinander zu halten.

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13:18 Uhr: Die Massenproteste im Nahen Osten werden auch Thema bei der Münchner Sicherheitskonferenz sein, die am Freitag beginnt. Ein eigenes Diskussionsforum unter dem Titel "What's happening to the Arab World?"

12:55 Uhr:  Der bei den Unruhen in Kairo verletzte und von der ägyptischen Armee in Gewahrsam genommene Fotograf der European Pressphoto Agency (EPA) ist auf freiem Fuß.

12:25 Uhr: Neuer Gewaltausbruch: Im Zentrum von Kairo liefern sich Anhänger und Gegner des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak erneut heftige Auseinandersetzungen. Beide Seiten hätten sich mit Steinen beworfen, berichtete ein Reuters-Reporter. Zu den Zusammenstößen sei es in einer Seitenstraße des zentralen Tahrir-Platzes gekommen, auf dem die Gewalt bereits am Mittwoch eskaliert war. Die Mubarak-Anhänger schaffen Säcke mit Steinen heran, um die Regierungsgegner damit zu attackieren:

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12:03 Uhr: Der neue ägyptische Ministerpräsident Ahmed Shafiq hat sich am Donnerstag für die Gewalt gegen protestierende Regime-Gegner in Kairo entschuldigt. "Für Angriffe auf friedliche Demonstranten gibt es keine Ausreden, und deswegen entschuldige ich mich dafür."

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12:01 Uhr: Eine Gruppe von Randalierern hat in der Nacht auf Donnerstag zwei SOS-Kinderdörfer in Ägypten überfallen. Mehrere junge Männer sollen in die Dörfer in Kairo und Alexandria eingedrungen sein und versucht haben Essen oder Medikamente zu stehlen.

Video: Schüsse im nächtlichen Kairo. am Tahrir-Platz gab es Tote:

11:49 Uhr: Fischer-Appell: Angesichts der Unruhen in Ägypten appelliert Bundespräsident Heinz Fischer an alle Beteiligten, "auf Gewaltanwendung unbedingt zu verzichten".

11:22 Uhr: EU erhöht den Druck: Fünf Staats- und Regierungschefs von großen EU-Staaten haben zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage an die ägyptische Führung appelliert. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten die Unterzeichner "alle, die Gewalt anwenden oder dazu ermutigen". Neben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel unterschrieben Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, der britische Premierminister David Cameron, der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi und der spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodríguez Zapatero den Text.

11:07 Uhr: Die Proteste gegen das ägyptische Mubarak-Regime gehen auch auf der Sinai-Halbinsel weiter. Hunderte Regierungsgegner demonstrierten am Donnerstag in der Stadt El-Arish (Al-Arish) im nördlichen Sinai.

11:02 Uhr:  Die französische Regierung hat ihre Landsleute in Ägypten aufgefordert, so schnell wie möglich auszureisen. "Wer keine dringenden Verpflichtungen hat, in Ägypten zu bleiben, sollte baldmöglichst zurückkommen", sagte Regierungssprecher Francois Baroin.

10:46 Uhr:  Die ägyptische Armee versucht, die seit Mittwochnachmittag andauernden Straßenschlachten zwischen Gegnern und Anhängern von Präsidenten Mubarak auf dem Tahrir-Platz in Kairo zu beenden. Soldaten schoben sich zwischen beide Gruppen und waren dabei eine 80 Meter breite Pufferzone zu schaffen, berichtete ein Reuters-Journalist. Damit gab die Armee erstmals seit dem Ausbruch der Gewalttätigkeiten ihre eher passive Haltung auf.

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10:37 Uhr: Bewaffnete Anhänger des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak ziehen Augenzeugen zufolge erneut in Richtung Tahrir-Platz. Sie sollen Messer und Stöcke bei sich gehabt haben. Versammelt hätten sie sich im Stadtteil Gizeh auf der anderen Seite des Nils und bewegten sich aufs Zentrum zu.

10:24 Uhr: Zwölf Oppositionsparteien erklären ihre Bereitschaft zum "nationalen Dialog".

09:57 Uhr: In Kairo wartennoch etwa 120 Österreicher auf ihre Ausreise in die Heimat. Für sie organisiert das Außenamt Plätze für Linienflüge.

09:32 Uhr: Die Berichte über die Anzahl der Toten gehen auseinander. Es ist von zwei bis fünf Opfern die Rede.

09:11 Uhr: Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle hat schockiert auf die Gewalt in Ägypten reagiert und Sorge über eine weitere Eskalation geäußert. Es sei wichtig, dass die internationale Gemeinschaft geschlossen auftrete, denn nur dann bestehe die Chance, dass sich in Ägypten etwas ändere.

08:53 Uhr: Die Lage auf dem Tahrir-Platz in Kairo scheint sich wieder zu entspannen. Es halten sich aber nach wie vor mehrere hundert Regimegegner auf dem Platz auf, auf dem Gegner von Hosni Mubarak seit neun Tagen den Rücktritt des ägyptischen Präsidenten fordern.

08:35 Uhr:  Nach den Ausschreitungen in Kairo hat die ägyptische Armee am Donnerstagmorgen mehrere Menschen festgenommen.

Video: Gewaltausbruch am Tahrir-Platz. Gegner und Anhänger Mubaraks liefern sich Straßenschlachten.

 

08:16 Uhr: Aber auch andere Journalisten wurden geschlagen und ihrer Ausrüstung beraubt. Betroffen sind Mitarbeiter von Sendern wie BBC, Al-Jazeera, CNN, Al-Arabiya und ABC News.

07:53 Uhr: Der ORF meldet, dass eine ORF-Mitarbeiterin angegriffen wurde, weil sie ein Stativ in der Hand hielt.  Acht Journalisten seien angegriffen worden, vier würden vermisst, meldete der ORF-Korrespondent in der "ZiB 24" des ORF.

Ägypten: Blutige Kämpfe in Kairo
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Blutige Kämpfe in Kairo
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Blutige Kämpfe in Kairo
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Blutige Kämpfe in Kairo
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Blutige Kämpfe in Kairo
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Blutige Kämpfe in Kairo

07:16 Uhr: Die Lage auf dem Tahrir-Platz in Kairo hat sich in den frühen Morgenstunden weiter zugespitzt. Vier Menschen sollen durch Schüsse ums Leben gekommen sein, berichtet Al-Arbija.

06:48 Uhr: US-Außenministerin Hillary Clinton hat den neuen ägyptischen Vizepräsidenten Omar Suleiman aufgefordert, Ermittlungen zu den Straßenschlachten in Kairo am Mittwoch aufzunehmen.

06:30 Uhr: In der Nacht wurden 59 weitere Österreicher vom österreichischen Bundesheer aus Ägypten ausgeflogen. Eine Transportmaschine vom Typ C-130-Hercules aus Luxor kommend landete am Wiener Flughafen.

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In der Nobelvilla von ElBaradei

In der Nobelvilla von ElBaradei
(c) TZ ÖSTERREICH/Karl Wendl

ÖSTERREICH-Reporter Karl Wendl besuchte den Hoffnungsträger Ägyptens.

Er ist das Gesicht der Revolution: Mohammed ElBaradei (62), Friedensnobelpreisträger, Ex-Chef der Atomenergiebehörde in Wien. Ich besuchte ihn in seinem Haus. Es steht an der Alexandria-Wüstenstraße, knapp zwei Kilometer von den Pyramiden in Gizeh entfernt. Hier ist auch das (geheime) Hauptquartier seiner Bewegung. Es gibt kein Büro, kein Sekretariat. Nur ihn und seine Anhänger.

ElBaradeis Villa liegt in einer kleinen, exklusiven Siedlung. Umgeben ist das Areal von einer drei Meter hohen Mauer. An der Einfahrt ein großes, graues Doppel-Flügeltor. Davor zwei Männer im Kaftan: "Ja, Herr Baradei ist zu Hause", sagen sie.

Minuten später kommt ElBaradeis Sohn. Er ist unrasiert, sieht müde aus. Er lebte wie sein Vater zehn Jahre in Wien, spricht perfekt Deutsch. Er entschuldigt seinen Vater: "Es ist sind entscheidende Tage für Ägypten, er hat keine Zeit für lange Interviews." 24 Stunden zuvor hat ElBaradeis schärfster Gegner, Präsident Hosni Mubarak, seinen schrittweisen Rückzug erklärt. Für El-Baradei zu wenig: "Er muss sofort weg, sonst verfällt mein Land in einen achtmonatigen Dauerkampf."

"Präsident Hosni Mubarak betreibt eine Politik der Einschüchterung und kriminellen Methoden", erklärt er. "Ich habe Sorge, dass es in einem Blutbad endet, schließlich sind die Pro-Mubarak-Demonstran­ten nichts anderes als ein Haufen Schläger."


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4 Postings
wandern meint am 03.02.2011 12:41:37 ANTWORTEN >
wenn Fischer spricht werden sie in Ägypten sofort alles fallen lassen und sagen jawohl Herr Fischer ihr Wort ist uns Befehl,glaube lächerlicher geht es nicht mehr,Ägypten ist von Amerika abhängig und nicht einmal auf die hören sie,sind unsere Repräsedanten nur da um sich der Lächerlichkeit preiszugeben
Wolfseele meint am 03.02.2011 12:25:57 ANTWORTEN >
Na ja was soll man hier noch dazu sagen, es begann friedlich als Demo, dann kamen einige Randgruppen dazu die es anders sahen und nun herrscht dort Ausnahmezustand halt und einer lacht sich ins Fäustchen halt doch, gute 82 Jahre alt, Präsident noch und braucht nur zu warten bis sie schön Mürbe sind, alles zerstört haben und dann setzt er sich halt auf ne Insel mit einigen Millonen zur Ruhe halt.

Zurück bleibt ein Scherbenhaufen, ein Volk das keine Einnahmen mehr aus dem Toursimus schöpfen kann, ne Infragstruktur zerstört wäre und dann kommt das um Geld betteln wieder andere Staaten.

Ohne jetzt zu hart zu klingen aber gibt ne schönen Spruch

"Jeder bekommt das was er verdient" also auch das ägyptische Volk dem Nichts dann dasteht und was nachfolgt an neuen Präsidenten will keiner mehr wissen lieber.

Armes geschütteltes Volk das seinen Untergang noch selber herbeiführt. Dummheit tut sprichwörtlich weh wie man sieht da man es auch anders lösen konnte ohne in Anarchie, Gewalt, Krieg zu verfallen.

lg
Wolfseele

prantner meint am 03.02.2011 22:54:39
Omen so is es
omen meint am 03.02.2011 18:20:26
@wolfseele
man braucht den ägyptern vieleicht nichts schenken sondern sollte dem land das geld von den 40 milliarden auslndskonten beschlagnahmen und ins land rückführen.das würde fürs erste reichen.
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